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e-payment

Es gibt mehrere Bezahlungsmethoden im Internet. Durchgesetzt hat sich noch keine. Die User bedienen sich im Internet am liebsten ihrer Kreditkarte oder sie entscheiden sich für "konventionelle" Formen wie Lieferung auf Rechnung oder per Nachnahme. Alle anderen Methoden finden sie für viel zu kompliziert. Nicht einmal 20 % der in heimischen Web-Shops georderten Waren werden auch sofort elektronisch bezahlt.
Besonders wichtig ist die Übertragungssicherheit sensibler Daten, die durch unterschiedliche Methoden (SSL-Verbindung, PIN (PersönlicheIdentifikationsNummer) + TAN(TransAktionsNummer)-Codes oder Sicherheitszertifikate) garantiert werden soll.
Sehen wir uns das - ziemlich unübersichtliche - Angebot mal an:

 

m-commerce  (Mobile-Commerce) bezeichnet man den Geldtransfer mit Hilfe des Handys. Sowohl der Handybesitzer muss bei der Paybox AG registriert sein (das kostet ihn eine Jahresgebühr von 15 €) als auch der Verkäufer (Web-Shop bzw. Dienstleistungsanbieter).

Obwohl Paybox-Austria seit dem Start (Februar 2001) innerhalb von zwei Jahren 50.000 Kunden gewonnen hatte, stand das Unternehmen vor dem Aus. Zur Rettung musste die Mobilkom ihren Anteil von 49 Prozent auf 100 Prozent erhöhen. Zudem kaufte die Mobilkom auch die Lizenzen für Osteuropa und das gesamte Paybox-IT-System. Anfang 2005 nutzten schon 150.000 Kunden das Angebot.

In Spanien ermöglichte ein Management Buy-Out den Fortbestand des Betriebs.

Die deutsche Paybox hat in Deutschland, Großbritannien und Schweden das Privatkundengeschäft eingestellt. Begründung: Die kritische Masse aktiver Benutzer wurde nicht erreicht.

Beim Bezahlen wird im Web-Shop das Paybox-Symbol angeklickt und die Handynummer eingegeben. Danach ruft Paybox am Handy an und nennt Betrag und Zahlungsempfänger. Der Handybesitzer bestätigt die Zahlung durch Eingabe eines PIN-Codes. Danach wird der Betrag vom Girokonto abgebucht.

Eine weitere m-commerce Anwendung ist das Bezahlen von Parkgebühren. Dabei wird eine SMS mit Angabe der Parkzeit an eine bestimmte Nummer geschickt. Mit einer Anwtort-SMS werden die Angaben bestätigt. Zehn Minuten vor Ablauf der Parkzeit gibt es eine Benachrichtigung. Die Parkgebühr wird mit der nächsten Telefonrechnung beglichen.

  funktioniert wie eine Handy-Wertkarte. Nach dem Kauf einer paysafecard rubbelt man eine Code-Nummer frei, ruft die Homepage von paysafecard.at auf und gibt den Code seiner Karte ein. Mit dem vorhandenen Guthaben kann dann im Internet bei den Partnerunternehmen von paysafecard eingekauft werden. Es gibt Karten zu 25, 50 und 100 Euro.

 

der von der PSK erfundene Online-Erlagschein war umfassend einsetzbar. Telefonrechnungen, Steuerzahlungen, Stromrechnungen, ... aber auch Einkäufe in Web-Shops konnten damit beglichen werden. Bevor bezahlen.at genutzt werden konnte, musste auf einem Postamt ein Anmeldeformular und eine Ausweiskopie abgegeben werden, nach zwei Tagen erfolgt dann die "Freischaltung", also die Berechtigung zur Nutzung des bezahlen.at-Angebots. Mit 30. Juni 2006 stellte die PSK diesen Service ein.

erzeugt die e-Rechnung, das Konkurrenzprodukt zu bezahlen.at.  EBPP (electronic bill presentment and payment) ist eine gemeinsamen Tochter von BA-CA, ERSTE Bank und Sparkassen so wie der Raiffeisen-Zentralbank. Wer bei einem dieser Institute Online-Banking nutzt, sieht die e-Rechnung auf seinem Kontoauszug als normale Buchungszeile. Klickt er diese an, öffnet sich ein Fenster, das genaue Angaben zur geforderten Zahlung enthält. Möchte der Kunde die Zahlung veranlassen, tut er das mit einem weiteren Klick.

Gemeinden können mit der e-Rechnung ihren Kunden fällige Schul- und Kindergartenbeiträge, Kanalgebühren oder andere Kommunalabrechnungen erstellen. Konkret übermittelt der Rechnungsersteller seine fälligen Rechnungen an die EBPP, die als Drehscheibe fungiert. Sobald der Kunde per e-Mail über neue Rechnungen informiert wurde und diese per Mausklick bezahlt hat, wird der Betrag automatisch zur Bank des Rechnungsstellers transferiert.

Informationen, die den Kunden bisher in Papierform zugesandt wurden, können nun gemeinsam mit der Rechnung online verschickt werden. Das können Rechnungsaufschlüsselungen ebenso sein wie allgemeine Kundeninformationen oder Veranstaltungshinweise.

 

 

(ERSTE und Sparkassen),  POP - Partner Online Payment  (BA-CA), ELBA-payment (RAIFFEISEN) und  Direct Pay  (BAWAG) nennen die angeführten Banken den von ihren Online-Banking-Kunden nutzbaren Service Web-Shop-Einkäufe direkt zu begleichen. Dazu müssen die Kunden im Web-Shop auf das Logo ihrer Bank klicken und danach ihren PIN- und TAN-Code eintippen. Die Web-Shop-Anbieter müssen für diese Leistung den Banken ein bis drei Prozent des Umsatzes bezahlen.
Diese o. a. Einzellösungen brachten keinen besonderen Erfolg. Die Online-Umsätze blieben weit hinter den Erwartungen.
Um Online-Käufe doch noch anzukurbeln haben die österreichischen Banken 2003 eine neue Initiative gestartet: BAWAG-PSK, Bank Austria-Creditanstalt, ERSTE Bank und Sparkassen, alle Raiffeisenbanken und die Volksbanken haben seit Februar ihre Online-Zahlungslösungen vereinheitlicht. Bis dahin musste ein Online-Shop, der Kunden aller Banken ansprechen wollte, vier Standards auf seiner Homepage einrichten.
Mit dem neuen Electronic-Payment-Standard (EPS) klickt der Kunde nach dem Bestellvorgang auf das EPS-fähige Zahlungssystem und gelangt automatisch ins E-Banking-System seiner Hausbank.
Die Shop-Betreiber müssen den Banken Softwarekosten bezahlen und pro Überweisung eine Bearbeitungsgebühr von 0,5 % bis 3,5 %.

 

Auch bei der E-Payment-Lösung von 3i-SIP (Secure Internet Payment) fallen für die Shop-Betreiber saftige Kosten für das Programm an. 1.500.- € müssen sie bezahlen, für die Implementation werden zwei Tage benötigt. Shop-Kunden werden beim Bezahlvorgang automatisch auf die Homepage ihrer Hausbank umgeleitet und können dort eine Online-Überweisung auf das Verrechnungskonto des Händler vornehmen.

 

Online-Zahlungen und Geldüberweisungen können über die weltweit größte elektronische Zahlungs-einrichtung, PayPal, sicher abgewickelt werden. PayPal wird vom Internetauktionator ebay für den Zahlungsfluss zwischen seinen Kunden betrieben, kann aber auch für Käufe bei anderen Firmen
genutzt werden. Die Überweisungen an Online-Shops in mehr als 100 Staaten funktionieren ohne Eingabe sensibler Daten, E-Mailadresse und Passwort genügen.
Transaktionen über PayPal sind für Käufer kostenlos, Händlern werden maximal 3,4 % des Zahlungsbetrags berechnet, wobei der Prozentsatz mit steigendem Umsatz abnimmt.
Bei Zahlungen in Fremdwährungen fallen für beide Seiten Wechselkursgebühren an. www.paypal.at

 

In die Zahlungsplattform mPAY24 von WiNAG.com sind mehrere Verfahren zum Bezahlen von Leistungen im Internet und mittels Handy integriert.

Es sind dies die vier bekanntesten Kreditkarten, paybox und paysafecard, @QUICK, das die Quickfunktionalität der Bankomatkarte auf den Interneteinkauf überträgt, sowie die Online-Zahlungssysteme der führenden österreichischen Banken. Ausserdem wurden POP (Partner Online Payment von der BA-CA-Gruppe), Direct Pay (BAWAG P.S.K. Gruppe), netpay (Erste Bank/Sparkassengruppe) und ELBA-payment (Raiffeisen Bankengruppe) in das Portal integriert.

 

Laut einer Erhebung von ARGE-DATEN im März 2003 haben nur 66 von 100 Online-Shops ein e-payment-System. 47 Shops akzeptierten die paybox, 25 netpay, 23 die paysafecard und 20 POP.

 

KREDITKARTEN sind das verbreitetste, weltweit genutzte Zahlungsmittel im Internet. Erst nach einem Monat wird der bezahlte Betrag vom Konto abgebucht. Die Web-Shops müssen zwei bis vier Prozent des Umsatzes an den Kreditkartenanbieter bezahlen.

                       

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