ONLINE FINGERABDRUCK FINGERVENEN IRIS-SCAN HANDGEOMETRIE GESICHTSERKENNUNG DMS
BIOMETRIE oder: "Schau mir in die Augen, Kleines"
| Der Begriff steht
für die Technik der Erkennung einer Person mittels ihrer persönlichen
Charakteristika. Er ist aus zwei griechischen Wörtern zusammen gesetzt,
aus bios für Leben und metron
für Maß. Daraus ergibt sich, das die Biometrie die Wissenschaft der
Körpervermessung an Lebewesen ist.
Von
biometrische Erkennungsverfahren verspricht man sich: ·
Erhöhung der Fälschungssicherheit
von Personalausweisen, Pässen und Dienstausweisen ·
Eindeutige Zuordnung von Personen
zu ihren Identifikationsdokumenten
·
Unterstützung des Personals das
den Zutritt an Grenzen und Sicherheitszonen kontrolliert · Automatische Personenerkennung (durch Kameras) an Brennpunkten zur Prävention Biometrische
Erkennungsverfahren Auch in der Konfiguration des Ohrs, der Hautlinien in der Kniekehle oder im Muster der Temperaturverteilung des Gesichts sieht man Kriterien für Sicherheitstechnologien. Keine
hundertprozentige Erkennung
Funktionsweise Knapp die Hälfte der biometrischen
Zugangskontrollen in Unternehmen verwenden die Identifikation mittels
Fingerabdruck, sieben Prozent scannen die Handgeometrie, acht Prozent
arbeiten mit Stimmerkennung, 22 Prozent mit Gesichtserkennung und zehn
Prozent die Iris. Quelle:
Unternehmensberatung Berger DE Die Methoden im Vergleich |
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Fingerabdruck Identifizierungssysteme, die den Fingerabdruck des Nutzers analysieren, leiten aus den Minutien (Struktur des Fingerabdrucks: endende Täler, Verzweigungen, Schweißporen) Merkmale ab. Diese entstehen in der embryonalen Phase durch Zufallsprozesse und sind somit weitgehend unabhängig vom Erbgut. Derartige Systeme sind vor allem wegen der geringen Herstellungskosten attraktiv und finden hauptsächlich Verwendung in der Zugangskontrolle zu Rechnersystemen. 12 Merkmale reichen für eine sichere Identifizierung. Infos z.B. auf www.idencom.com Fingervenen Ein finger vein genanntes System identifiziert Personen durch scannen der Struktur der Blutgefäße in den Fingern. Das von Hitachi ursprünglich für die Sicherheitsanforderungen japanischer Banken entwickelte Verfahren eignet sich auch sehr gut als Diebstahlssicherung für Kraftfahrzeuge. In den Türgriff Bild Hitachi, das Lenkrad oder den Bordcomputer integriert, verwehrt es Unbefugten das Einsteigen in das bzw. die Inbetriebnahme des Fahrzeugs. Der Scanner erfasst die Wärmestrahlung, die von der Haut der Finger ausgeht. Diese ist in der Nähe von Arterien und Venen intensiver als in größerem Abstand zu den Blutgefäßen. Auch die Temperaturunterschiede zwischen den Fingerrillen sind messbar. Das dadurch entstehende Wärmebild wird vom Scanner als Infrarotstrahlung erfasst. Es ist bei jedem Menschen anders, weil die Blutgefäße nie exakt gleich verlaufen. Ein Terminal mit Venenerkennung kostet ca. 2.000,- €
Handgeometrie
Iris-Scanner |
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| Auch die Form des Stirnknochens oder des Knies scheinen als biometrisches Merkmal einsetzbar. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol hat sich beim Iris-Scan gezeigt, dass viele Menschen Angst haben, in eine Vorrichtung hineinzusehen, die ihre Iris scannt. Sie befürchten - zu Unrecht - ihre Augen könnten Schaden nehmen. Die Sicherheit aller Systeme ist nicht 100 %ig. Die besten Erkennungswerte erhält man durch eine Kombination von Chipkarte und biometrischer Identifizierung. Auf der Chipkarte ist ein Fingerabdruck als Vorlage (Template) gespeichert. Der Nutzer schiebt die Karte in ein Gerät ein, auf das er Zugriff haben will. Er drückt seinen Finger auf eine Sensorplatte in der Chipkarte. Dann führt die Karte einen Vergleich zwischen erfasstem Bild und Template durch. In Abhängigkeit vom Ergebnis dieses Vergleichs schickt sie einen Code an das Gerät. Anhand dieses Codes entscheidet das System, ob es dem Nutzer Zugang gewährt. Als erster europäischer Flughafen (Juli 2001) ist jener von Reykjavik mit einem biometrischen System zur Gesichtserkennung ausgerüstet worden. 2007 stellten sich für einen Versuch im Mainzer Hauptbahnhof 200 Personen, die regelmäßig den Bahnhof frequentieren, zur Verfügung. Mittels der Aufnahmen von sieben Kameras wurde versucht, die Gesichter der Testpersonen wieder zu erkennen. Dafür wurden mehrere Merkmale - Mund , Nase, Kieferknochen, Augenhöhlen - verglichen, die auch dann eine Identifizierung ermöglichen, wenn eine Person sich eine Brille oder einen Bart zulegt. |
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| Als praxistauglich hat sich das vom Unternehmen DMS (Digitale Mediensysteme www.digitale-medien.at) angebotene biometrische Erkennungssystem erwiesen. Die digitale Erfassung der gescannten Personen muss keine harten, sicherheitsrelevanten Daten liefern, sondern "begnügt" sich mit |
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| werbetechnisch
nutzbaren Informationen wie Kunden- bzw. Besucherfrequenz,
Aufmerksamkeitsmessung (z. B. wer verfolgt den, über einen Monitor
laufenden, Werbespot). Ebenso werden geschlechts- und alterspezifische
Merkmale ausgewertet und für die Zielgruppenanalyse eingesetzt. Das
ermöglicht eine Feinabstimmung der eingesetzten Werbespots bzw.
Sendungsinhalte und verbessert deren Effizienz. Bisher brachte DMS seine - von der französischen QUIVIDI entwickelte - biometrische Software + Hardware in Apotheken und Trafiken zum Einsatz. Das Einkaufszentren-TV (MALL SIGNAGE) könnte mit dem DMS-System seinen Programm optimieren. |
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Biometrische Verfahren überlistet Das Computermagazin "c`t" und der japanische Kryptographie-Experte Tsutomu Matsumoto haben die Sicherheit von Biometrie-Systemen getestet. Dem Test wurden elf biometrische Zugangssysteme der neuesten Generation unterzogen. Fingerabdruck-Scanner
konnten zum Teil dadurch überlistet werden, dass die Tester Fettrückstände
von Fingerabdrücken der Berechtigten auf der Sensoroberfläche durch
Anhauchen reaktivierten. In anderen Fällen wurden die Systeme durch
Fingerabdrücke getäuscht, welche die Zugangsberechtigten auf Trinkgläsern
hinterlassen hatten. Diese wurden von den Experten auf einen Klebestreifen
übertragen, mit dem sich das System zufrieden gab. Der Gesichts-Scanner ließ sich von Fotos der Zugangsberechtigten hinters Licht führen. Das besonders aufwendige Iris-Scanning-System wurde mit einem auf Tintendruckerpapier gesprühten Digitalfoto eines Auges überlistet. Alle elf Systeme wurden geknackt. |
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Die EU-Kommission schlug auf Empfehlung der
Internationalen Zivilluftbehörde (ICAO) dem EU-Ministerrat vor, in Visa-
und Aufenthaltsbewilligungen für Nicht-EU-Bürger als biometrische
Erkennungsmerkmale das Gesichtsbild und die
Abdrücke von zwei Fingern zu speichern. Das Passfoto soll
durch einen Chip ergänzt werden, der die
Bilddaten speichert. An der Grenzkontrolle blickt man dann in eine Kamera
und ein Computer überprüft, ob die beiden Bilder übereinstimmen. Damit
der Computer die Bilder vergleichen kann, muss die Bildqualität sehr hoch
sein. Die Lichtverhältnisse müssen sowohl auf dem gespeicherten Bild als
auch bei der Aufnahme an der Grenze gleich sein. Eine Brille oder ein Hut
verhindern den Abgleich. Auch der Gesichtsausdruck, den man bei der
Grenzkontrolle macht, sollte mit dem im Pass gespeicherten
übereinstimmen. Lachende Gesichter auf
Passbildern wird es nicht mehr geben. Eine Iris-Überprüfung ist noch offen, weil ein amerikanisches Unternehmen das Patent an diesem Verfahren besitzt. Im Herbst 2005 kamen in Österreich neue elektronische Reisepässe zur Ausgabe. Der ePass enthielt einen Chip mit digitalem Foto. Seit 28. Juni 2009 müssen auch die Fingerabdrücke im Chip gespeichert sein.Die Daten in den Chips werden mittels RFID ausgelesen |