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Markenranglisten: Best Global Brands  Leading Luxury Brands  Brand Z  Marken Wert  Brand Asset Valuator  European Trusted Brands  Marken Award

 

MARKENGESCHICHTE(N)

Bild: NETSCHOOL

  

Marken stellen den mit Abstand größten Vermögenswert eines Unternehmens dar. Je nach Branche schwankt dieser Wert zwischen  20 % und 94 % des gesamten  Unternehmenswertes. Die ersten drei der weltweit 100 wertvollsten Marken waren lt. Studie
  • Interbrand´s, Best Global Brands 2006Coca-Cola (67 Mrd. $), Microsoft (57 Mrd. $) und IBM (56 Mrd $)
  • Interbrand´s, Best Global Brands 2007 - Coca-Cola (65,3 Mrd. $), Microsoft (58,7 Mrd. $) und IBM (57 Mrd $)
  • Interbrand´s, Best Global Brands 2008 - Coca-Cola (66,6 Mrd. $), IBM (59 Mrd $), Microsoft (59 Mrd. $)
    Deutschland: 11. Mercedes (25,6 Mrd. $), 13. BMW (23,3 Mrd. $), 31. SAP (12,2 Mrd. $), 483. Siemens (7,9 Mrd. $)
    Schweiz: 28. Nescafe (13 Mrd. $), 41. UBS (8,7 Mrd. $), 63. Nestlé (5,6 Mrd. $), 71. Rolex (5 Mrd. $), 79. Cartier (5 Mrd. $)
    Österreich: keine Marke unter den ersten 100. Wert der auf Platz 100 gereihten Marke Visa (Financial Services): 3,3 Mrd. $
  • Interbrand´s, Best Global Brands 2009 - Coca-Cola (68,7 Mrd. $), IBM (60,2 Mrd $), Microsoft (56,6 Mrd. $)
    Deutschland: 12. Mercedes (23,8 Mrd. $), 15. BMW (21,6 Mrd. $), 27. SAP (12,1 Mrd. $), 47. Siemens (7,3 Mrd. $)
    Schweiz: 25. Nescafe (13,3 Mrd. $), 58. Nestlé (6,3 Mrd. $), 68. Rolex (4,6 Mrd. $), 72. UBS (4,4 Mrd. $), 77. Cartier (4 Mrd. $)
    Österreich: keine Marke unter den ersten 100. Wert der auf Platz 100 gereihten Marke Campbell`s (Fertiggerichte): 3,1 Mrd. $

2008 brachte Interbrand ein neues Produkt auf den Bewertungsmarkt: The Leading Luxury Brands widmete sich dem Markenwert der Luxusmarken. Eine fast rein europäische Angelegenheit, schaffte es doch nur die US-Marke Tiffany & Co. unter die ersten Fünfzehn:
1. Louis Vuitton (16,7 Mrd. €), 2. Gucci (6,4 Mrd. €), 3. Chanel (4,9 Mrd. $), 4. Rolex (3,8 Mrd. €), 5. Hermès (3,5 Mrd. €), 6. Cartier (3,2 Mrd. €), 7. Tiffany & Co. (3,2 Mrd. €), 8. Prada (2,7 Mrd. €), 9. Ferrari (2,7 Mrd. €), 10. Bulgari (2,5 Mrd. €), 11. Burberry (2,5 Mrd. €), 12. Dior (1,5 Mrd. €), 13. Patek Philippe (0,8 Mrd. €), 14. Prada (0,6 Mrd. €), 15. Ferragamo (0,5 Mrd. €).

Interbrand bemisst sein Ranking nach zwei Kriterien:

  1. die Marke muss global und auf den wichtigsten Weltmärkten wirtschaftlich erfolgreich sein. ~ 1/3 des Ertrags muss im Ausland erzielt werden.
  2. Die Marketing- und Finanzdaten der Unternehmen müssen ausreichend zugänglich gemacht werden.

Bei der Bewertung einer Marke werden von den Agenturen und Instituten ganz unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Daher darf man bei deren veröffentlichten Ranglisten berechtigt skeptisch sein.
Kriterien für die Berechnung des Wertes einer Marke können sein:

  • Bekanntheit und Vertrauen in eine Marke. Ermittelt durch Konsumentebefragung
  • Wie stark ist das Wachstum des betreffenden Marktes einer Marke? Wie groß ist der Markt?
  • Welchen Marktanteil hat die Marke?
  • Wie stark ist die Marke international rechtlich abgesichert (Markeneintragungen, Gemeinschaftsmarke, ...)?
  • Ist das Image einer Marke stark genug, um Produkterweiterungen (line extensions) tragen zu können?
  • Welche Investitionen wären für den Neuaufbau einer bestimmten Marke erforderlich?
     

Seit 2001 erstellt BBDO Consulting ein Ranking der an der Deutschen Börse (DAX) notierten Marken und zieht dazu neun Bewertungsfaktoren heran:

  1. Umsatzprofitabilität der Marke
  2. Entwicklungsperspektiven
  3. Internationale Ausrichtung
  4. werbliche Unterstützung
  5. Stärke der Marke innerhalb der Branche
  6. Markenimage
  7. korrigiertes Ebit (durchschnittlicher Ertrag vor Steuern und Abschreibungen der letzten drei Jahre)
  8. Umsatzentwicklungspotential
  9. Bewertungen von Markenexperten aus Wissenschaft und Praxis

10 Grundsätze zur monetären Markenbewertung hat das Brand Valuation Forum, eine gemeinsame Initiative von führenden Markenbewertern unter dem Dach der Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens und der G·E·M, in einer Broschüre herausgegeben.

Literatur: Alexander Schimansky "Der Wert der Marke" (ISBN-13: 9783800629848, Verlag: Franz Vahlen)
Das Buch gibt u. a. einen detaillierten Überblick über relevante Ansätze zur Markenanalyse und Markenbewertung und stellt alle namhaften Verfahren im deutschsprachigen Raum, die in den letzten 15 Jahren entwickelt worden sind, vor.

Das Marktforschungsinstitut Millward Brown Optimor veröffentlicht auf Grund von Finanzdaten, Unternehmens- und Verbraucherangaben jährlich die Markenwertstudie BrandZ. 1.000.000 Konsumenten und Business-Kunden aus 31 Staaten werden befragt.  www.brandz.com

  • 2006 ein ganz anderes Ergebnis:
    Microsoft (62 Mrd. $ - Börsenwert im Okt. 2007 284 Mrd. US$), General Electric (55,8 Mrd. $ - Börsenwert im Okt. 2007 431 Mrd. US$), Coca-Cola (41,4 Milliarden US$), China Mobile (39 Milliarden US$), Marlboro (38,5 Mrd. $), Wal-Mart (37,5 Mrd. $), Google (37,4 Mrd. $ - Börsenwert im Okt. 2007 193 Mrd. US$), IBM (36 Mrd. $), Citibank (31 Mrd. $), Toyota (30 Mrd. $).
  • 2007 blieben die ersten  Zehn des Vorjahres unter sich. Es gab nur "interne" Verschiebungen:
    Google (66 Mrd. $) führte vor General Electric (62 Mrd. $), Microsoft (55 Mrd. $), Coca-Cola (44 Mrd. $), China Mobile (41 Mrd. $), Marlboro (39 Mrd. $), Wal-Mart (37 Mrd. $), Citibank (34 Mrd. $), IBM (34 Mrd. $), Toyota (33 Mrd. $).
  • 2008 wieder ein wenig umgruppiert, zwei weg, zwei dazu:
    Google (86 Mrd. $) führte vor General Electric (71 Mrd. $), Microsoft (71 Mrd. $), Coca-Cola (58 Mrd. $), China Mobile (57 Mrd. $), IBM (55 Mrd. $), Apple (55 Mrd. $), McDonald´s (50 Mrd. $), Nokia (44 Mrd. $), Marlboro (37 Mrd. $)
  • 2009 gab es "Neuzugänge":
    Google (100 Mrd. $) führte vor Microsoft (76 Mrd. $), Coca-Cola (67 Mrd. $), IBM (66 Mrd. $), McDonald´s (66 Mrd. $), Apple (63 Mrd. $),  China Mobile (61 Mrd. $), General Electric (60 Mrd. $), Vodafone (53 Mrd. $), Marlboro (50 Mrd. $).
  • 2010 kam es zum totalen Umsturz:
    Google (114 Mrd. $) führte vor IBM (86 Mrd. $), Apple (83 Mrd. $), Microsoft (76 Mrd. $), Coca-Cola (68 Mrd. $), McDonald´s (66 Mrd. $), Marlboro (57 Mrd. $), China Mobile (52 Mrd. $), General Electric (45 Mrd. $), Vodafone (44 Mrd. $).
    Bester Deutscher: SAP (Rang 21 mit 24 Mrd. $)  Bester Österreicher: Red Bull (Rang 82 mit 8,9 Mrd. $)

Die höchstdotierte österreichische Marke (muss sich zu mindestens 45 % in österreichischem Besitz befinden) ist - lt. Studie Marken Wert 2006 des European Brand Institutes - RED BULL (Markenwert 12,5 Milliarden US$). Mit großem Abstand folgt an zweiter Stelle SWAROWSKI (5,7 Milliarden $). Die Reihung bis Platz fünf komplettieren SPAR (4 Milliarden $), ÖBB (3,4 Milliarden $) und CASINOS AUSTRIA (3,1 Milliarden $). €-Kurs 1,25  Näheres zur Ermittlung des Markenwerts auf der Website der verantwortlichen Agentur RNG Consulting  www.rng.at
Marken Wert 2007 - sieht erneut RED BULL (Markenwert 14,2 Mrd. $) an der Spitze. SWAROWSKI (6,2 Mrd. $) und RAIFFEISEN (3,4 Mrd. $) belegen die Plätze 2 und 3, SPAR und A1 komplettieren die ersten fünf. €-Kurs 1,3
Marken Wert 2008 - wieder mit RED BULL (Markenwert 18 Mrd. $) an der Spitze. Weiter in der Reihung ging es mit SWAROWSKI (7,5 Mrd. $), RAIFFEISEN (4,5 Mrd. $) SPAR (4 Mrd. $) und CASINOS AUSTRIA (3,9 Mrd.).
Marken Wert 2009
- wieder mit RED BULL (Markenwert 17,7 Mrd. $) an der Spitze. Weiter in der Reihung ging es mit SWAROWSKI (5,6 Mrd. $), TELEKOM AUSTRIA ( 4,7 Mrd. $)  RAIFFEISEN (4,2 Mrd. $) und CASINOS AUSTRIA (3,5 Mrd.). €-Kurs 1,39 am 9. 7.  2009
Marken Wert 2010 - wieder mit RED BULL (Markenwert 15 Mrd. $) an der Spitze. Es folgten SWAROWSKI (4,3 Mrd. $), RAIFFEISEN (3,8 Mrd. $), TELEKOM AUSTRIA ( 3,8 Mrd. $) und CASINOS AUSTRIA (3,6 Mrd.). €-Kurs 1,25 am 7. 7.  2010

Die europäischen Marken reihte das European Brand Institute für
2007
nach ihrem Wert wie folgt:

NOKIA (Markenwert 44,6 Mrd. $), VODAFONE (28,5 Mrd. $), MERCEDES-BENZ (28,3 Mrd. $), DEUTSCHE BANK (23,2 Mrd. $), TELEFONICA MÓVILES (22,5 Mrd. $). An zwölfter Stelle RED BULL (15 Mrd. $). 
€-Kurs 1,38 am 18. 9. 2007
2008 nach ihrem Wert wie folgt:
NOKIA (Markenwert 53,9 Mrd. $), VODAFONE (34,0 Mrd. $), MERCEDES-BENZ (30,1 Mrd. $), LOUIS VUITTON (27,8 Mrd. $), DEUTSCHE BANK (25,6 Mrd. $). An zwölfter Stelle RED BULL (16,9 Mrd. $). €-Kurs 1,41 am 17. 9. 2008
2009 nach ihrem Wert wie folgt:
NOKIA (Markenwert 51,7 Mrd. $), VODAFONE (34,8 Mrd. $), MERCEDES-BENZ (28,5 Mrd. $), LOUIS VUITTON (28 Mrd. $), BMW (24,7 Mrd. $). An elfter Stelle RED BULL (18,5 Mrd. $). €-Kurs 1,47 am 3. 11. 2009

Im Paket, alphabetisch gereiht, bestimmt das englische Unternehmen SUPERBRANDS® 50 Marken eines Landes und verleiht ihnen den Titel SUPERBRAND. In Österreich erstmals am 12. Feber 2007.
Interessant ist der Ablauf: Zuerst werden die Marken ausgewählt, dann von der Wahl verständigt und zur Teilnahme eingeladen (so zu lesen auf der Website www.superbrands-austria.at).

Der Brand Asset Valuator (BAV), die 2009 zum zweiten Mal durchgeführte Markenstudie von Young & Rubicam, erfasst 900 Marken. Die Beurteilungsmaßstäbe sind nur vage umschrieben: Image-, Bekanntheits- und Gebrauchsdaten.
Als ÖsterreichsTop-10-Marken sind gereiht: MANNER, Wien, Milka, Coca-Cola, Österreich (Staatsname), Hofer, Almdudler, IKEA, ÖRK, Ö3.

Deutschlands Best Brands in den Kategorien: Beste Produktmarke, Beste Wachstumsmarke, Beste Unternehmensmarke, werden jährlich (seit 2004) vergeben. Geschaffen wurde der Bewerb von der Agentur Serviceplan, dem Deutschen Markenverband, dem Marktforscher GfK, Pro-Sieben-Sat-1- Media, der "Wirtschaftswoche" und dem Werbevermarkter IQ Media Marketing.
Bewertungskriterien sind die Beliebtheit einer Marke beim Konsumenten und ihr wirtschaftlicher Erfolg.
Best Brands 2009 waren die Unternehmensmarken GOOGLE DEUTSCHLAND, LUFTHANSA, MIELE, die Produktmarken MIELE HAUSHALTSGROSSGERÄTE, CANON, ELMEX und als Wachstumsmarke MEY, SAMSUNG, NIKE.
Best Brands 20
10 waren die Unternehmensmarken GOOGLE DEUTSCHLAND, AUDI, VOLKSWAGEN, die Produktmarken LEGO, MIELE, NIVEA und als Wachstumsmarke SAMSUNG, ACER, PUNICA.
 

Die Zeitschrift Reader’s Digest ermittelt seit 2001 die Reader’s Digest European Trusted Brands.

  • Für Digest European Trusted Brands 2009 wurden in 16 europäischen Staaten in 32 Produktkategorien die nach Meinung der Konsumenten vertrauenswürdigsten Marken gekürt. - In ihrer Kategorie waren Nivea und Nokia in allen erfassten Staaten die vertrauenswürdigste Marke. Visa schaffte es in 14 Staaten, Canon in 13. Gesamt wurden mehr als 23.000 Personen befragt, davon 987 in Ö.
  • 2010 nahmen in 16 europäischen Staaten 32.000 Personen (>1.500 CH, ~9.000 D, 908 Ö) an der Befragung teil. In 33 Produktkategorien (20 europaweit + 13 im jeweiligen Nationalbereich) die nach Meinung der Konsumenten vertrauenswürdigsten Marken gekürt. - In der Kategorie "Hautpflege" lag Nivea in allen Teststaaten auf Platz 1. Visa führte die Kategorie "Kreditkarten", Canon jene der "Fotogeräte" in jeweils 14 Staaten an.

In Deutschland vergeben die Zeitschrift "Absatzwirtschaft" und der "Deutsche Marketing-Verband" den Marken-Award. Der Preis wird jährlich in drei Kategorien verliehen: Beste neue Marke / Bester Markenrelaunch / Beste Markendehnung. Die Sieger des Marken-Award 2009 waren die Zeitschrift LANDLUST / NIVEA / DEUTSCHE BAHN.
Die Marken-Awards 2010 gingen an SYOSS / EM-EUKAL / LEGO. www.marken-award.de

Das Ausmaß des Konsumentenvertrauens in einen Markenproduzenten bzw. seine Produkte misst das Reputation Institute und veröffentlicht das Ergebnis in der Reputationsstudie. Erhoben wird das Ansehen von 1000 Unternehmen in 32 Staaten. Die Aufstellung der Ergebnisse erfolgt gesamt, nach Ländern und Kontinenten.

Konsumenten versprechen sich von einem Markenartikel eine besondere Leistung oder Qualität und sind deshalb bereit dafür ein einen höheren Preis zu bezahlen. Die Quote der markenaffinen Bevölkerung beträgt 70 %.

Besonders starke Marken erreichen einen Wert, der mehr als das Doppelte des Umsatzes des Unternehmens beträgt. Computerhersteller erzielen  - bei gleichem Nutzen -  im Durchschnitt 55 % Mehrerlös und damit ein Mehrfaches des Gewinns, den Anbieter ohne Marke erzielen können. Unternehmen, die ihre Markenbindung um 5 % erhöhen, können zwischen 35 % und 100 % Gewinnsteigerung erzielen.

 

Seltener Fall: Kein theoretisch konstruierter, sondern ein realer Markenwert!
Im Juli 2010 erwarb ein Interessent die Marke COSMOS für 50.000,- € aus der Konkursmasse der
gleichnamigen, Anfang des Jahres gescheiterten Elektro-Kette.

 

 

Die Anfänge der Marke reichen in der Geschichte weit zurück:

3000 v. Chr. verwendete man Rollsiegel (walzenförmige Steine mit eingeschnittenem Siegelbild) sie sind die ältesten Marken
290
v. Chr. -  In Pompeji ausgegrabene Brote weisen den Stempel des Bäckers auf
15
:  Die an den alten Römerlagern in Österreich aufgefundenen Ziegel zeigen das Legionszeichen
1326
kannte man  Papiermarken
(= Wasserzeichen), die ältesten Marken im modernen Sinn in Österreich
1435:
  Die älteste Verleihung einer Marke in der Art eines Privilegiums. Friedrich, Herzog von Österreich, erteilt dem Bürger Hans Judl aus Voitsberg das Recht, in seine Messer als Zeichen einen Feuerhaken zu schlagen
1750 wurde der Markenzwang wurde eingeführt, d. h. die Bezeichnung der Erzeugnisse mit einem eigenen Zeichen, war nun Pflicht
1858
: Das erste österreichische Markenschutzgesetz wurde erlassen. Seither besitzt der Markeninhaber das Recht an seiner Marke
  ALTE  BEKANNTE

Ein Musterbeispiel für Kontinuität, die Früchte trägt, ist die Maggi Würze. Die Flasche hatte 1886, im Jahre der Erfindung des populärsten Maggi-Produktes, fast die gleiche Form wie heute. Schon damals trug sie ein Etikett in Gelb-Rot. Julius Maggi gestaltete anfangs seine Werbung selbst, schuf aber bald eine eigene "literarische" Abteilung, das "Reclame und Pressebureau" und berief als deren ersten Leiter Frank Wedekind, der u. a. den Spruch "Das wissen selbst die Kinderlein - mit Maggi wird die Suppe fein" erfand. (Da hat er sich aber nicht sehr angestrengt)
Im Markt der Flüssiggewürze hat Maggi heute im traditionellen Lebensmittelhandel Alleinstellung und damit 100 % Marktanteil erreicht. Die Bekanntheit des Produkts liegt bei 96 %.

 

Ein Lebensmittel in rosa Verpackung auf den Markt zu bringen, das muss man sich erst mal trauen.
1898
hat sich Josef Manner getraut. Der Inhalt waren und sind 10Stück Waffelschnitten (47x17x17mm) bestehend aus je 5 Lagen Waffelblättern und 4 Lagen Haselnussmasse mit einem Gesamtgewicht von 75 Gramm (bis April 1997 waren es nur 70 Gramm).
In Österreich werden jährlich 50 Millionen Packungen verspeist, der Bekanntheitsgrad der Marke beträgt 97 %.

Von Anfang an - und bis heute unverändert - befindet sich auch als sogenannte "Protokollirte Schutzmarke" die Stefanskirche auf der Verpackung.

   

Die Zubereitung einer Schale Kaffee erforderte im 19. Jahrhundert viel Geschick. Oft verbrannten die Kaffeebohnen beim Rösten in der Pfanne. - Der Kaufmann Julius Meinl war ein exzellenter Kaffeekenner. Am 5. April
1862
gründete er sein erstes Geschäft am Wiener Fleischmarkt und bot seinen Kunden etwas ganz Neues: frisch geröstete Kaffeemischungen in gleichbleibend hoher Qualität.

1925 schuf der Grafiker Joseph Binder den Mohren für die Meinl-Kaffee-Plakate. Mit der Zeit löste der Mohr das ursprüngliche Symbol, den Segelfrachter ab und wurde auf alle Produkte der Julius Meinl Eigenmarke übertragen. Er ist fixer Bestandteil der Corporate Identity und zählt heute zu den stärksten österreichischen Marken. Meinl Kaffee ist Marktführer in Österreichs Hotellerie und Gastronomie.

 


In einer kleinen Werkstatt bei Neuenburg (CH) begann
1826
der Chocolatier Philipp Suchard Schokolade zu erzeugen.

1888
wurde die Fabrik in Bludenz gegründet. Suchard-Bludenz bemühte sich von Anfang an nicht nur um die Qualität sondern auch um werbliche Präsenz. Bereit 1890 trug ein pferdegezogener Kraftstellwagen der General-Omnibus-Gesellschaft auf der Strecke vom Stephansdom nach Hietzing eine Suchard-Reklameschrift.
1893
wird Suchard als 1. internationale Marke registriert.
1901
ist das Geburtsjahr der "rahmreichsten" Schokolade, MILKA. Zusammengesetzt aus Milch und Kakao, daraus entstand auch ihr Name. Im charakteristischen lila Umschlag kommt sie als "Vollrahm-Chocolade" auf den Markt. Die Farbe der Verpackung ist in Österreich unter der Nummer 52877 im Markenregister eingetragen.
1950
schuf der Grafiker Herbert Leupin "Milki", die gezeichnete, lächelnde Kuh mit einer Blume im Maul und einem Rumpf, der aus einer lila "Suchard Milka" - Tafel besteht.
1972
entstand das heute noch verwendete Markenzeichen mit der "echten" bemalten Kuh (siehe Abbildung links) als Kreation der Agentur Young & Rubicam (Art Director: Sandor Szabo).
Milka gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Marken (siehe oben) in Österreich.
1932 entstand durch eine Fusion der Kfz-Produzenten AUDI, Horch, Wanderer und DKW die AUTO-UNION. Diesen Zusammenschluss der vier Firmen soll das Logo mit den vier Ringen symbolisieren.

 

1886 mixte der Apotheker Pemberton die Coca-Cola Basis; bis heute nur geringfügig verändert und streng geheim.
1892
erfand sein Buchhalter, Frank Robinson, den Namen Coca-Cola (aus Coca-Strauch und Cola-Nuss) und entwickelte auch den Schriftzug.
1913
entstand die "Kontur-Flasche"

1929 Erste Abfüllung in Deutschland, Markteinführung in Ö.
1931
entwarf der Grafiker Haddon Sundblom eine Serie von Weihnachtsanzeigen und kreierte den "Santa Coke", der heute noch in den Werbespots verwendet wird und auch vom Coca-


Bild: M. Hetfleisch

Cola-Weihnachts-Truck lacht.
1965
scheiterte der Versuch einer Rezepturänderung: nach massiven Kundenprotesten wurde "New Coke" vom Markt genommen und der alte Zustand wieder hergestellt.

Mit Ausnahme der von den USA boykottierten Olympischen Sommerspiele in Moskau sponserte Coca-Cola alle Olympischen Spiele und die Fußballweltmeisterschaften.

 

Einmal PLUS und zurück

2004 war lediglich die Umstellung einiger ZIELPUNKT-Filialen auf ein neues Konzept unter der Marke PLUS geplant. 2005 verordnete das
Zielpunkt-Management allen Filialen das PLUS-Konzept (Harddiskonter, positioniert gegen LIDL und HOFER, Sortimentsreduzierung auf etwa 1.800 Artikel, davon die Hälfte Eigenmarken).
Alles retour war die Devise, mit der 2008 die Rückbenennung startete. Nach Angaben der Geschäftsführung kostete die Umstellung PLUS auf ZIELPUNKT 20 Mio. Euro  Betrag laut Interview CASH Ausgabe April 09
Im Geschäftsjahr 2008/09 machte ZIELPUNKT einen Umsatz von 659 Mio. €, der Verlust lag im "niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich".
Im Mai 2010 wurde ZIELPUNKT an die Beteiligungsgesellschaft BluO verkauft.

 

MARKENLEASING 

Steuerliche Vorteile oder mangelndes Kapital können Anlass für Markenbesitzer sein, ihre Marke(n) zu verkaufen und zurück zu leasen. Ein Geschäft, das diskret abgewickelt werden muss. Denn, würde der Verkauf bekannt, könnten die Konsumenten ihr Vertrauen in die Marke verlieren. Was ihren Wertverlust zur Folge hätte.
Die je nach Agentur - siehe Seitenanfang -  unterschiedlich eingestuften Markenwerte bilden die Bemessungsgrundlage für den zwischen den Partnern - Markeninhaber + Leasinggesellschaft.
In Österreich hat die IMMORENT diese Dienstleistung im Programm.

 

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