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MARKENGESCHICHTE(N)
Marken
stellen den mit Abstand größten Vermögenswert eines Unternehmens
dar. Je nach Branche schwankt dieser Wert zwischen 20 % und 94 % des
gesamten Unternehmenswertes. Die ersten drei der weltweit 100 wertvollsten Marken
waren lt. Studie
2008 brachte
Interbrand
ein neues Produkt auf den Bewertungsmarkt:
The Leading Luxury Brands widmete sich
dem Markenwert der Luxusmarken. Eine fast rein europäische Angelegenheit,
schaffte es doch nur die US-Marke Tiffany & Co.
unter die ersten Fünfzehn: Interbrand bemisst sein Ranking nach zwei Kriterien:
Bei der Bewertung
einer Marke werden von den Agenturen und Instituten ganz
unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Daher darf man bei deren
veröffentlichten Ranglisten berechtigt skeptisch sein.
Seit 2001 erstellt BBDO Consulting ein Ranking der an der Deutschen Börse (DAX) notierten Marken und zieht dazu neun Bewertungsfaktoren heran:
10 Grundsätze zur monetären Markenbewertung hat das Brand Valuation Forum, eine gemeinsame Initiative von führenden Markenbewertern unter dem Dach der Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens und der G·E·M, in einer Broschüre herausgegeben. Literatur: Alexander Schimansky "Der Wert der Marke" (ISBN-13:
9783800629848, Verlag: Franz
Vahlen) Das Marktforschungsinstitut
Millward Brown Optimor veröffentlichte
2006 ein ganz anderes Ergebnis: Die höchstdotierte österreichische Marke
(muss sich zu mindestens 45 % in österreichischem Besitz befinden) ist - lt. Studie
Marken Wert 2006 des European Brand
Institutes - RED BULL
(Markenwert 12,5 Milliarden US$). Mit großem Abstand folgt an zweiter Stelle
SWAROWSKI
(5,7 Milliarden $). Die Reihung bis Platz fünf komplettieren
SPAR (4
Milliarden $), ÖBB
(3,4 Milliarden $) und CASINOS AUSTRIA (3,1 Milliarden $).
€-Kurs 1,25
Näheres zur Ermittlung des Markenwerts auf der Website der verantwortlichen
Agentur RNG Consulting www.rng.at
Die europäischen Marken reihte das
European Brand Institute für
Im Paket, alphabetisch gereiht, bestimmt das englische
Unternehmen SUPERBRANDS®
50 Marken eines Landes und verleiht ihnen den Titel
SUPERBRAND. In Österreich erstmals am 12. Feber 2007. Konsumenten versprechen sich von einem Markenartikel eine besondere Leistung oder Qualität und sind deshalb bereit dafür ein einen höheren Preis zu bezahlen. Die Quote der markenaffinen Bevölkerung beträgt 70 %. Besonders starke Marken erreichen einen Wert, der mehr als das Doppelte des Umsatzes des Unternehmens beträgt. Computerhersteller erzielen - bei gleichem Nutzen - im Durchschnitt 55 % Mehrerlös und damit ein Mehrfaches des Gewinns, den Anbieter ohne Marke erzielen können. Unternehmen, die ihre Markenbindung um 5 % erhöhen, können zwischen 35 % und 100 % Gewinnsteigerung erzielen. Die weltweit umsatzstärksten Konsumgütermarken Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens AC Nielsen erreichen nur 43 Konsumgütermarken einen Jahresumsatz von mindestens 1 Milliarde $ und können damit als "Global Players" bezeichnet werden. Zwar waren mehr als die Hälfte der untersuchten 200 Marken weltweit vertreten, aber nur diese 43 erfüllten die Kriterien (mind. 1 Milliarde $ Gesamtumsatz in 12 Monaten, messbare Präsenz in den vier Hauptregionen (Lateinamerika, Asien/Pazifik, Nordamerika sowie Europa/Naher Osten/Afrika) und mindestens 5 % Umsatz außerhalb des Heimmarktes. Die meisten Konsumgütermarken, die diese Kriterien erfüllen, sind den Getränken zuzurechnen; es folgen Snack- und Tabakmarken. Die 43 eruierten Marken gehören 23 Herstellern; davon haben 7 (mit 8 der Marken) ihren Geschäftssitz in Europa (Beiersdorf, Danone, Diageo, Ferrero, Heineken, L`Oreal und Nestle). Beispiele für die Aufteilung der Marken nach Produktgruppen: Kohlensäurehaltige Getränke: Coca Cola, Pepsi, Fanta, Sprite, Seven Up Tabak: Marlboro, Benson & Hedges, Camel, L&M Bier: Budweiser, Heineken, Guiness Suppe: Campbell´s Cornflakes: Kellogg´s Windeln: Pampers, Huggies Tiernahrung: Whiskas, Friskies, Pedigree Rasierer: Gillette Zahnpasta: Colgate Batterien: Duracell Filme: Kodak Reinigungsprodukte: Nivea Chips: Pringles Käse: Philadelphia |
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2006 war die wertvollste Marke der Welt - laut Agentur INTERBRAND - Coca Cola (67 Milliarden $), dann folgen Microsoft und IBM. Beste europäische Marke ist Nokia (an 6. Stelle mit 30 Milliarden $), zweitbester Europäer ist Mercedes (10. Stelle, 22 Milliarden $). Beste japanische Marke ist Toyota (an 7. Stelle mit 28 Milliarden $). Beste schweizerische Marke war Nescafé (an 23. Stelle mit 12,5 Milliarden $). Marken-Weltranglisten werden auch von anderen Instituten erstellt! | ||
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Die fünf höchstbewerteten deutschen Marken in der
Reihung 2006: Mercedes
(10.), BMW (15.),
SAP (34.),
Siemens (44.),
VW (56.). Im deutschen Vergleich kam BBDO Consulting 2007 zum Ranking: Allianz (1.), Deutsche Telekom (2.), Daimler-Chrysler (3.), Deutsche Bank (4.), BMW (5.), Eon (6.), Deutsche Post (7.), Siemens (8.), BASF (9.), RWE (10.).
Die bestplatzierten Marken aus der Schweiz waren
Nescafé (23.),
UBS (42.),
Novartis (43.),Nestlé (63.) und
Rolex (72.). |
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Die stärkste Food-Marke in Österreich (Umfrageergebnis gemessen an Bekanntheit, Sympathie, Qualität und Preis/Leistungsverhältnis) ist IGLO, danach folgen Kelly`s, Soletti, Milka und Coca Cola. Wertvollste österreichische Marke ist Red Bull (8 Milliarden €). | ||
| Sortimentsübergreifend ist NIVEA auch die nach NOKIA vertrauenswürdigste Marke (Erhebung Readers Digest 2005 www.readers-digest.de) | |||
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Die Anfänge der Marke reichen in der Geschichte weit zurück: | ||
| 3000 v. Chr. verwendete man Rollsiegel (walzenförmige Steine mit eingeschnittenem Siegelbild) sie sind die ältesten Marken | |||
| 290 v. Chr. - In Pompeji ausgegrabene Brote weisen den Stempel des Bäckers auf | |||
| 15: Die an den alten Römerlagern in Österreich aufgefundenen Ziegel weisen das Legionszeichen auf | |||
| 1326 kannte man Papiermarken (= Wasserzeichen), die ältesten Marken im modernen Sinn in Österreich | |||
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1435: Die älteste Verleihung einer Marke in der Art eines Privilegiums. Friedrich, Herzog von Österreich, erteilt dem Bürger Hans Judl aus Voitsberg das Recht, in seine Messer als Zeichen einen Feuerhaken zu schlagen | ||
| 1750 wurde der Markenzwang wurde eingeführt, d. h. die Bezeichnung der Erzeugnisse mit einem eigenen Zeichen, war nun Pflicht | |||
| 1858: Das erste österreichische Markenschutzgesetz wurde erlassen. Seither besitzt der Markeninhaber das Recht an seiner Marke | |||
| ALTE BEKANNTE | |||
| Ein Musterbeispiel für Kontinuität, die Früchte trägt, ist die Maggi Würze. Die Flasche hatte 1886, im Jahre der Erfindung des populärsten Maggi-Produktes, fast die gleiche Form wie heute. Schon damals trug sie ein Etikett in Gelb-Rot. Julius Maggi gestaltete anfangs seine Werbung selbst, schuf aber bald eine eigene "literarische" Abteilung, das "Reclame und Pressebureau" und berief als deren ersten Leiter Frank Wedekind, der u. a. den Spruch "Das wissen selbst die Kinderlein - mit Maggi wird die Suppe fein" erfand. (Da hat er sich aber nicht sehr angestrengt) | |||
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Im Markt der Flüssiggewürze hat Maggi heute im traditionellen Lebensmittelhandel Alleinstellung und damit 100 % Marktanteil erreicht. Die Bekanntheit des Produkts liegt bei 96 %. | |
| Ein Lebensmittel in
rosa Verpackung auf den Markt zu bringen, das muss man sich erst mal
trauen. 1898 hat sich Josef Manner getraut. Der Inhalt waren und sind 10Stück Waffelschnitten (47x17x17mm) bestehend aus je 5 Lagen Waffelblättern und 4 Lagen Haselnussmasse mit einem Gesamtgewicht von 75 Gramm (bis April 1997 waren es nur 70 Gramm). In Österreich werden jährlich 50 Millionen Packungen verspeist, der Bekanntheitsgrad der Marke beträgt 97 %. |
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Von Anfang an - und bis heute unverändert - befindet sich auch als sogenannte "Protokollirte Schutzmarke" die Stefanskirche auf der Verpackung. | ||
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Die Zubereitung einer Schale Kaffee erforderte im 19. Jahrhundert viel Geschick. Oft verbrannten die Kaffeebohnen beim Rösten in der Pfanne. - Der Kaufmann Julius Meinl war ein exzellenter Kaffeekenner. Am 5. April 1862 gründete er sein erstes Geschäft am Wiener Fleischmarkt und bot seinen Kunden etwas ganz Neues: frisch geröstete Kaffeemischungen in gleichbleibend hoher Qualität. | ||
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| 1925
schuf der Grafiker
Joseph Binder den Mohren für die Meinl-Kaffee-Plakate. Mit
der Zeit löste der Mohr das ursprüngliche
Symbol, den Segelfrachter ab und wurde auf alle Produkte der Julius Meinl Eigenmarke
übertragen. Er ist fixer Bestandteil der Corporate Identity und zählt
heute zu den stärksten österreichischen Marken. Meinl Kaffee ist
Marktführer in Österreichs Hotellerie und Gastronomie. |
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| In einer kleinen Werkstatt bei Neuenburg (CH) begann 1826 der Chocolatier Philipp Suchard Schokolade zu erzeugen. | |||
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1888 wurde die Fabrik in Bludenz gegründet. Suchard-Bludenz bemühte sich von Anfang an nicht nur um die Qualität sondern auch um werbliche Präsenz. Bereit 1890 trug ein pferdegezogener Kraftstellwagen der General-Omnibus-Gesellschaft auf der Strecke vom Stephansdom nach Hietzing eine Suchard-Reklameschrift. | ||
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1893 wird Suchard als 1. internationale Marke registriert. | ||
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1901 ist das Geburtsjahr der "rahmreichsten" Schokolade, MILKA. Zusammengesetzt aus Milch und Kakao, daraus entstand auch ihr Name. Im charakteristischen lila Umschlag kommt sie als "Vollrahm-Chocolade" auf den Markt. Die Farbe der Verpackung ist in Österreich unter der Nummer 52877 im Markenregister eingetragen. | ||
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1950 schuf der Grafiker Herbert Leupin "Milki", die gezeichnete, lächelnde Kuh mit einer Blume im Maul und einem Rumpf, der aus einer lila "Suchard Milka" - Tafel besteht. | ||
| 1972 entstand das heute noch verwendete Markenzeichen mit der "echten" bemalten Kuh (siehe Abbildung links) als Kreation der Agentur Young & Rubicam (Art Director: Sandor Szabo). | |||
| Milka gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Marken (siehe oben) in Österreich. | |||
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1792
schenkte
in Köln ein Mönch namens Farina dem frisch vermählten Ehepaar Wilhelm und
Catharina Mülhens die Geheimrezeptur für ein "Aqua mirabilis".
Es war sowohl äußerlich als auch innerlich anwendbar. Mülhens erkannte
den Wert des Geschenks und gründete in dem von ihm 1797 erworbenen Haus
Glockengasse 4711eine Manufaktur zur
Herstellung des duftenden Wunderwassers. In der von den Franzosen seit Oktober 1794 besetzten Stadt erfreute sich das "Kölnisch Wasser" bei den Besatzungssoldaten als Geschenk für deren Frauen großer Beliebtheit. So kam es, dass sich die französische Übersetzung "Eau de Cologne" von da an fest als Gattungsbegriff etablierte. Markentechnisch war die Situation sehr verworren: mehrere Produzenten erzeugten ein "Kölnisch Wasser" und alle verbanden es mit dem Namen des angeblichen Erfinders "Farina". |
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| Nach der
Niederlage in einem langjährigen Rechtsstreit wählte Mülhens als Markennamen die Zahl 4711
und als Firmennamen die schlichte, handliche Bezeichnung: "Eau de
Cologne- und Parfümerie-Fabrik Glockengasse No. 4711 gegenüber der
Pferdepost von Ferd. Mülhens". Die Zahl 4711 ging damit rund um die Welt und ist heute in über 60 Ländern präsent. Erst die Symbiose aus Flascheninhalt und Verpackung schaffte die Identität und das Image, das zum Erfolg führte. |
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Im Jänner 2007 erwarb die Firma Mäurer + Wirtz die Markenrechte an 4711. Das Paket umfasste mehr als 1.000 Marken. Die älteste Abb. links stammt aus dem Jahr 1895 - Registernummer 5261. 4711 ist als Gemeinschaftsmarke und als internationale Marke registriert. | |
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1932 entstand durch eine Fusion der Kfz-Produzenten AUDI, Horch, Wanderer und DKW die AUTO-UNION. Diesen Zusammenschluss der vier Firmen soll das Logo mit den vier Ringen symbolisieren. | |
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1886 mixte der Apotheker Pemberton
die Coca-Cola Basis; bis heute nur geringfügig verändert und streng geheim. |
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1929 Erste Abfüllung in Deutschland,
Markteinführung in Ö. |
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1965 scheiterte der Versuch einer Rezepturänderung: nach massiven Kundenprotesten wurde "New Coke" vom Markt genommen und der alte Zustand wieder hergestellt. Mit Ausnahme der von den USA boykottierten Olympischen Sommerspiele in Moskau sponserte Coca-Cola alle Olympischen Spiele und die Fußballweltmeisterschaften. |
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| Steuerliche Vorteile oder mangelndes Kapital können
Anlass für Markenbesitzer sein, ihre Marke(n) zu verkaufen und zurück zu
leasen. Ein Geschäft, das diskret abgewickelt werden muss. Denn, würde der
Verkauf bekannt, könnten die Konsumenten ihr Vertrauen in die Marke
verlieren. Was ihren Wertverlust zur Folge hätte. Die je nach Agentur - siehe Seitenanfang - unterschiedlich eingestuften Markenwerte bilden die Bemessungsgrundlage für den zwischen den Partnern - Markeninhaber + Leasinggesellschaft. In Österreich hat die IMMORENT diese Dienstleistung im Programm. |
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