WERBUNG MERCHANDISING CORPORATE IDENTITY DOPING AMBUSH-MARKETING
SPONSORING
|
Die heutige Sonntagsmesse widmet Ihnen: Bäckerei Gruber - Erzeugung von Oblaten und Gnadenbroten |
||
| Noch wird während der Messfeier der Klingelbeutel durch die schon sehr lichten Reihen der Gläubigen gereicht und nimmt die immer spärlicher werdenden Spendengelder auf. Doch vielleicht greift auch die Kirche einmal auf die finanziellen Wohltaten des Sponsorings zurück. Die Kunst, der Sport, das Sozialwesen, der Umweltschutz und der Bildungssektor haben diese Quelle bereits angezapft. Auch Gesundenuntersuchungen werden gesponsert. Allerdings nur für besondere Körper. Der spanische Fußballklub Real Madrid ließ sich den Fitnesstest seiner Neuerwerbung David Beckham von einer privaten Krankenversicherung sponsern und erhielt dafür 380.000 €. Damit war schon ein Prozent der an Manchester United zu entrichtenden Ablösesumme wieder herinnen. |
||
| Sport-, Kultur-, Umwelt-
und Sozialprojekte, groß ist die Palette aus der potentielle
Geldgeber wählen können. In Deutschland wenden die Unternehmen ein Sechstel ihres Werbebudgets für Sponsoring auf. 4/5 setzen auf Sportsponsoring. Begünstigste Sportart ist Fußball (75 %), gefolgt von Handball (43 %) und Reiten (36 %) 3/4 der Firmen sponsern die Kultur, 60 % Soziales, 50 % Bildungsstätten. 2008 wurden in Deutschland 4,5 Mrd. € in Sponsoringaktivitäten investiert. Studien auf www.faspo.de und www.pleon.de
Auch in der Schweiz fließen eine Menge
Franken in Sponsoringbudgets. Laut Schweizer
Sponsoring-Barometer 2008/09 sind es 10,5 % des gesamten
Werbevolumens von 5,86 Mrd. Franken (4 Mrd. €), also rund 600 Mio. CHF. |
|
|
|
Sogar in Sachen Pazifismus finden sich Spender. Als der Österreicher Andreas Siebenhofer mit seinem Motorgleiter, 2.000 Unterschriften im Gepäck, vor dem Petersdom aufsetzte, brachte ihn diese Aktion in die Schlagzeilen der internationalen Presse. |
| In weiterer Folge gab es für
ihn TV-Auftritte in mehreren Ländern. Immer groß im Bild: das Logo des
Sponsors, der Investmentgesellschaft AMIS auf Siebenhofers
Bekleidung. Mit einem relativ geringen finanziellen Aufwand erreichte
AMIS
eine große Werbewirkung. Auch die Schiedsrichter und ihre Assistenten
in der österreichischen Fußball-Bundesliga tragen auf den Ärmeln
ihrer Dressen das AMIS-Logo. Man sagt, ein guter Schiedsrichter sei der,
der nicht auffällt. Fein für den Werber, dann gilt die Aufmerksamkeit
ihm. Im Herbst 2005 kam AMIS ein wenig ins Schleudern. Anlegergelder in Millionenhöhe wurden "vermisst". Der Prozess folgte im Dezember 2007. Ein Härtefall auch für die Gesponserten. Bis dahin betrug für Gesamtösterreich das geschätzte Sponsoring-Budget 250 Mio. € pro Jahr. Davon flossen 75 Prozent in den Sportsektor. |
|
![]() |
AMIS-Konkurrent QUADRIGA setzt auf Fußball und Autorennen. Als Hauptsponsor des sportlich erfolgreichen FC-Tirol platzierte QUADRIGA sein Firmenlogo, einen Stier, auf den Spielerdressen. Als der Verein 2002 wegen chronischer finanzieller Formschwäche dahin schied, blieb dem Fond-Verkäufer noch der FC-Pasching. Und mit dem Klub aus einer kleinen oberösterreichischen Gemeinde hatte der Bulle aufs richtige Pferd gesetzt. FC Superfund- (ein QUADRIGA-Produkt) Pasching behauptete sich erfolgreich, sowohl in der nationalen Meisterschaft, als auch in internationalen Bewerben (UI-Cup, UEFA-Cup). |
| Im internationalen Fußball betätigt sich Quadriga als Hauptsponsor des französischen Meisters und Champions-League-Gewinners AS Monaco, der das Superfund-Logo am Rücken der Dressen trägt. Weit mehr investiert
QUADRIGA in den Motorsport. Mit der "Formula
Superfund" hat QUADRIGA im Jahr 2005 eine eigene Rennserie
gestartet. Sie wird in Europa gefahren und umfasst zehn Rennen. .... Wertverluste zwischen 30-35% beim Superfund B können regelmäßig eintreten, aber auch darüber hinaus gehende Wertverluste sind bei allen Quadriga und Superfund Produkten ebenso möglich, wie ein Totalverlust des Kapitals. In der italienischen Serie A engagiert sich das Casino Seefeld. Beim Spitzenklub AS Roma und drei weiteren Vereinen ist das Casino Seefeld auf der Bandenwerbung präsent. Die dafür investierten Sponsorbeträge bringen neben dem Casino das Land Tirol und die Gemeinde Seefeld auf. Grund: 1/3 der Casinobesucher kommen aus Italien.
Mit 360 Millionen Euro erwirtschaften die
Clubs der deutschen Fußballbundesliga die höchsten
Sponsoringeinnahmen in Europa.
Quelle: Deloitte "Annual
Review of Football Finance" 31/05/07 |
|
| Auch die Salzburger
Brauerei
STIEGL fördert die Bundesliga, darüber hinaus sponsert sie
mit rund 1 Mio. €
den ÖFB-Cup, der dafür seit 2003
STIEGL-Cup
heißt. Das Finale wird immer in
Salzburg ausgetragen. Spitzenklubs der Fußball-Bundesliga bekommen von ihrem Hauptsponsor durchschnittlich 1,5 Mio. € pro Jahr, die Kleinen machen es darunter. 3,5 Millionen Euro pro Jahr soll es T-Mobile wert sein, damit sich die Bundesliga bis Ende der Saison 07/08 als T-Mobile-Bundesliga präsentiert. 2005 forderten T-Mobile, die Casinos Austria und die Kronen-Zeitung eine Reduzierung ihrer Zahlungen an die Bundesliga bzw. an von ihnen gesponserte Vereine. Begründung: Ein Rückgang der Einschalt-Quoten habe einen Verlust an Werbewert - angeblich um 30 Prozent - nach sich gezogen. Nach kurzen Neuverhandlungen kam es zu einer Einigung, von den Vertragspartner als "Tarifanpassung" bezeichnet. Für die Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 schloss die Bundesliga mit Tipp3 und T-Mobile gemeinsam eine Sponsorvereinbarung ab. Für die Saisonen Jahre brachte ihr das laut Pressemeldungen runde 6 Mio. €. Tipp3 und T-Mobile verlängerten ihren Vertrag bis zur Saison 2013/14 für rund 3 Mio. € / Jahr; im Gegenzug bekommt die heimische Liga die Bezeichnung: tipp3 Bundesliga powerd by T-Mobile Die zweithöchste Spielklasse lief unter der Bezeichnung ADEG ERSTE LIGA, dem Namen ihres Hauptsponsors, der sich diese Ehre von der Saison 08/09 bis 30. Juni 2010 gesichert hat. Der Bezahlsender SKY versprach der Österreichischen Bundesliga für die TV-Rechte von 2010/11 bis 2012/13 8,5 bis 9,0 Mio. € pro Saison. 12 Spiele pro Saison im Free TV sollten dem ORF 6 Mio. € wert sein. Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) nahm 2008 mit der Vergabe von TV-Rechten 5,25 Mio. € und durch Sponsoring weitere 4,5 Mio. € ein. Die beiden höchsten Spielklassen im spanischen Fußball, Primera Division + Liga adelante, dürfen sich über einen Dreijahresvertrag mit dem spanischen Geldinstitut Banco BBVA freuen. 60 Mio. € werden auf die Vereine verteilt. Klubs der ersten Liga erhalten 600.000 €/Jahr, jene der zweiten 360.000 €/Jahr. |
| Mit der Bekanntheit der Marke, im
Sport also des Vereinsnamens, steigt natürlich der Werbewert.
NIKE,
der Hauptsponsor des weltweit wirtschaftlich erfolgreichsten
Fußballklubs Manchester United, zahlt
dafür in den nächsten 13 Jahren 303 Mio. £ (Juventus Turin ist
NIKE 13 Mio. Euro jährlich
wert), Vodafon ließ für den Aufdruck seines Logos auf
den United-Leibchen 30 Mio. £ in
die Klubkassa fließen (2000 bis 2003), für den Zeitraum 2004 bis 2007
wurde ein Vertrag über 36 Mio. £
abgeschlossen, der von Vodafon wegen ausbleibender
sportlicher Erfolge mit Sommer 2006 aufgelöst wurde. Ersatz wurde mit dem
weltweit größten
Versicherungskonzern American International Group (AIG) gefunden, der gut
16 Mio. £
jährlich (seit 1. Juni 2006) für vier Jahre (gesamt 65,5
Mio. £) bezahlt(e). Obwohl die AIG im September
2008 vom Staat gerettet werden musste, versprach sie die Einhaltung der
eingegangenen Verpflichtungen. Mit Beginn der Saison 2010/11 wurde der
Versicherer Aon neuer Trikot-Sponsor.
Aon lässt sich das pro Saison
20
Mio.
£ kosten. Budweiser, Pepsi, Wilkinson, Lycos.co.uk, Dimension Data und Fuji-Film bezahlen als so genannte Platin-Sponsoren ebenfalls bedeutende Beträge für die Nutzung des Global Brand Manchester United. Die Bilanz des Geschäftsjahres (31. Juni 2005) erweist ManU als Ausnahme im Reigen der umsatzstärksten europäischen Fußballvereine. Das zeigt sich auch in den Aktienkursen. Im Mai 2005 betrug der Börsenwert der 259,7 Millionen Aktien 790 Mio. £ (1,16 Milliarden €). Als Bruttogewinn verblieben 2003 46 Mio. £, 2004 waren es sogar 58 Mio. £. 2007 gab es einen Verlust von 21 Mio. £ weil der Verein 45 Mio. £ Zinsen für seine Schulden in der Höhe von 700 Mio. £ - die ihm Malcolm Glazer aufgebürdet hat - zahlen musste. Umsatz 2008/09 279 Mio. ₤, Operatives Ergebnis 91,3 Mio. ₤, Schuldenzinsen 68,5 Mio. ₤. |
Einnahmen der
führenden europäischen Fußballvereine in Mio. €
| 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | ||
| Real Madrid | 1. 270 | 1. 292 | 1. 351 | 1. 366 | 1. 401 | Barcelona | 6. 210 | 2. 259 | 3. 290 | 3. 309 | 2. 366 | 1. 445 | |
| ManU. | 2. 250 | 4. 242 | 2. 340 | 2. 325 | 3. 327 | Bayern M. | 7. 195 | 8. 205 | 7. 226 | 4. 295 | 4. 290 | ||
| AC Milan | 3. 237 | 5. 238 | 6. 227 | 8. 210 | 10. 197 | Liverpool | 8. 183 | 10.176 | 8. 199 | 7. 211 | 7. 217 | ||
| Juventus | 4. 232 | 3. 251 | 12.145 | 11. 168 | 8. 200 | Inter Mailand | 9. 180 | 7. 206 | 9. 195 | 10. 173 | 9. 197 | ||
| Chelsea | 5. 225 | 6. 220 | 4. 283 | 5. 269 | 6. 242 | Arsenal | 10. 174 | 9. 192 | 5. 264 | 6. 264 | 5. 263 | ||
|
Quellen: Geschäftsberichte, Deloitte/Internat. Presse |
|||||||||||||
| Real Madrid
hat auch einen stolzen Schuldenberg. Ende 2007 waren es lt. Präsident
Ramon Calderon 300 Mio. €.
Außenstehende sprachen von 500 Mio. €, im Juni 09 hat man bereits 564 Mio.
€ zu schleppen, trotzdem konnte Real
problemlos einen Kleinkredit über 150 Mio. € für den Kauf von Kaká und
Cristiano Ronaldo aufnehmen. Auf der Generalversammlung im September 09
bezifferte Präsident Florentino Pérez die Schulden mit 325 Mio. €. Der FC Valencia erarbeitete in der Saison 08/09 einen Verlust von rund 70 Mio. € und vergrößerte damit seine Schulden auf 500 Mio. €. Ein Kredit über 74 Mio. € sicherte Valencias Teilnahme an der Meisterschaft 09/10. Malcolm Glazer, übertrug die Kredite, die er für den Erwerb von Manchester United aufgenommen hatte, dem Verein. Daher war Manchester United Ende 08 mit 750 Mio. ₤, Ende 2009 mit 700 Mio. ₤ verschuldet. Zinszahlungen 2008/09 68,5 Mio. ₤ Schuldenstand des FC Liverpool Ende 2008: 736 Mio. ₤. Bankschulden im Juli 09: 350 Mio. ₤ Arsenal Gewinn 2008/09 38,14 Mio € (2007/08: 27,85 €) Schulden 2008/09 297 Mio. ₤, Zinszahlungen 2008/09 16,6 Mio. ₤ Inter Milan meldet für die Saison 07/08 einen Verlust von 148 Mio. €, noch etwas schlechter lief es 08/09 mit einem Verlust von 154 Mio. €. Ausgaben für Gehälter 07/08: 175 Mio. € 08/09: fast 200 Mio. € FC Barcelona musste im Juli 2010 150 Mio. € auftreiben, obwohl er die Saison 09/10 laut Auskunft von Präsident Laporta mit einem Nettogewinn von 9 Mio. € abgeschlossen hatte. Deloitte & Touche dagegen errechneten ein Minus von 77,1 Mio. €. Die Ausgaben beliefen sich auf 429 Mio. €, davon entfielen mehr als 300 Mio. € auf Gehälter, Prämien und Ablösesummen. |
|||||||||||||
| Eine Studie der Universität Barcelona
weist für die 20 Vereine der
Primera Division einen
Gesamtschuldenstand von 3 Mrd. € aus.
April 2009
2010
waren die Gesamtschulden schon auf 3,5 Mrd. €
geklettert. Als Sicherheit für einen 150 Mio. €-Kredit, mit dem Real Madrid den Kauf von Cristiano Ronaldo und Kaká finanzierte, reichte den Banken (Santander + Sparkasse Caja Madrid) Reals Einnahmen aus den TV-Rechten für die Meisterschaftsspiele der nächsten sieben Saisonen (bis 2016/17) in der Höhe von 1,1 Mrd. €. Juni 2009 Madrider Lokalpolitiker befinden, dass sie ein Grundstück, das sich im Besitz von Real befindet, ganz, ganz dringend brauchen und blättern dafür 440 Mio. € auf den Tisch.
2008 betrug der Schuldenstand von
Inter Mailand 394 Mio. €,
Lazio Rom 120 Mio. €,
AS Rom 106,5 Mio. €.
Handelsblatt 77/2009 Fünf Fußballvereine haben einen Wert von jeweils mehr als 1 Mrd. $: Arsenal London, Bayern München, Liverpool, Manchester United, Real Madrid. Forbes 4/09 Namenssponsor der englischen
Premier League ist seit 2004 die
Barclays Bank. Für den Zeitraum 09/10 bis
11/12 ließ sich das Institut diese Ehre
69 Mio. € kosten. Die Aktionäre der englischen
Spitzenklubs sehen sich nicht als Sponsoren. Sie erwarten eine gute
Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals. Auf 350 Mio. £ (vorher
45 Mio. £) stiegen die Schulden des
FC Liverpool nach der Übernahme durch die neuen amerikanischen
Besitzer (George Gillet,
Tom Hicks), die den Kaufpreis mit
einem Kredit bei der Royal Bank of Scotland RBS (nach
der Kreditkrise zu 80 % in Staatsbesitz) finanzierten, dessen Rückzahlung
sie auf den Verein wälzten. Die Namensrechte am neuen
Stadion sollen an den dänischen Brauer Carlsberg
gehen, der inkl. Saison 2009/10 auch Trikotsponsor ist.
2010/11 bis 13/14 gibt Liverpool diese Ehre der Standard
Chartered Bank weiter und kassiert dafür
~22 Mio. €
pro Saison. Damit der Verein im Juli 10 fällige Kredite begleichen kann,
hat die Barclays-Bank ein Hilfspaket über 300 Mio.
£ bereitgestellt. 160
Mio. Euro (inkl. Schuldendeckung) musste der
isländische Keksproduzent Björgolfur Gudmundsson für Westham United auf
den Tisch legen. Im Verlauf der Bankenkrise kam der Isländer finanziell
ins Schleudern und verkaufte im Juni 2009 den Verein an die
Investorengruppe CB Holding. 2010 war der
Verein je zur Hälfte Eigentum isländischer Banken und der beiden Engländer
David Sullivan + David Gold.
Newcastle United war Herrn Mike Ashley
im Mai 2007
134 Mio. £ Kaufpreis und weitere
110 Mio. £ für die Schuldenabzahlung wert. Im Sep. 2008 begab
er sich auf die Suche nach einem neuen Käufer. Im Juni 2009 suchte er noch
immer. Dabei verlangte er bloß 114 Mio. €. Den ältesten Fußballklub der Welt, den
Viertdivisionär Notts County, kaufte im Juli
2009 der Investor Munto Finance (Dubai) gegen
Übernahme der Schulden (1,2 Mio. €). Günstiger kam Adidas der 10-Jahres-Ausrüstervertrag mit Olympique Lyon: 50 Mio. € (5 Mio. / Jahr) ab Saison 2010/11. Ende 2008 hatten die Vereine der englischen
Premier League einen Schuldenberg von
2,5 Mrd. £ angehäuft. Die 36 Vereine der Deutschen
Fußballliga (DFL) erreichten in der
Saison 2008/09 einen Umsatz von
2,03 Mio. €.
Größte Einnahmequellen waren TV-Gelder (594 Mio.
€), Werbung (573 Mio.
€) und Kartenverkäufe (425 Mio.
€). 100 Mio. €
für fünf Jahre, dann 50 Mio. €
für drei Jahre Logoplatzierung (ab Saisonbeginn 2006/07) auf den bisher
werbefreien Dressen des FC Barcelona soll
bwin dem spanischen Meister geboten haben. Der hat dankend
abgelehnt und wirbt weiter kostenlos für UNICEF.
Mit Beginn der Saison 2006/07 und bis 2010 sollte
Real Madrid von BenQ Mobile
24
Mio. € pro Jahr erhalten. Der
Konkurs des Sponsors im Jänner 2007 beendete den Geldfluss schon nach
wenigen Monaten. |
| Nach dem Gewinn des WM-Titels 1998
lukrierte Frankreichs Fußballverband jährlich
21
Mio. € an Sponsorengeldern. Nach
dem EM-Sieg 2000 waren es schon 35
Mio. €,
2004 bereits 40
Mio. €. Dazu trugen im
Jahr 2004 die Warenhauskette Carrefour 7
Mio. € und Adidas 4
Mio. € bei. Drei Stars der Nationalmannschaft konnten besonders gut dotierte Privatsponsor-Verträge abschließen: Zinedine Zidane mit dem Nahrungsmittelkonzern Danone (für 11 Jahre!), Thierry Henry mit Coca Cola und Nike, Fabien Barthez mit McDonald´s. |
|
| Die Sponsoren der Fußball-EM 2004 ließen sich das Recht zur Verwendung des Euro-Logos insgesamt 150 Mio. € kosten. Außerdem dürfen sie sich auf ihren Werbeschaltungen als "OFFICIAL PARTNER" der EM bezeichnen. | |
| Insgesamt erzielte die
UEFA
anlässlich der EM 2004 Einnahmen von
840 Mio. € (davon entfielen auf die weltweiten Medienrechte
552,6
Mio. €). |
|
![]() |
Zehn sorgfältig auserwählte Sponsoren -
und damit noch weniger als 2004 - erhielten von der UEFA die Werberechte
für die EM 2008:als global (Premium) Sponsoren BenQ,
Castrol,
Adidas,
Continental, als Top-EM-Partner Coca Cola, Hyundai/Kia, JVC, MasterCard,
McDonald`s, Carlsberg. Dazu noch je vier Unternehmen, welche sich
die Verbände der beiden Veranstaltungsländer aussuchen dürfen und die für
Kampagnen auf nationaler Ebene sämtliche Markenzeichen, Logos und
grafische Elemente verwenden können, die für diese Veranstaltung stehen. Fast 50 % der erwarteten 1,25 Mrd. € Einnahmen stammen aus europäischen TV-Rechten, den Rest sollen die 17 Sponsoring-Partner (370 Mio. €) und der Eintrittskartenverkauf (140 Mio. €) beisteuern. |
|
Nationale Sponsoren Schweiz:
UBS,
Swisscom, FERRERO,
Hublot Nationale Sponsoren Österreich: Telekom Austria,
Post AG, UniCredit,
Hublot Eine am 2. Turniertag vom Marktforschungsinstitut TNS Emnid durchgeführte Studie ergab, dass 40 % der Befragten keinen EM-Sponsor nennen konnten. Als bekanntester EM-Sponsor erwies sich mit 27 % Coca Cola. Etwas besser sahen die Erinnerungswerte an die Sponsoren der Vierschanzen-Tournee 2008/09 aus. Eine andere Formulierung der Ergebnisse und nur 300 Interviewte (Zielgruppe 14 bis 65, mindestens ein Springen im Fernsehen gesehen). An Milka als Sponsor konnten sich 54 % erinnern, an Jack Wolfskin 27 %, an Fischer Ski 9 % und an Audi und Viessmann (Heiztechnik) je 8 %. Umfrage Sport+Markt Köln
Auch an Sponsoren, die an der Berliner
LA-WM 2009 gar nicht vertreten waren,
erinnerten sich die Testpersonen bestens: Verunsicherung bei den Sponsoren der Deutschen Bundesliga erzeugte im Herbst 2009 die Studie "Fußball Kompass" des Beraters IFM. Danach werden mehr als die Hälfte der Sponsoren von den Fans gar nicht wahrgenommen (Ungestützte Erinnerung: <1 %). Insgesamt fließen pro Jahr rund 600 Mio. € Sponsorgelder an die Bundesligavereine. www.ifm-sports.com |
|
|
EURO 2008 Ambush- Marketing mit Augenmass und Hebelkraft... juristisch einwandfrei.
SGC |
AMBUSH-MARKETING - Schmarotzer-Marketing Vom Image sportlicher
Großanlässe wie Olympischen Spielen oder Fußball-Weltmeisterschaften
versuchen auch Trittbrettfahrer zu profitieren. Ohne selbst als Sponsor
finanzielle oder materielle Beiträge zu leisten, bieten Unternehmen ihre
Waren und Dienstleistungen unter Bezug auf die Veranstaltung an. |
|
Ambush-Marketing-Kampagnen während der Fußball EM 2008:
Media-Markt, Inzersdorfer (witzige Werbung für die Dosenfertiggerichte z.
B. Ich habe fertig, ...), Ottakringer (Das
inoffizielle Fan-Bier), Triumph (Werben
mit Sex), Mars. |
|
|
|
Nationalratswahlen sind zwar nicht so beliebt wie
Sportveranstaltungen, ihre Kampagnen werden aber mit noch größerem Werbedruck geführt. Sie sind daher idealer
Anlass für Ambush-Aktivitäten. Noch dazu, weil eine juristische Gegenwehr
nicht zu befürchten ist, da keine Markenrechte verletzt werden können. Angelehnt an die Layouts der Parteiplakate anlässlich der NR-Wahl 2008 startete McDonalds Ende August eine 1-€-Cheeseburger-Aktion. |
| Wirkt besonders gut, wenn
es neben einem "echten" klebt. siehe Bild
oben links Im Vorfeld der NR-Wahl 2006 gestaltete Baumax ein Plakat für die Liste Preis + Wert. Headline: Österreich wählt bauMax-x |
|
|
|
VERZINSTE
TORE: Mit der Bayern-Sparkarte
und der Bayern-Mastercard kopierte die Hypo-Vereinsbank
ein englisches Vorbild (Kooperation Manchester
United mit der EBNA Europa Bank).
Mit jedem zehnten Tor, das Bayern München schießt, steigt der Zinssatz
um 0,1 %. Mit Meisterschaftsende fällt die Verzinsung wieder auf den
Ausgangswert zurück. Gewinnt Bayern den Meistertitel, gibt es zusätzlich
noch 5 % für die Dauer eines Monats. |
| Ein ähnliches
Zinskonzept kreierte auch die Raiffeisenbank NÖ-Wien.
Ihr "First-Vienna-Konto" verspricht mit jedem zehnten Heimspieltor des
First Vienna Football Clubs eine Erhöhung des
Basiszinssatzes (1,8 %) um 0,1 Prozent. Die
deutsche Postbank verknüpfte die
Verzinsung ihres Anlageprodukts „Bonus-Volltreffer“
mit dem Abschneiden der Deutschen Fußballnationalmannschaft
an der EM 2004. Die Volksbank Sindelfingen kombinierte Spiel mit Sparen. Wer ein Sparbuch mit einer Einlage von € 5.000,- eröffnete konnte auf den Aufstieg eines Teams tippen. Lag er richtig, wurde ihm ein Bonus zuerkannt, der für Außenseiter höher war, als für die Favoriten.
Die österreichische PSK
brachte anlässlich der EM 2008 ein Fußballsparbuch auf den Markt.
Garantierte 2 % Zinsen pro Jahr können sich zu 7 % aufplustern, wenn die
Aktienkurse der 8 offiziellen + 4 nationalen Sponsoren um acht oder
mehr Prozent steigen UND während der EM mindestens
80 Tore (ohne Elfmeterschießen nach der Verlängerung) erzielt werden. Die
Deutsche Telekom investiert im Jahr bis zu
20 Mio. € in das Team von Bayern München
(bis 2010) und bleibt auch danach (bis 2013) Hauptsponsor (Trikotwerbung).
Angeblich sollen es dann, abhängig von internationalen Erfolgen, sogar bis zu
25
Mio. €
pro Saison werden. Weiters darf die Telekom
exklusiv über Spieler und Vereinsinterna auf ihrer Mobil-TV-Plattform
berichten.
Manchmal gibt es exakte Zahlen. In der Bilanz zum 31.
Dez. 2009 von Der Sport-Marketing-Berater Sport
+ Markt -
www.sportundmarkt.de - erhob in acht europäischen Fußballligen
die Einnahmen der 1. Leistungsklasse aus Trikotwerbung (EUROPEAN
JERSEY REPORT 2009/10): Vier
Top-Partner (Bitburger, Deutsche Post,
Deutsche Telekom, Jack Wolfskin) zahlen pro
Saison jeweils ca.
3
Mio. €
in den Vermarktungspool des DFB-Pokals.
Sieben Spot-Partner (Bauhaus, Buderus, Commerzbank, Fischer, Hörmann,
Kärcher, VW) zahlen für die Bandenwerbung bei den TV-Übertragungen. Für
gesamt mindestens
45
Mio. € / Saison kommen
ARD, ZDF und
Sky auf. Die Vereinbarungen gelten für drei
Spielzeiten (09/10 bis 11/12). Viel Geld für einen Verein der Zweiten Bundesliga:
Union Berlin angelte sich die Firma International
Sport Promotion (ISP) für fünf Jahre als
Hauptsponsor und erhält beginnend mit 2009/10 pro Saison 2
Mio. €. |
|
|
|
Seit 2009 ziert das Logo des in der Steirermark und in Kärnten tätigen Bestatters PAX die Trikots des steirischen Fußballklubs 1. FC PAX Gratkorn, einem Verein der ADEG Erste Liga, der zweithöchsten österreichischen Leistungsklasse. 2010 war PAX mit 5,8 Mio. € Schulden selbst am Sterben. |
|
|
Auf der Suche nach einem Hauptsponsor erschloss der österreichische Zweitligist Austria Lustenau eine neue Quelle: In Anlehnung an die unterschiedlich erfolgreichen Hausversteigerungen, bot der Verein den Schriftzug auf seinem Trikot als Preis einer Verlosung. 555 Gutscheine wurden aufgelegt, |
|
Stückpreis 1.000,- €. Der Gewinner
kam also sehr günstig zu Hauptsponsorehren. |
|
![]() |
Tennis Borussia Berlin, deutscher
Fußballverein aus der vierten Leistungsklasse, ließ am 27. 7. 2009 sein Trikotsponsoring
unter den Käufern der 95 -
von 250 aufgelegten -
Lose (Lospreis
500,- €) ziehen. Gewinner war die Versicherungsgesellschaft FEUERSOZIETÄT. Neben dem Hauptpreis gab es noch weitere 9 Gewinne. Das Ärmelsponsoring gewann ein Fan, die drei Werbebandenflächen á 6 Meter gingen an den Langzeitsponsor Land Fleesensee, den lesbisch-schwulen Schwimmverein Isarhechte aus |
|
München und einen Fan, der seine Heimatstadt Wittenberg bewerben will. Weiters gab es noch fünf Werbebandenflächen á 3 Meter zu gewinnen. Die Namensrechte an den Stadien bringen ebenfalls Sponsorgelder. In der Allianz-Arena spielen Bayern-München und 1860, bis 2007 trug der Hamburger SV seine Heimspiele in der AOL-Arena (es gab 18 Mio. Euro für fünf Jahre) aus, seit Juni 2007 heißt das Stadion HSH Nordbank Arena (sollte für sechs Jahre 25 Mio. € bringen, endete jedoch vorzeitig mit 31. 12. 2009), es gibt die Commerzbank-Arena (Frankfurt), die AWD-Arena (Hannover), den Signal Iduna Park (Dortmund), das easyCredit-Stadion (Nürnberg), die LTU-Arena (Bayer Leverkusen), die Mercedes Benz-Arena (Stuttgart), die Veltins-Arena (bringt Schalke 04 bis 2015 ~4 Mio. € /Jahr), RheinEnergieStadion (1. FC Köln), Volkswagen Arena (VfL Wolfsburg). Arsenal London spielt in Zukunft im Emirates Stadion und erhält dafür über einen Zeitraum von 10 Jahren von Fly Emirates 145 Mio. €. Das EM-Stadion in Klagenfurt bekam 2007 den Namen Hypo Group Arena. Die Hypo-Alpe-Adria-Bank legte dafür im Voraus für zehn Jahre 5 Mio. € auf den Tisch des seit 2010 zweitklassigen SK Austria Kärnten. Partner der deutschen Schiedsrichter ist DEKRA, das sich diese Ehre 1,5 Mio. € pro Saison kosten lässt. Neben den NIKE-Geldern
(s. o.) erhält Juventus Turin
65 Mio. € pro Jahr vom Pay-TV-Sender SKY, knapp
11 Mio. € jährlich vom Berlusconi-Sender MEDIASET und 10
Mio. € / Jahr für ausländische Übertragungsrechte. Bayern München
erhält 28 Mio. € / Jahr TV-Gelder,
Werder Bremen 26 Mio. € / Jahr, der HSV
24 Mio. € Quelle: Ernst & Young Real Madrid kassiert vom Sender
Sogecable bis 2008 55 Mio.
€ / Jahr, danach bis 2013 120
Mio. € / Jahr vom Unternehmen
Mediapro. Der FC Barcelona schloss im Sommer 2010 mit Mediapro einen Vertrag über
150 Mio. € / Jahr ab. Laufzeit ab Saison
2010/11 bis 2013/14. Manchester United und Chelsea bekommen aus TV-Einnahmen erfolgsabhängig zwischen 60 und 70 Mio. € pro Jahr. Generalsponsor der
Deutschen Fußballnationalmannschaft
ist Mercedes Benz (13 Mio. €
/ Jahr), daneben gibt es fünf Premium-Partner (Bitburger,
Coca-Cola, Commerzbank, Deutsche Telekom, Sony), die zwischen
1,5 und
3 Mio. € / Jahr
investieren und vier Partner (Lufthansa, McDonalds, Nivea,
Rewe) die 500.000 € bis
3 Mio. € / Jahr
beisteuern. Daten: Sponsors Hingegen konnte NIKE bei der Nationalmannschaft Frankreichs ADIDAS ausstechen: Ab 2011 40 Mio. € / J war den Amerikanern der Ausrüstervertrag wert.
Die Englische
Fußballnationalmannschaft läuft in Dressen der Marke
UMBRO (ehem. englischer Bekleidungs- und
Sportartikelhersteller, nunmehr im Besitz von NIKE) auf den Platz.
Dafür erhält der Englische Fußballverband
(FA)
jährlich 34
Mio. €.
PUMA sorgt für die Dressen der
Italienischen
Fußballnationalmannschaft und macht dafür
16,5
Mio. € pro
Jahr locker. Informative Websites: www.borussia-aktie.de www.transfermarkt.at |
|
| Der Weltfußballverband
FIFA beziffert seine
Einnahmen anlässlich der WM 2006 mit 1 Milliarde
Euro aus den
TV-Rechten und
580
Millionen Euro aus Marketing-Rechten. 2009 erzielte die FIFA bei einem Umsatz von 1.059 Mio. $ einen Gewinn von 210 Mio. Franken (196 Mio. $, 150 Mio. Euro). Fernsehrechte brachten ~700 Mio. Franken, Marketingrechte rund 300 Millionen Franken. Die Marketingrechte an der WM 2010 verschafften der FIFA Einnahmen von 815 Mio. €. Mit Coca-Cola, Sponsoring-Partner seit 1950, hat die FIFA einen Vertrag bis 2022. Der Getränkekonzern ist gemeinsam mit Anheuser-Busch (seit 1986 offizielles WM-Bier), Avaya, Adidas, Continental, Deutsche Telekom, Fly Emirates, Fuji Film, Gillette, Hyundai, Master Card, McDonalds, Philips, Toshiba und Yahoo einer der fünfzehn Weltpartner (Hauptsponsoren). Sechs nationale Partner (Deutsche Bahn, EnBW, Hamburg-Mannheimer, Obi, Oddset, Postbank) zahlen ebenfalls in den FIFA-Topf. 2007 schied Master Card aus der exklusiven Gruppe der sechs Premium-Sponsoren aus (in einem Vergleich zahlte die FIFA 90 Mio. $ an Master Card) und wurde durch den Konkurrenten Visa ersetzt, der sich diese Ehre bis zum Jahr 2014 angeblich 170 Mio. Dollar kosten ließ. Die anderen fünf sind: Adidas, Coca-Cola, Emirates Airlines, Hyundai, Visa, Sony. Sony blätterte für seinen Sponsoringvertrag - Zeitraum 2007 bis 2014 - 350 Mio. $ auf den Tisch der FIFA. Mehr als 3 Mrd. Euro brachte die WM 2010 der FIFA. Inklusive der Sponsoreinnahmen von ihren Partnern der Kategorie 1 (Adidas, Coca-Cola, Emirates Airlines, Hyundai, Sony und dem südafrikanischen Mobilfunker MTN), 2 (Master Card und McDonalds) und 3 (sechs südafrikanische Unternehmen). Nach Presseinformationen gab es je 100 Mio. $ pro Kategorie 1Partner. 3,8 Mrd. $ erwartet die FIFA aus dem Verkauf der Fernseh- und Werberechte für die WM 2014 in Brasilien.
Die UEFA
(Europäischer Fußballverband) hat die europäischen Fernsehrechte
für die EM
2008 an die Agentur SPORTFIVE für
600 Mio. € abgetreten. Für die Ausstrahlungsrechte von 17 Champions-League-Spitzenspielen und 29 UEFA-Cup-Partien pro Saison ab 2008/09 bis 2011/2012 überwiesen SAT 1 + Premiere geschätzte 80 Mio. € an den Europäischen Fußballverband. "Offizielle Partner" der UEFA (Champions League) von 2009 - 2012 sind Sony (bewirbt seine Playstation und lässt sich das Engagement >40 Mio. € jährlich kosten), Heineken, Unicredit und Mastercard. |
|
Die nationalen Fußballverbände lassen sich die TV-Übertragungsrechte teuer abkaufen: Die französische Ligue 1
kassierte bis 2007/08 vom Pay-TV-Sender Canal Plus
pro Saison 650 Mio. €. Für die nächsten drei Saisonen gab es jeweils
668 Mio. €.
Canal Plus
460 Mio., Orange
208 Mio. Englands Premier League
erhält ab der Saison 2007/08 in den folgenden drei Jahren von
BSkyB
pro Saison 650 Mio. € und vom
irischen Kabelbetreiber Setanta pro Saison
200 Mio. €.
[2009 versuchte Setanta
als Folge der Finanzkrise seine Zahlungsverpflichtungen zu reduzieren.
Als Setanta im Juni
09 mit einer Rate in Rückstand geriet, löste die Premier League
den Vertrag und schrieb die Rechte für die 46 Spiele der kommenden
Saison neu aus.]. Setanta
war rasch ersetzt ð
die Disney-Tochter ESPN
nahm die Gelegenheit wahr und buchte vier Saisonen, von 2009/10 (für 46
Live-Spiele dieser Saison machte ESPN
100 Mio.
£ locker) bis 2012/13 (die je 23
Spiele pro Saison waren ESPN gesamt
150 Mio. £
wert) Die italienische
Serie A wird von Sky-Italia bis
2010 mit 600 Mio. €
pro Jahr finanziert, wobei die Klubs ihren Anteil selber aushandeln. Mit einigem Abstand folgt die
deutsche
Bundesliga mit 430 Mio.
€
jährlich seit der Saison 2006/07 bis 2008/09, davon entfielen
220 Mio. € pro Saison auf den Bezahlsender
Arena. Die holländische Ehredivisie erhält für die Pay-TV-Übertragungsrechte jährlich 30,5 Mio. € und für die Rechte im frei empfangbaren Fernsehen 70 Mio. €. In Spanien schließen
Real Madrid und der FC Barcelona eigene TV-Verträge ab. Bis
2014 haben sie sich damit jeweils gut
160
Mio. € pro Saison gesichert. Der Konkurrenz bleibt da nicht mehr
viel. Ab 2007/08 war der ORF wieder der Free-TV-Partner (36 Spiele pro Saison). Kolportierte 6 Mio. € pro Saison bis inkl. 2009/10, macht für drei Jahre 18 Mio., zuzüglich 25 Mio. €, die Premiere Austria beisteuert. Dem Bezahlsender SKY und dem ORF waren die TV-Rechte der Österreichischen Bundesliga + Erste Liga für die Saisonen 2010/11 bis 2012/13 51 Mio. € wert.
Die Übertragung aller 16 Spiele der Saison 2005/2006 der amerikanischen
National Football League (NFL)
war
dem Kabelsender ESPN
1,1 Mrd. $ wert. Das macht
pro Spiel(!)
57 Mio. €. |
Einnahmen der europäischen Fußballligen
| 2005/05 | 2006/07 | 2007/08 | |
| Liga (Staat) |
Umsatz in Mrd. € |
||
| Premier League (England) | 1,994 | 2,30 | 2,44 |
| Serie A (Italien) | 1,450 | 1,16 | 1,42 |
| Bundesliga (Deutschland) | 1,200 | 1,40 | 1,44 |
| Primera Division (Spanien) | 1,200 | 1,33 | 1,44 |
| Ligue I (Frankreich) | 0,910 | 0,97 | 0,99 |
|
|
|||
| Das längste und schwierigste Radrennen der Welt, die Tour de France, kostet rund 100 Mio. €. Die Hälfte der Ausgaben wird durch die Vergabe der TV-Übertragungsrechte hereingespielt. (ARD + ZDF sollen die Rechte von 2009 bis 2011 20 Mio. € wert gewesen sein.) | |
| Ein Drittel tragen die Sponsoren bei: Die Hauptsponsoren
LCL, Vittel, Champion + Skoda zahlen zwischen 3,5 und 5 Mio. €, neun
"offizielle Partner" jeweils ~1 Mio. €, die 14 Ausstatter jeweils ~0,5
Mio. €. Die Etappenorte müssen für die Ehre einer zu sein 100.000 bis 300.00 € abliefern, der Startort der 1. Etappe kommt unter ein paar Millionen nicht weg (London zahlte 2007 4 Mio. €) |
|
| Unter dem Titel TOP-Programm
- The Olympic Partner - verbucht
das Internationale Olympische Komitee die Beiträge ihrer
wichtigsten Sponsoren. 603 Mio. $
brachten die elf Hauptsponsoren für die
Winter- + Sommerspiele in Salt
Lake City + Athen auf. In dieser exklusiven Sponsorgruppe nimmt der
US-Konzern General Electric mit 130 Mio.
$ den Spitzenrang
ein. Für die Übertragungsrechte während der Olympischen Winterspiele in Turin 2006 musste NBC-Television (gehört General Electric) 613 Mio. $ bezahlen. NBC sicherte seinen Werbekunden Einschaltquoten von mindestens 12 Prozent der insgesamt 110 Millionen US-Haushalte zu und konnte die Zusage nur knapp erfüllen. Die Schlussfeier interessierte nicht einmal 8 Prozent! Die TV-Rechte für den Zeitraum 2005 bis 2008 (beinhalteten die Spiele in Turin + Peking) brachten dem IOC Einnahmen von 1,8 Mrd. Euro. Die Vereinigung europäischer öffentlichrechtlicher Sender (EBU) zahlte 342 Mio. $ für die TV-Rechte-Peking und 104 Mio. $ für Übertragungen aus Turin 2006. Sponsoreinnahmen für Turin + Peking: 866 Mio. $ Das IOC verkaufte die Fernsehrechte für 2010
(Winter, Vancouver) und 2012 (Sommer, London) für
3,8 Mrd. $, die neun TOP-Sponsoren berappten
883 Mio. $. Damit sie in ihrer Produktsparte weltweit vier Jahre lang mit den fünf Ringen werben dürfen, mussten die 12 TOP-Sponsoren für Turin 2006 + Peking 2008 dem IOC insgesamt 570 Mio. € auf den Tisch blättern.
Ein
"Langzeitsponsor" (seit Innsbruck 1964) der Olympischen Spiele
ist der multinationale Hersteller von Druckern und Kopierern
XEROX. Fand XEROX in Innsbruck noch
mit 30 Kopierern das Auslangen, waren es im Jahr 2000 in Sydney 4.000
Geräte und in Athen 6.000, für deren Betreuung 230 Techniker
abgestellt wurden. Die amerikanischen und europäischen Unternehmen sahen in den Olympischen Spiele in Peking (2008) eine wichtige Basis für den Eintritt in den chinesischen Markt. Von den 36 nationalen Sponsoren verfolgten ADIDAS und ATOS ORIGIN (IT-Dienstleistungen) das gleiche Ziel während chinesische Unternehmen ihre Bekanntheit sich dem Ausland präsentieren wollten. Z. B. Yili (Großmolkerei), Tsingtao (Brauerei), Haier (Haushaltsgeräte), Air China, Lenovo (Computer)... Mit Ende 2008 beendeten vier Top-Sponsoren ihr Olympiaengagement: Johnson & Johnson, Eastman Kodak, Lenovo, Manulife Financial Corporation. Beständig und treu hingegen Visa, der Kreditkartenanbieter verlängerte bis inkl. Sommerspiele 2020. |
Einnahmen aus TV-Rechten bei den
|
Sommer-Spielen in Mio. $ |
Winter-Spielen in Mio. $ |
||
| 1972 München | 18 | 1972 Sapporo | 9 |
| 1976 Montreal | 35 | 1976 Innsbruck | 12 |
| 1980 Moskau | 88 | 1980 Lake Placid | 21 |
| 1984 Los Angeles | 287 | 1984 Sarajevo | 103 |
| 1988 Seoul | 403 | 1988 Calgary | 325 |
| 1992 Barcelona | 636 | 1992 Albertville | 292 |
| 1996 Atlanta | 898 | 1994 Lillehammer | 353 |
| 2000 Sidney | 1.331 | 1998 Nagano | 513 |
| 2004 Athen | 1.494 | 2002 Salt Lake City | 738 |
| 2008 Peking | 1.739 | 2006 Turin | 831 |
| 2012 London | 2010 Vancouver | 1.128 | |
| Quelle IOK | |||
| Der deutsche Privatsender
RTL
hatte sich 2002 ein Stück vom Wintersport-Kuchen gesichert: für die TV-Übertragungsrechte - mit dem Highlight
Vier-Schanzen-Tournee
- bis 2007 bezahlte
er 77 Mio. €. Eine Investition, die
sich besonders in den Jahren gelohnt hat, wenn die deutschen Skispringer so gut
sprangen, wie im Jahr 2001. Damals kassierte
RTL für einen 30-Sekunden-Spot bis zu 60.000,- €. Die Rechte an der Vier-Schanzen-Tournee gehen ab 2010/11 für vier Jahre an die Infront Sports & Media. Nach einer Meldung des HANDELSBLATT für geschätzte 4,5 Mio. € pro Jahr In den USA sind Übertragungen von Skirennen nicht sehr publikumswirksam. Daher muss der US-Skiverband (bzw. seine Sponsoren) bei den großen TV-Stationen Sendezeit kaufen (250.000 $ / Stunde) und zudem noch für die Produktionskosten aufkommen. Bis 2009 kassierte die Internationale -Biathlon-Union (IBU) für die Fernsehrechte jährlich 10 Millionen Euro. |
| Für die Übertragungsrechte von 1999
bis 2006 zahlten die Fernsehsender CBS, ABC,
FOX
und ESPN insgesamt 17,6 Mrd.
$
(13 Milliarden Euro) an die US-Football-Liga NFL. Aktuell sollen die Sender pro Saison zwischen 4 und 5 Mrd. $ für die Rechte bezahlen. Das Geld wurde locker wieder eingespielt: für einen 30-Sekunden-Spot während der Super Bowl (Finalspiel) wurden 2005 2,4 Mio. $ - 1,8 Millionen Euro - (2004: 2,25 Mio. $) verlangt. Und auch bezahlt. 58 Spots wurden im Rahmen diese Spiels ausgestrahlt. Allein die Biermarke Budweiser (siehe weiter unten Fußball WM 2006) war in der Finalübertragung 2005 mit zehn Spots vertreten. |
| Linford Christie, Olympiasieger
1992 im 100-Meter-Lauf, warb während der Olympischen Spiele 1996 für
seinen Sponsor Puma. Auf ganz
außergewöhnliche Art. Bei jedem Fernsehinterview und jeder
Pressekonferenz präsentierte er das Logo seines Sponsors, den
springenden Puma. In den Augen! Spezial-Kontaktlinsen machten es
möglich. Die Entschädigung für den leicht getrübten Blick: 1,5
Millionen Euro Spitzenathleten haben es nicht leicht, ihre Verpflichtungen gegenüber dem persönlichen Sponsor einzuhalten. Die Verträge sind ziemlich kompliziert und umfassen bald einmal fünfzig Seiten. Häufig kollidieren die privaten Abmachungen mit den Ausrüsterverträgen des Verbandes und die wiederum mit jenen des Nationalen Olympischen Komitees. Die Interessenskonflikte zwingen die Athleten zu kreativen Aktionen. Beim Aufwärmen wird Bekleidung des persönlichen Sponsors getragen, beim Wettbewerb das nationale Trikot mit dem Olympiasponsor und bei einer eventuellen Siegerehrung darf auf der offiziellen Mannschaftskleidung das persönliche Sponsorlogo auch nicht getragen werden. Aus Solidarität decken die Athleten die "feindlichen" Logos mit der Nationalfahne ab oder sie legen, von Ergriffenheit übermannt eine Hand aufs Herz. Der Arm kommt dabei zufällig über dem Logo zu liegen. Wer wird den Helden der Nation ihre Gefühle verübeln? Schuhe gelten im Allgemeinen nicht als Bekleidung, sondern als persönliche Ausrüstungsgegenstände der Sportler und sind deshalb frei wählbar. |
| Der Name der Hamburger Holsten-Brauerei AG zierte die Trikots des Londoner Fußballklubs Tottenham Hotspurs in den Jahren 1983 bis 1994 und während der Saison 1999/2000. Dank dieser Sponsoring-Investitionen wurde Holsten-Pils zum bekanntesten, importierten Premium Pils in England. Allein für die Meisterschaft 99/00 brachte der Biererzeuger einen siebenstelligen Markbetrag auf. |
|
Seit Meisterschaftsbeginn 2003 ist der Hauptsponsor des Fußballvereins Rapid Wien der Strom-, Gas- und Wärmelieferant Wien-Energie. Weitere Spender sind der Sender 88.6, Ottakringer Bier, VISA und Casino Baden. Ab 2008 machte die OMV 1,8 Mio € pro Jahr (bis 2011) locker. |
|
| Sportlich und
finanziell steht Rapid im Schatten des Stadtrivalen Austria
Wien, der sich bis 2007 kräftig sprudelnder Zuwendungen des
Auto-Zulieferers Magna bzw. des Magna-Chefs
Frank Stronach
erfreut. Auch die Casinos Austria, der Kurier und seit
Herbst 2006 in bedeutender Höhe (2,5 Mio Euro
pro Saison, Laufzeit drei Jahre) der
Verbund tragen zu vollen Vereinskassen bei. Dafür prangt das
Verbund-Logo auf der Dressenvorderseite. Die Schulter kostet pro Saison
650.000 Euro und als Draufgabe gibt es Bandenwerbung bei fünf
TV-Meisterschaftsübertragungen. Abhängig von der Höhe ihrer finanziellen
Unterstützung erhalten die Sponsoren als Gegenleistung Bandenwerbung und
Kartenkontingente in variablem Ausmaß Die Hauptsponsoren der übrigen acht Bundesligavereine sind Puntigamer (Sturm Graz), Superfund (Kapfenberg), Josko Fenster (Ried), Red Bull (SV Salzburg), AVE (Lask), Magna (Wr. Neustadt), Kelag (Kärnten) und Bauwelt Koch (Mattersburg). Die Energiewirtschaft gibt gerne. Und ihre Kunden haben auch nach der x-ten Preiserhöhung (richtige Bezeichnung: "Tarifanpassung") Verständnis dafür, dass sie mit ihrem Geld Profi-Fußballer vor der "Armutsfalle" bewahren. WIEN ENERGIE versorgt Rapid (s. o.), der VERBUND ist für alle, besonders aber für die Wiener Austria und Sturm Graz da, das Burgenland lässt die BEWAG für den FC Mattersburg blechen, Kärnten schickt für den FC Kärnten die KELAG an die Sponsorfront, in Oberösterreich öffnet die ENERGIE AG (über ihre Tochter AVE) für den LASK die Brieftasche und die VORARLBERGER KRAFTWERKE erleichtern dem FC Altach die finanziellen Schmerzen. Kein Bundesligasponsor schafft es auch nur annähernd, sich mit Herrn Massimo Moratti zu messen. Der Präsident und Mäzen von Internazionale Mailand steckte von 1995 bis 2003 500 Millionen Euro in seinen Klub. WIEN ENERGIE ist einer der Hauptsponsoren des Vienna City Marathons. Das Laufsport-Engagement des Energielieferanten ist wichtiger Bestandteil seiner Image-Werbung nach außen und innen. Seit 1998 wird ein eigener Wien-Energie-Halbmarathon veranstaltet. |
|
| Der deutsche Softwareproduzent SAP sponsert elitäre Sportarten: Segeln, Golf und Formel I. Im prestigeträchtigsten Wettbewerb der Hochseeyachten, dem "America´s Cup", um den die zwei weltbesten Boote kämpfen, prangte ein riesiges SAP-Logo auf dem Segel des Teams "New Zealand". Budget des Teams: 40 Millionen US-Dollar. | |
|
Die siegreiche Yacht "Alinghi", führte auf Rumpf und Segel das Logo des Hauptsponsors, der weltweit tätigen Grossbank aus der Schweiz USB. Den Hauptteil des Budgets in der Höhe von 100 Mio. Franken trägt Ernest Bertarelli, viertreichster Schweizer und Besitzer der Biotech-Pharma-Firma Serono. |
|
| In Österreich sponsert SAP die erfolgreichen Star-Boot-Segler Hans Spitzauer und Andreas Hanakamp. Jedem Bewohner des SOS-Jugendhauses in Pinkafeld bezahlt SAP eine Segelausbildung. | |
![]() |
Leichtathletik steht in der Gunst von SPAR International. Langfristige Verträge mit dem Europäischen Leichtathletikverband sollen die Marke SPAR europaweit bekannt machen. Dafür sind die Großveran-staltungen Freiluft-EM 2006 und die Hallen-Europameisterschaften 2005 und 2007 bestens geeignet. |
| SPAR Österreich hat den Sportler des Jahres 2004, Markus ROGAN, als Werbeträger für die Eigenmarke Natur*Pur erwählt. | |
|
Wenn es draußen kalt wird, dann wird dem österreichischen Sportfan warm ums Herz. Nirgends sonst flitzen die nationalen Muskelpakete derart erfolgreich durch Wächten und Schneisen. Sie verschönern die Bilanzen der Medaillenwertungen und ihrer Sponsoren. Werblichen Zugriff auf die Skisportlerkörper hat nur, wer - gegen Entrichtung eines nicht unbedeutenden "Mitgliedsbeitrags" - im Pool des nationalen Verbandes vertreten ist. Im Gegenzug müssen die Athleten ihre Skier, Bindungen, Stöcke,... aus den Sortimenten der Pool-Mitglieder wählen. Sportler und Ausrüster vereinbaren vertraglich ihre wechselseitigen Verpflichtungen. Der Athlet bringt seinen Werbewert, also die momentane Bekanntheit in Verbindung mit der aktuellen Platzierung in der FIS-Rangliste (nur die ersten Dreißig sind interessant) und, als Zukunftsoption, die angestrebten sportlichen Erfolge ein; der Ausstatter seine Produkte, ein Fixum und Prämienzahlungen beim Erreichen von Spitzenresultaten (Plätze 1. bis 3.). Die Verträge werden für zwei Jahre abgeschlossen, verletzungsbedingter Ausfall beendet das Vertragsverhältnis nicht. Ein Dopingvergehen jedoch führt zu einer sofortigen Vertragsauflösung. Gleiches droht auch bei öffentlichen Unmutsäußerungen über das verwendete Produkt. |
|
|
|
Weltweit stammt jede dritte verkaufte Skibindung vom österreichischen Bindungshersteller TYROLIA (Exportanteil 85 %). Damit nimmt das Unternehmen die führende Position auf dem Weltmarkt ein. TYROLIA ist in den bedeutendsten nationalen Pools (Österreich, Schweiz, Deutschland, ...) vertreten. |
| In diesen drei Staaten
ist das Unternehmen Marktführer. Mit Ausnahme der finnischen und
amerikanischen Alpin-Sportler werden eine Vielzahl der besten Skirennläuferinnen
und -läufer von TYROLIA gesponsert. Das änderte sich im April 2006. Da unterschrieb Bode Miller (USA) für 700.000 € einen Vertrag mit der TYROLIA-Mutter HEAD bis Saisonende 2007/2008. Abhängig von ihrer Marktstellung dotieren die einzelnen Skihersteller ihren Sponsortopf mit Gesamtbeträgen zwischen einer und sieben Millionen Euro. |
|
![]() |
Bode Miller, zweifacher Skiweltmeister 2003, ließ die Umsätze seines Sponsors, des Wiener Snackproduzenten KELLY (Marken: Soletti, Kelly´s Chips), rasant nach oben knistern. Seit der Amerikaner das KELLY-Logo auf seinem Helm trägt, stiegen die Verkaufszahlen um 30 Prozent. Miller´s Teamkollegen folgten seinem Beispiel, mit Beginn der Saison 2003/2004 fährt das gesamte US-Team mit dem KELLY-Markenzeichen, für das sich auch das große Skispringertalent Florian Liegl erwärmt. |
| Im Eishockey unterstützt
KELLY
auf nationaler Ebene das Eishockeyteam Vienna
Capitals, international ist das Unternehmen offizieller Partner
der IIHF -World-Championship. Soziales Engagement zeigt KELLY mit Product-Sponsoring für das Rote Kreuz. In der Blutspende-Zentrale in Wien und in allen Blutspende-Bussen erhalten Spender nach dem Aderlass Soletti-Salzstangerl zur Stärkung. Den CliniClowns finanziert KELLY den wöchentlichen "Auftritt" im Preyer´schen Kinderspital. |
|
| Die Unilever-Tochter
Eskimo-Iglo
unterstützt die Alpinen im ÖSV. Die Kampagne mit dem Ski-Nationalteam
unter dem Motto "Iss was gscheits" erzielte hohe
Aufmerksamkeit. Die Biathleten, Bobfahrer und Rennrodler bekommen Zuwendungen der Firma VIESSMANN. NIKE
entwarf 1984 für den NBA-Star
Michael Jordan ein spezielles Schuhmodell und zahlte ihm für das
Tragen 1 Mio. $ pro Jahr. Der Schuh entsprach
nicht den Farbvorschriften der NBA, weshalb die
Basketball Liga über Jordan anfangs eine Strafe von 1.000,- und später von
5.000,- $ pro Spiel verhängte. NIKE beglich
alle Strafen und freute sich über die PR. |
| Einen Ski-WM-Titel und Olympiagold holten die von RECHEIS seit 1999 gesponserten Nordischen Kombinierer. Michael GRUBER, Michael DENIFL, Christoph BIELER und Felix GOTTWALD siegten 2003 im Mannschaftsbewerb. Da RECHEIS ein Kopfsponsor ist, den sich jeder Sportler selbst aussuchen darf, ist es für das Unternehmen wichtig, die gesamte Mannschaft unter Vertrag zu bekommen. Einzelsponsoring ist wegen des Verletzungsrisikos oder Formschwankungen eine unsichere Sache. |
| Von den Geldinstituten erzielt
RAIFFEISEN im Sportsponsoring seit Jahren die beste Werbewirkung.
Ein
Drittel der Konsumenten nennt spontan diese Bankengruppe, wenn nach
einem Geldinstitut mit besonderem Engagement im Sportbereich gefragt
wird. Diese hohe Zustimmung ist auf die starke Werbekraft von Hermann
Maier zurückzuführen. Als weiteren Imageträger sponsert die
Bank seit Herbst 2004 den zweifachen Silbermedaillengewinner von Athen Markus
Rogan, der als Gegenleistung u. a. bei seinen Wettkämpfen mit
gelber Badehaube plus Giebelkreuz-Logo antritt. Die österreichische Fußballnationalmannschaft und ÖFB-Nachwuchstalente erhalten Fördermittel um ein erfolgreiches Abschneiden bei der EM 2008 zu ermöglichen. Mit jährlich 50 Mio. € - seit 2007 - sponsert die niederländische Bank ING die Formel I Aktivitäten von Renault., überlegt jedoch den Ausstieg mit 2010. Jedes Jahr wird vom Media Market Observer der bekannteste Sponsor Österreichs ermittelt. 2004 hieß der Sieger RED BULL. Seine spontanen Bekanntheit: 15 Prozent. Zweiter Iglo (13 %) vor Raiffeisen (12 %). Auf den Plätze 4 bis 10 folgen A1, t-mobile, Audi, Marlboro, der Sieger von 2003: Milka, Gösser und die Bank Austria. |
| Noch weiter geht das Engagement der
OMV.
Sie sponsert die Skispringer, die Kombinierer
und den Nachwuchs.
"Produktbezogen" erhält auch der Rallysport
finanziellen Treibstoff. Social Sponsoring betreibt der Ölkonzern mit seinem Bildungsprojekt „OMV Move & Help“ das im Jahr 2005 insgesamt 35.000 Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung ermöglichte. |
| Schwerer Schlag für die Bayern:
während der Fußball-WM 2006 durfte im
Münchner Stadion nur Bier des US-Brauers BUDWEISER ausgeschenkt
werden, statt Münchner Weißwurst gab es ausschließlich Faschiertes
von McDonald´s und auch das Angebot an Anti-Alkoholischem musste
aus dem Sortiment eines amerikanischen Produzenten (Coca Cola)
kommen. Die US-Unternehmen haben mit der
FIFA
millionenschwere Verträge als Hauptsponsoren abgeschlossen. Damit haben
sie sich neben der Platzierung ihrer Logos in den WM-Stadien auch das
Recht auf exklusive Bewirtung gesichert. Nach langem Feilschen vereinbarte die deutsche Bitburger-Brauerei mit BUDWEISER, dass auch ihr Bier ausgeschenkt werden durfte. Im Gegenzug bekam Budweiser zusätzliche Bandenwerbung. Nach langem Feilschen vereinbarte die deutsche Bitburger-Brauerei mit BUDWEISER, dass auch ihr Bier ausgeschenkt werden durfte. Im Gegenzug bekam Budweiser zusätzliche Bandenwerbung. Bis 2009 sponserte BMW die Kieler Woche (nach Angaben von "Sponsors" mit 600.000,- € im Jahr). 2010 löste AUDI den Konkurrenten als Hauptsponsor ab. |
| Das deutschsprachige Monatsmagazin SPONORS informiert ausschließlich über Sponsoring im Sportbusiness. | |
| Kellogg´s Cornflakes fördert
das UNESCO-Programm "Bildung für Kinder in
Not", für das sich auch die boxenden Brüder Wladimir und
Vitali Klitschko engagieren. AMIS (siehe 3. Absatz) hilft dem steirischen Behindertenverein "Octopus" und einem Frauenhaus in Wien. |
Zum Imagetransfer und der
Markenwerbung kommt beim Kunstsponsoring
für den Geldgeber noch die Chance auf den Gewinn eines MAECENAS,
des Österreichischen Kunstsponsoringpreises. Dieser wird in den
Kategorien
vergeben. Die Prämierung erfolgt nach den Kriterien der Kreativität, der Qualität und der Publikumswirksamkeit, unabhängig von Betriebsgröße und finanziellem Aufwand. Der MAECENAS ist mit keiner finanziellen Dotation verbunden. Bei den Auszeichnungen handelt es sich um vier Skulpturen, die von österreichischen Künstlern gestaltet werden. Der Preis wird vom Wirtschaftskomitee "Initiativen Wirtschaft für Kunst" ( www.iwk.at ) gemeinsam mit dem ORF seit 1989 jährlich vergeben. Das Gesamtbudget der 2003 eingereichten Projekte belief sich auf 7 Millionen Euro. |
![]() |
|
Das Bestattungsunternehmen
PERIKLES,
Firmenslogan "Kultur der Würde" sponserte die Aufführung der Komödie
Arsen und alte Spitzen in den Wiener
Kammerspielen. Bilder: webschool, Perikles |
| Für den Einstieg "Trauerberaters" ins Kultursponsoring eignete sich das Stück besonders gut, behandelt es doch die Thematik rund um das Sterben und Begraben werden. siehe auch BESTATTUNGSUNTERNEHMEN im Kapitel SELBSTMORD |
||
| Der Nahrungsmittel-Multi
NESTLE
ist bis 2007 Hauptsponsor der Salzburger
Festspiele und lässt sich diese Ehre pro Jahr 600.000.- Euro
kosten. Mit weiteren 55.000.- Euro fördert er das Jugend-Abo der
Festspiele. Die Dürer-Ausstellung in der Wiener Albertina (September bis November 2003) hatte als Hauptsponsor Mercedes Benz gewonnen. Die Österreichischen Lotterien und die Tageszeitung Die Presse waren ebenfalls an der Finanzierung dieses Ereignisses beteiligt. Alberto Vilar ist der
größte Kunstmäzen der Welt. Sein 1980 gegründetes Unternehmen, die "Amerindo
Investment Advisors" wies bis zum Jahr 2000 jährliche Zuwachsraten
von 40 Prozent auf und macht ihn zu einem der reichsten Amerikaner.
Danach ging es bergab, der Börsenwert der Firma nahm bis 2003 um 90
Prozent ab. |
| Stronachs MAGNA-Konzern wird die Technische Universität Graz bis zum Jahr 2013 mit 24 Millionen Euro fördern. Davon wird das Institut für Fahrzeugtechnik mit vier Lehrstühlen finanziert. Das "Frank Stronach Institut" nimmt seinen Betrieb mit Beginn des Wintersemesters 2004 auf. | |
| Wissenschaft und Kunst können auf Zuwendungen der Österreichischen Nationalbank spekulieren. Seit 1966 wurden 7000 wissenschaftliche Projekte und der Ankauf von Geräten mit insge-samt 423 Millionen Euro unterstützt. |
|
|
Die OeNB besitzt wertvolle alte Streichinstrumente (21 Violinen, zwei Violen und vier Violoncelli), darunter sieben aus der Werkstatt des italienischen Geigenbauers Antonio Stradivari. Um ihren Klang und damit ihren Wert zu erhalten, muss auf ihnen gespielt werden. Daher werden sie österreichischen Virtuosen und Nachwuchskünstlern für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Das Direktorium der OeNB entscheidet, wer auf diesen Kostbarkeiten spielen darf. Es wird bei seiner Wahl von Professoren der Musik-Universitäten Graz, Salzburg und Wien sowie einem Vertreter der Wiener Philharmoniker beraten. |
|
| Die Instrumente werden für einen Zeitraum von drei Jahren verliehen, danach ist eine Fristverlängerung möglich. Die Versicherungsprämien sind von den Musikern zu bezahlen, bei jungen Künstlern kommt es vor, dass die OeNB die Hälfte der Kosten übernimmt. Ausleiher und Instrumente stehen "unter Beobachtung", verständlich, bewegt sich doch der Wert der Leihgaben zwischen 100.000 und drei Millionen Euro. | |
|
MPREIS |
Die Lebensmittelkette M-Preis bedruckt ihr Feinkostpackpapier mit zeitgenössischer Lyrik. So kommt ein Gedicht bis zu 500.000 mal in Konsumentenhände. |
| Das Kunstsponsoring-Volumen
in Österreich wird auf 43 Mio. €
geschätzt 2008. In diesem Betrag ist das Sachsponsoring nicht enthalten. Die deutschen Unternehmen geben in guten Zeiten für Kultursponsoring 400 Mio. € pro Jahr aus, die öffentlichen Stellen acht bis neun Mrd. €. Handelsblatt 22. 1. 2009 Weltweit erreichten die Sponsoring-Zahlungen im Jahr 2004 die beachtliche Höhe von 25 Mrd. €. Davon entfielen 9,5 Mrd. € auf die USA und 7 Mrd. € auf Europa. |
| Zielpunkt sponsert die Natur. Das ist wichtig, populär, nachhaltig und medial noch nicht abgelutscht. 150.000 € hat Zielpunkt im Jahr 2004 von seiner deutschen Mutter Tengelmann "organisiert" und dem WWF-Projekt Grüne Donau zur Verfügung gestellt. |
![]() |
Die europaweit tätige Agentur CIG www.cig.at unterhält ein Projekt mit dem Namen sponsoring-partner www.sponsoring-partner.com. Dort präsentieren sich Sponsornehmer möglichen Investoren, den Geldgebern bietet diese Sport-Börse die Möglichkeit rasch Partner aus Sport, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Soziales zu finden. Die Eintragungen sind kostenlos. |
| Die österreichische Agentur MPM www.mpmsponsoring.com entwickelt zielgruppenspezifische Sponsoring- konzepte für die Segmente Sport, Soziales, Kultur und Wissenschaft. Sie sorgt auch für effiziente PR und mediale Präsenz der Sponsoringaktivitäten. |
| Das Schweizer Sponsoring Barometer 2006/07 - verfasst vom Kölner Sponsoringberater "Sport und Markt" und der Europäischen Sponsoringbörse - beziffert das Sponsoringvolumen in der Schweiz mit ~520 Millionen Franken, von denen der Sportsektor den Löwenanteil einstreift. Nach Sportdisziplinen führt Fußball (57 %) vor Eishockey (38 %) und Leichtathletik (25 %). |
WERBUNG MERCHANDISING CORPORATE IDENTITY DOPING AMBUSH-MARKETING