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Plakatfotos: NETSCHOOL |
WERBEN MIT SEX
Genial genital?
| Sexuelle Signale
erzielen IMMER Aufmerksamkeit. Werbung soll auffallen. Schlussfolgerung: Werbung mit Sex wird beachtet. So einfach ist das. Manchmal sorgt ein Motiv für richtigen Wirbel. PALMERS brachte 1953 mit einem Plakat sogar zwei Ministerien auf Trab. Mittels Bescheid wurde das Plakat im gesamten Bundesgebiet verboten: |
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Zl. 159.047-4/53 | |
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Bescheid |
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| Das Bundesministerium für Inneres erläßt über Antrag des Bundesministeriums für Unterricht und im Einverneh-men mit dieser Behörde nachstehenden Bescheid: | ||
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Spruch: |
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| Auf Grund der §§ 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Bekämpfung unzüchtiger Veröffentlichungen und den Schutz der Jugend gegen sittliche Gefährdung vom 31. März 1950, BGBl. Nr. 97, wird das Ausstellen, Aushän-gen und Anschlagen des von der Firma Palmers verbreiteten Plakates, das zwei bestrumpfte Frauenbeine, die über die halben Oberschenkel bis zu einem kurzgerafften Unterkleid sichtbar sind, zeigt und die Beschriftung "Palmers Strümpfe, 2 Paar Perlons in der neuen Zwilling-Packung 59.-" trägt, an Orten, wo es auch Personen unter 16 Jahren zugänglich ist, für das gesamte Bundesgebiet untersagt. | ||
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Begründung: |
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Die vorerwähnte, sehr realistische Darstellung
eines Teiles eines kaum bekleideten Frauenkörpers ist geeignet, die
Schamhaftigkeit zu verletzen und die sittliche Entwicklung jugendlicher
Personen, insbesondere durch Reizung der Lüsternheit, schädlich zu
beeinflussen. Gegen diesen Bescheid ist kein Rechtsmittel zulässig. |
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8. Dezember 1953 |
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| Palmers entsprach dem Bescheid. Allerdings nicht durch Entfernen der Plakate, sondern mit der Entschärfung der "sittlichen Gefährdung": den offensiven Oberschenkeln wurde mit züchtigem Dunkelgrün ausreichend Keuschheit verliehen. Über die Kampagne wurde dank ministerieller Order auch in ausländischen Medien berichtet. Am Titelblatt der Berliner Zeitung vom 13. Dezember 1953 war zu lesen: |
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Ein Ukas des österreichischen Unterrichtsministers Dr. Ernst Kolb hat der Wiener Strumpffirma "Palmers" eine unverhoffte Reklame verschafft. Kolb hatte nach einem Protest in der regierungsamtlichen "Wiener Zeitung" ("auf den anstößigen Plakaten werden zwei bestrumpfte Frauenbeine gezeigt, die über die halben Oberschenkel bis zu einem kurz gerafften Unterrock sichtbar sind") verfügt, daß die beanstandeten Plakate übermalt werden. So zogen denn in aller | |
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Heimlichkeit Anstreicherkolonnen durch die
nächtlichen Straßen von Wien und überpinselten auf allen beanstandeten
Plakaten die pikanten Unterröcke mit keuschen Röckchen. Somit ist in Wien
die öffentliche Ordnung wiederhergestellt und dem Gesetz über "Bekämpfung
unzüchtiger Veröffentlichungen und Schutz der Jugend gegen sittliche
Gefährdung" (vom 31. März 1950) Genüge getan. Der Schöpfer des Plakats,
Gerhard Brause, erhielt von der Firma Palmers eine Prämie von 10.000
Schilling, denn der Umsatz der Palmers-Strümpfe stieg in den ersten
beiden Tagen nach dieser Affäre um das Sechsfache. |
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| Anmerkung: für 59,-- Schilling, den Preis einer Zwilling-Packung, konnte man 1953 25 kg Brot oder 35 Liter Milch oder 2 kg Schnitzelfleisch (Schwein) kaufen. |
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| TUN SIE IHN REIN ....... und machen Sie Ihre Kunden glücklich! |
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Werbung für Dämmstoffe von CLIMA SUPER |
| Hohe Aufmerksamkeit bedeutet aber keineswegs auch hohe Werbewirkung. Sie schafft nur gute Voraussetzungen dafür. |
| ICH KÖNNT´ JEDEN TAG ..... 2x in einer Stunde GRATIS |
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Headline auf Plakat und Prospekt von SCHNITZELHAUS |
| Die Werbewirkung ist gut messbar. Je nach Werbeziel am gestiegenen Umsatz, größerer Bekanntheit oder angestrebtem Image. |
| Unser Geschenktipp: SCHNUCKELIGE EIERWÄRMER |
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Inserat für Herrentangas von JOCKEY |
| Der Wirkung von erotischen Reizen kann man sich NICHT ENTZIEHEN! Darauf sind wir genetisch programmiert. Ob wir wollen oder nicht, sie beeinflussen uns. |
| Erotische Motive lenken vom Produkt ab. Die Aufmerksamkeit gilt den Brüsten, Pobacken, Schenkeln, Bäuchen, ... . Schlussendlich kann sich keiner mehr daran erinnern, wofür das Plakat, das Inserat oder der Spot geworben hat. |
| ESTELLA IST EINE PROFESSIONELLE |
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Plakat 1a-INSTALLATEURE |
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Die Innung der Installateure schaltet
im Jahresabstand Plakate mit Bildern ziemlich unbekleideter Damen. Nicht
alle heißen ESTELLA. Manchmal bleiben sie unbenannt. Wie die Dame im Bild links. Die ist dafür Heiß und begehrt. Steht in der Headline zu lesen. Ein beabsichtigtes Missverständnis, wie jedes Jahr. Die Subheadline klärt auf: Ihre Heizung vom 1a-Installateur. Plakatfoto: WEBSCHOOL |
| Untersuchungen lassen vermuten, dass
jene Spots, die einem erotisierenden Spot unmittelbar folgen, Nutzen aus
der aktivierten Aufmerksamkeit ziehen. Sieht nach einem klassischen "Abstaubertor" aus (so wird beim Fußball ein Treffer genannt, für den ein anderer die Vorarbeit geleistet hat). |
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Plakatfotos: NETSCHOOL |
| ZU IHR? ODER ZU MIR? |
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Plakat und Spot ERSTE BANK |
| Im Idealfall passen Werbung und Sex schlüssig zueinander. Das gilt bei Produkten und Dienstleistungen, die am menschlichen Körper Verwendung finden: Strümpfe, Wäsche, Kosmetika, Körperpflege, Schuhe, Oberbekleidung, ... |
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... oder Enthaarungsmittel. Die "Glattmachercreme" Depilan startet in jährlichen Abstanden, jeweils im April - und damit rechtzeitig vor der Badesaison - eine Kampagne. Auf Plakaten und in Magazinen sieht man blanke Haut in den Scham- und Achselhöhlenregionen. Mal sind es Bilder nackter Models, denen mit bunten Strichen die Umrisse von Badebekleidung aufgemalt wurden (Bildleiste am Seitenbeginn Abbildungen 3, 4, 8 und 9; Bildleiste mit nackten Hintern Abbildungen 1, 8 und 9), mal eine Entkleidungsszene (Bild links Plakatfoto: WEBSCHOOL, 4/2008) oder ein metrosexueller Jüngling, der seine Achseln präsentiert. |
| PRODUKTEINFÜHRUNG? |
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Text auf dem Plakat für den Energiedrink MAGIC EXCALIBUR * |
| * Unter
der Überschrift
PRODUKTEINFÜHRUNG?
war eine auf dem Boden sitzende, ziemlich nackte, ziemlich blonde Dame
abgebildet - genau genommen hielt sie mit beiden Händen ein Schwert,
dessen schmaler Schattenwurf ihre Brustwarzen "bedeckte" und
ihre Füße steckten in hochhackigen Schuhen. Das war die Bekleidung.
Ihre Beine waren gespreizt. Sehr gespreizt. Den gynäkologischen
Einblick verwehrte eine optimal platzierte Dose MAGIC EXCALIBUR. Die Reaktionen auf das Plakat - Auftraggeber
war Herr Roland Seunig, Betreiber der Excalibur-City an der
österreichisch-tschechischen Grenze, der auch das geschmackssichere
Grabmal des Herrn Falco finanzierte - waren ungewohnt
heftig. |
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Bezug auf die Fußball EM 2008 - aber
vielleicht auch auf gänzlich anderes - stellte die HUBER-Kampagne
im April 2008 her (Plakatfotos
links: NETSCHOOL). Auf jeden Fall waren es
Schlagzeilen (FREISTOSS, AN DIE LATTE, HANDSPIEL, STRAFRAUM,
HEIMVORTEIL)
mit Ambiguitäten. Durch schlaue Motiv- und Wortwahl gelang es der beauftragten Agentur in den Konsumentenköpfen den EM-Bezug herzustellen und dennoch die diktatorisch-monopolistischen UEFA-Werbeeinschränkungen zu umgehen (kein EM-Logo, keine EM-Erwähnung). |
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Wem wohl diese Aussage zugedacht ist? Dem Waschbrett mit dem Surfbrett oder der Dame mit dem knappen Höschen? Botschaft: Ohne Sonnenbrillen von NECHANSKY bleibt der Sommer erotisch kalt. |
| Nehmen Sie Ihre Alte. Legen Sie sie flach. Und danN WERFEN Sie sie WEG. |
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Spot für die Entsorgung von Kunststoffflaschen |
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Lieben Sie scharfe
Ausschnittvergrößerungen? Dann nehmen Sie Ferrania P 30! Im Mai 1966 warb 3M für seine hochauflösenden Schwarz-Weiß-Filme mit einer doppelsinnigen Schlagzeile und der kongenialen Bildbotschaft (Abb. links). Für damalige Moralvorstellungen ziemlich frivol. |
| MACH MIR DEN HENGST |
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Text auf dem Plakat für den Energiedrink POWER HORSE |
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Auf die bewährte Kombination Sex + Automobil setzte die Kampagne bei der Markteinführung des ROVER 25. Um die Sonderstellung des neuen Modells zu symbolisieren, griff man tief ins Dekolleté. Aus einer monotonen Reihe unspektakulärer Alltagsbrüste sticht ein Paar farblich und quantitativ besonders hervor. | |
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Silikon-modelliert und gewichtig drängt es sich in die Körbchen eines leoparden-gefleckten BHs und in die Augen der Betrachter (Bild oben). THE BIG SMALL ONE. Unfassbar? Bild GRAMM | ||
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Die Wirkung war lang anhaltend. Zumindest beim Elektronikkonzern PIONEER. Der ließ zwei Jahre später die selben Brüste als Blickfang für sein Heimkino-Center auffahren (Bild links oben). Der Titel: Unfassbar echt. Ein Qualitätsurteil? Bild SCHMIED |
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| LECK MICH! Da steht alles drin. |
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CITY Stadtzeitung für Wien |
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Im Elektrohandel ein gerne verwendetes
Motiv: Frauen im Haushalt Links ein Motiv aus der COSMOS-Kampagne im September 2006. Staub wird aus dem letzten Winkel entfernt. Ein Jahr davor war im Katalog der Electronic Partner EP: eine dynami-sche Haushaltshilfe in robuster Arbeitskleidung kurz vor einem Arbeitsunfall abgebildet. Man beachte die Haltung der rechten Hand. |
| COSMOS | Electronic Partner EP: |
| TITTEN GEGEN RASSISMUS |
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Anti-Rassismus-Kampagne ** |
| ** Elf Frauen brachten ihre politisch korrekten Brüste für ein ebensolches Anliegen zum Einsatz. Mit ihrer Aktion wollten sie gegen die, ihrer Meinung nach rassistische Politik der ÖVP/FPÖ-Regierung protestieren. Ein Webauftritt, Plakate und österreichweit verbreitete Freecards von BOOMERANG sollten für Publizität sorgen. |
| BESORG´S DIR DOCH EINFACH |
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Slogan der SB-Warenhauskette REAL |
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Erotische Ausstrahlung? |
| 88.6 Der Supermix ist ein privater Radiosender. Sein Ausstrahlungsgebiet umfasst den Wiener Raum. Mit dem abgebildeten Plakat warb er Anfang 2005 für sich und ein Rod Stewart-Konzert. Das Plakatmotiv war zwar nicht Produkt bezogen, passte aber zu den 2004 unternommenen Anstrengungen des Senders, die Altersstruktur der Bundeshauptstadt zu verbessern. | |
| Im März 2004 gelang es ihm 1.000 paarungsbereite Liebespaare im Holiday Inn am Wienerberg zu versammeln um dortselbst ihre Fruchtbarkeit zu beweisen. "Wien braucht Nachwuchs, unsere Hörerinnen und Hörer helfen dabei", war das Motto der Aktion. Ziel: 1.000 Babys für Wien. Plakatfoto WEBSCHOOL |
| MACH MICH HEISS! |
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inzersdorfer - Leberknödelsuppe |
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Freiheit, die man hautnah spürt |
| versprach der Strumpfhosenproduzent ELBEO den Käuferinnen seiner Produkte in einem Inserat im März 1973. Der Text zum Bild: | |
| "Nehmen Sie zum Beispiel ELBEO-Rhythmus, eine der schönsten Strumpfhosen, die ELBEO macht. ELBEO-Rhythmus gibt es in vielen modischen Farben und 8 verschiedenen Größen. Für jede Figur passen. Kein Wunder, dass sie so gut sitzt und so gern gekauft wird. Nicht nur bei uns, sondern in den anderen Ländern Europas." |
| WER HEIZT MIR RICHTIG EIN... |
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Teaser-Plakat 1a-INSTALLATEURE (1986) |

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Brot und Busen |
| Burgenlands Bäcker auf der Suche
nach einem Körberl. Mit dem Teaser im Bild links baten sie die
Konsumenten um Hilfe. Nach zweiwöchigem Grübeln wurde die Lösung
plakatiert. Die Dame bekam ein Gesicht und einen mit Gebäck gefüllten
Korb.
Für ergänzende Textilien gab es keine
zusätzlichen Mittel. Zum Glück war Sommer. |
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Zeigt die Bäuerin mehr Bein, sind die Drucke extrafein. |
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Bauer Druck |
![]() Plakatfotos NETSCHOOL |
Tief und unergründlich |
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| Sie ist nützlich, die Handtasche,
geradezu unentbehrlich. Aber manchmal muss man sie dennoch irgendwo
ablegen. Natürlich in Sicht- und Griff-weite. Und dann, wohin mit dem
Täschchen? Picard erzeugt nicht nur edle Taschen, sondern
liefert auch Lösungsvorschläge, wo und wie man sie kurzfristig
deponieren kann. Handtasche zu klein? Kein Platz fürs Mobiltelefon? LG hat eine Idee: → |
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| Die ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits forderte die Einstellung der von Hutchinson 3 initiierten Kampagne und rief nach dem Werberat. Der fand keinen Grund zum Einschreiten. | ||
| lieber fremdenverkehr als gar kein verkehr! |
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Plakat für DONAUDOLLS-Sauna |
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Männerbrüste sind in der
erotischen Hitparade weit abgeschlagen. Gefragt sind eher
Bäuche der Marke "Waschbrett". Und Pobacken, fest und
straff. Gemächte kämen sicher auch gut an, aber seit Robert
Mapplethorpe traut sich keiner mehr fotografisch drüber. Ziemlich wagemutig war daher das Plakat des Magazins miss aus dem österreichischen Lifestyle Verlag. Anlässlich der Umstellung auf das handliche Pocket-Format kreierte die äußerst erfolgreiche Agentur Dirnberger/de Felice ein Motiv mit doppeldeutiger Headline. Bild links |
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Etwas
kürzer warb in einer Schaltung zum
Lifeball 2008 der Mineralwasserproduzent
VÖSLAUER: Einundzwanzig Zentimeter sicheres Vergnügen. Mit einer noch deutlicheren Abbildung warb YVES SAINT LAURENT auf Plakaten und City Lights für sein Eau de Toilette for Men M7. Bild rechts oben Eine (ihr?) Höschen schwenkende Schöne verkündete: Frauen mögen es 68 % größer! BENQ anlässlich EM 2004 |
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Plakatfotos NETSCHOOL |
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| ENDLICH KÖNNEN AUCH MÄDCHEN TASCHENBILLARD SPIELEN |
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ONE 3/2007 |
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Lächelnd genießt der Herr im zweitbesten Alter die erotische Zuwendung der jungen Frau. Der Deutsche Werberat www.werberat.de zeigte sich jedoch unbeeindruckt und erteilte eine Rüge. Er sah in der Anzeige eines Energielieferanten eine „Herabwürdigung für Senioren“. Den Grund lieferte seiner Meinung nach der Schlagzeilentext: |
| „WER ENERGIE VERLIERT, VERLIERT BALD ALLES – Kommen Sie auf die Seite der Gewinner“. |
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Felina löst Figurprobleme Problem Nr. 1: Der Busen Problem Nr. 2: Der Bauch. Die Hüften. Der Po Problem Nr. 3: Die Schenkel Problem Nr. 4: Der Körper Jede Frau hat ihre eigenen Figurprobleme . Die eine möchte gern etwas schlanker wirken. Die andere einen runderen Busen haben. Die dritte weniger Bauch zeigen. Für alle hat Felina die richtigen Modelle, die da formen und verschönen, wo es nötig ist: Am Busen. Am Bauch. An den Hüften. Am Po. An den Schenkeln. Oder am ganzen Körper. Unblutige Problemzonen-Korrekturen versprach der Miederwaren-Produzent Felina in diesem Inserat im Feber 1970. |
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Mit der Abbildung des
Geschlechtsaktes wäre in mehrfacher Hinsicht ein Höhepunkt erreicht.
Da geht nichts mehr drüber. Ist in nächster Zeit aber nicht in
Sicht. Die ÖSTERREICHISCHEN BUNDESBAHNEN pirschen sich an. Mit ihrem Plakat: Heiße Fracht haben sie die Lage sondiert. Es gab eine Menge Erregung und ein paar Beschwerden an den Werberat. Dabei war das Bild total unverfänglich: drei junge Frauen, korrekt bekleidet, hinter einem geöffneten Waggonfenster. |
| Bei der Fortsetzung der Kampagne gab nicht der Text, sondern das Motiv Anlass zum Grübeln. "Was lief da ab, ehe die Dame sich ankleidete um rechtzeitig ihren Zug zu erreichen?" Bild ÖBB | |
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Lesben mit Kinderwunsch |
| Im HUMANIC-Spot
"Samenbank" blättert ein lesbisches Paar im
Spenderverzeichnis. Herren mit besten intellektuellen und materiellen
Voraussetzungen finden keine Beachtung. Als sie jedoch auf einen
Kandidaten stoßen, der zwar ziemlich unattraktiv, von Beruf jedoch
Schuhverkäufer bei Humanic ist, beginnen sie einander im Gefühlstaumel
leidenschaftlich zu küssen.
Bild HUMANIC Der Österreichische Werberat bekam Arbeit. |
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Seit
der Beziehungskomödie „Harry und Sally“
ist die Darstellung des Orgasmus´ familientauglich. Der Höhepunkt
hat sich fürs Hauptabendprogramm qualifiziert. |
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Weitere
diesbezügliche Vorarbeiten leistete Jamie Lee Curtis in „Ein
Fisch namens Wanda“. Der von ihr gespielten Titelfigur
reichten ein paar wahllos eingestreute fremdsprachige Begriffe, um in
sexuelle Erregung zu kommen. Ein Rezept, dessen sich auch der Werbespot für „Best of Fonds“ (Auftraggeber Erste Bank und Sparkassen) bediente. Hier erwies sich die Aufzählung von Kapitalanlageprodukten Orgasmus auslösend. Bild ERSTE Ein Aufreger. Jede Menge Post für den Werberat. |
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Geht heiß her, an den Börsen. Besonders
in den Kurven. Die deutsche Börse AG bewirbt ihre Service-Website GodmodeTrader im Rohstoffreport Ausgabe 1608: Erstellen Sie ab sofort Ihre eigenen Chartanalysen. Mit dem Godmode-Trader.de Profichart Version 2.0 Einfach, für jeden machbar und dauerhaft kostenfrei! |
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Tampos erleichtern nicht nur die
kritischen Tage. Sondern auch die Nächte. Denn alle Vorteile, die Tampos tagsüber haben, haben sie auch nachts. Zum Beispiel werden sie innerlich getragen. Das heißt, man braucht keinen Gürtel und auch keinen Slip. Das heißt, daß Tampons nicht verrutschen. Und das heißt, daß Tampons unsichtbar sind. Sie können also das durchsichtigste Ihrer Nachthemden tragen. Oder gar keins. Und man spürt Tampons nicht. Denn richtig, das heißt ..... Eine Gebrauchsanleitung für die richtige Handhabung
von o.b. in Kombination mit einem erotischen Foto sollte die
Akzeptanz des Produkts erhöhen. Inserat Oktober 1971 |
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Bitte einmal scharf Rasieren |
| Ganz ohne Scham fasst Gucci
ins gleichnamige Haar und rasiert einem zarten Model das Firmenlogo in
die Intimzone. Guerillamarketing wie es sein soll. Originell und an
unerwarteten Plätzen. Na sowas. Der softige Knabe kann´s kaum
glauben. Zwecks Schnittkontrolle sinkt er in die Knie. Hilfsbereit und
zärtlich wärmt er mit seiner Hand ihre Kniescheibe. Zum Sanitäter
berufen. Bild GUCCI |
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Provokation vom Dufthersteller
MEXX. Ein bisschen Schwarz-Weiß, ein
wenig Hetero, dazu noch Bi, dass schadet nie.
eau de toilette for women Für die aufgeschlossene Dame. Wie zu sehen. |
| SHAPE, die Fitness-Zeitschrift für Frauen, warb 1999 mit den unten abgebildeten Motiven um Leserinnen. Für die in den auflagenstärksten Frauenmagazinen geschaltete Kampagne fotografierten sich die Models selbst. Zu einem von ihnen bestimmten Zeitpunkt betätigten sie den über eine Verlängerung (siehe Abbildungen) auslösbaren Objektiv-verschluss. | |
| Die Bildüberschriften lieferten die Motivation:
Das schöne an
einem flachen Bauch: daß man ihn beim Sex nicht mehr einziehen muß.
- Tu Dir einen Gefallen: Dir gefallen.
- Liebe Deinen Körper. Dann liebt ihn auch
Dein Nächster. Agentur: JvMi |
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Anders als bei der SHAPE-Kampagne war der Selbstauslöser, den Rudolf Schenker, Gittarist der Scorpions in seiner Linken hält, micht mit einer Kamera verbunden. Neben Schenker gaben die Schauspieler Esther Schweins, Jasmin Tabatabai, Natalia Wörner, Ralph Herforth und die Sängerin Annett Louisan den Blickfang der mey-Kampagne (Herbst 2008). Jung von Matt, Deutschlands führende Agentur, verpasste dem Unterwäsche-Produzenten ein Sexy-Image. Bild: mey-website |
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Wenn Worte nicht reichen, muss man die Dinge selbst in die Hand nehmen. Hatte Benetton schon ausreichend für werbliche Aufreger (Aids-Sterbender, Blutige Uniformen, Priester küsst Nonne, ...) gesorgt, legt die Tochterfirma Sisley noch ein Schäuferl nach: Masturbation (Bild links), Geschlechtsverkehr, Homosexualität, Sado-Maso, Fetisch, Zoophilie sind Themen ihrer auf Provokation ausgerichteten Werbestrategie. Die vom Fotografen Terry Richardson aufgenommenen Bilder der Werbekampagne, auch die nicht veröffentlichten, werden im Rahmen von Ausstellungen gezeigt. Plakatfoto WEBSCHOOL |
| Empörte Reaktionen im Beschwerdekasten des Werberats. |
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„The ultimate attraction”. Lassen
wir den ersten Eindruck unkommentiert. Auf den zweiten Blick kann das
Bildmotiv der BMW-Werbung auch so interpretiert werden: Zu sehen ist ein ambitionierter Mann, der nicht nur um die hormonelle Zufriedenheit seiner Partnerin, sondern auch um deren Recht am eigenen Bild und den Schutz ihrer Anonymität (Gesicht abgedeckt) kreativ bemüht ist. Konzession an den US-Markt: Die Dame trägt auch in gefühlsmäßig unübersichtlichen Situationen BH! Bild BMW |
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Ein nackter Straftäter und eine nacktes Verbrechensopfer waren Blickfang einer Plakat-kampagne der Agentur PKP proximity. Ziel war es, für den Verein Neustart Spendengelder aufzutreiben. Die 24-Bogen-Plakate waren im August 2005 zu sehen. Zu den Plakaten teilte uns Neustart mit: "Die Kampagne zielt darauf ab, Verständnis für die ausgesetzte Situation von Menschen, die von Kriminalität betroffen sind, zu generieren. Als Symbol für die Krisen dieser Menschen wird die Nacktheit gewählt. |
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Man sieht zwei
Menschen, die durch eine existenzielle Krise mit buchstäblich
"Nichts" dastehen. Sie sind wie bei der Geburt nackt, nehmen
einen Neustart ins Leben in Angriff. Die Nacktheit ist das Symbol, um
dies auszudrücken." Eine Woche nach Entfernen der Plakate machten wir einen kleinen Erinnerungstest: von 50 Personen hatten sechs zumindest eines der Plakate gesehen. Davon wussten vier nicht, wer damit welches Werbeziel verfolgt hatte. Zwei waren sicher: Werbung für Socken! |
| Die Kampagne lief bundesweit, 1.000 Plakate
wurden geklebt. Die abgebildeten Personen waren Models. Proteste wegen mangelnder Sensibilität gegenüber Verbrechensopfern gingen beim Werberat ein. Der erklärte sich für nicht zuständig, weil nur Wirtschaftswerbung in seinen Wirkungsbereich fällt. Plakatfotos NETSCHOOL |
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Mit ermüdender Verlässlichkeit fanden
sich auch bei der COSMOS-Kampagne im September 2006 ein paar
Frauen, die beim Werberat und in der Presse ihre Empörung ablieferten und
dadurch die Werbewirkung vervielfachten. Medienberichten zufolge fand die
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer die Bilder
"beschämend, jämmerlich, sexistische, herabwürdigend" und nutzte die
Gelegenheit sofort für eine politische Attacke gegen die
ÖVP-Frauenministerin. Sinniger Titel der Kampagne: High-Tech-Fetisch. Bild COSMOS |
| Jetzt sind wir so ziemlich durch. Drei einschlägige Themen stehen den Kreativen in der Werbebranche noch unbeackert offen: |
| Sex mit Gummibärchen (die echten bitte, die aus Kautschuk hat sich schon Sisley geschnappt), Sex mit Kakteen und Sex mit Toten. |
| Aber vielleicht habe ich`s nur übersehen.
In einer Entschließung erklärten die Abgeordneten des
Europarates (Mitglieder sind alle
europäischen Staaten außer Weißrussland und Vatikan) am 26. Juni 2007,
dass in der Werbung ein Frauenbild gezeigt wird, das der Stellung der
Frau in der Gesellschaft völlig widerspricht. Sie präsentiere
Frauen entweder in
erniedrigenden und herabwürdigenden Situationen, oder als
Heimchen am Herd. |