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PLAKATE

  • Das Plakat hat den Zweck, eine Sache auch demjenigen anzupreisen, der die Anpreisung nicht sucht.
  • Ein Plakat muss auf den ersten Blick fesseln und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
  • Gute Plakate brauchen nicht gelesen, sie müssen gesehen werden.
  • Das Plakat kann nicht allen gefallen - es kann aber allen auffallen.

Aus dem Fachblatt DER PLAKATSPIEGEL - Ernst Growald 1904


PLAKATWAND - Altes runter ....    PLAKATWAND - .... neues rauf
Bilder
NETSCHOOL

187 Mio. € war der Gesamtwert der PLAKATWERBUNG im Jahr 2009. Gegenüber 2008 + 4 %.  Quelle: Focus Media Research
60.111 Plakatstellen gab es im 2. Qu. 2009 in Österreich. Mehr als die Hälfte davon entfielen auf EPAMEDIA (51,5 %). Die meisten Plakatstellen befanden sich in  Wien (18.143).
Der Anteil der Außenwerbung an den Gesamtwerbeausgaben (Klassisch) betrug 2009  7,4 %.
Der Anteil der Außenwerbung an den Gesamtwerbeausgaben (Klassisch + Direct Marketing) betrug 2009  6 %.

Für PLAKATWERBUNG wurden 2009 in der Schweiz: 298 Mio. Fr ausgegeben.   Quelle: WEMF (netto)
Für AUSSENWERBUNG (Plakate, Neon, Verkehrsmittel, Sport/Stadien) wurden 2009 in der Schweiz: 290 Mio. Fr ausgegeben.   Quelle: WEMF (netto)
  
In Deutschland - die Außenwerbung nutzt etwa 200.000 Plakatflächen und 120.000 Litfasssäulen - entfielen
2008 auf die PLAKATWERBUNG 795  Mio. € Quelle: Nielsen Media
2008 auf die PLAKATWERBUNG 805  Mio. € (netto) Quelle: ZAW
2009 auf die PLAKATWERBUNG 738  Mio. € (netto) Quelle: ZAW
Der Anteil der Außenwerbung in D an den Gesamtwerbeausgaben:  4 % (2009)

In den USA flossen 2006 163 Mrd. $ in die Werbung (Plakatanteil 3 % = 4 Mrd. €), die Japaner halten mehr von der Außenwerbung (12 % bzw. 3,3 Mrd. € vom 34 Mrd. $ großen Gesamtkuchen) Kurs:1 € =1,2 $ / Berechnungsbasis: ZAW-Länderstatistik

Werbeausgaben weltweit gesamt 2009: 291 Mrd. €  Quelle Nielsen
Werbeausgaben D gesamt 2009 28,8 Mrd. (brutto) bzw. 18,4 Mrd. € (netto, d.h. ohne Honorare, Werbemittelproduktion, Medienkosten). Quelle:
ZAW

 

Täglich spazieren oder fahren wir an ein paar hundert Plakaten vorbei. Und alle wollen auf sich aufmerksam machen. Manchmal gelingt das einem. Bestenfalls zwei. Man hat sich das Motiv, das Bild gemerkt. Aber wie sieht es mit dem Inhalt, der Werbebotschaft aus?

Plakat - August 06 Werbung von den und KAROSSEURE in eigener Sache Heidi Klum präsentiert Schuhmodelle von STIEFELKÖNIG
Plakatbilder: NETSCHOOL

Manchmal springt uns von links ein Hintern ins Gesicht. Die grapschenden Hände sind Botschaft genug. Der Text - Lassen Sie nicht jeden an Ihre Karosserie - erspart dem Betrachter Interpretationszweifel. Alles zusammen besitzt hohes Aufregungspotential. Verspricht Arbeit für den Werberat und würde auch bestens in das Kapitel WERBEN MIT SEX passen. Worum geht´s eigentlich?  Bild links oben

Busen von vorne. Worum es geht? Das zu erraten ist die Aufgabe des Betrachters. Schließlich handelt es sich um einen TEASER. Der nach dem Verbleib eines Körberls forscht. Nicht der Körbchen. Das Bild bleibt haften, das Interesse an der Antwort war gering. Zwei Wochen später enttarnten sich die burgenländischen Bäcker als Auftraggeber. Bild oben Mitte

STIEFELKÖNIG. Die Dame mit dem hochalpinen Vornamen zeigt Bein. Das Bild ist ein Motiv einer ganzen Plakatserie. Aufmerksamkeit garantiert. Die Schuhe haben Mühe, auch ein wenig davon zu bekommen. Der Slogan soll dabei helfen: Schuh, schön wie du. Bild rechts oben

Unter dem Slogan: Das Schönste, was Dir passieren kann.  wirft der Sektproduzent HOCHRIEGL immer wieder mal Brüste ins Werbegefecht: BILDER 1+2 NETSCHOOL
MOTOROLA griff ebenfalls zu gegürteten Brüsten und warb damit für sein Mobiltelefon MOTO SLVR auf einem City-Light-Plakat.
BILD 3 NETSCHOOL


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CITY LIGHT. Bild: NETSCHOOL
BILD 3

Lesen Sie mehr zum Thema: WERBEN MIT SEX

 

Auch auf den Standort kommt es an. Ein gutes Plakat affichiert auf einer Plakatwand, die zur Hälfte von Altpapiercontainern verdeckt ist oder die sich in einer Sackgasse an einer Hauswand in fünf Meter Höhe befindet, wird nicht sehr zur Geltung kommen. Bis zum Jahr 2000 war das den Anbietern von Plakatflächen völlig gleichgültig. Jede Fläche, egal ob an einer frequentierten Straße oder in einem modrigen Durchgang gelegen, kostete den selben Preis.

Seit 2000 ist das nicht mehr so. In einer bundesweiten Untersuchung wurden alle Plakatstellen erhoben, bewertet und die schlechtesten (immerhin 13 % bzw. 12.000!) ausgeschieden. Je nach Einstufung reiht die PWÖ (Plakatwertung Österreich) jede Plakatfläche in eine von sechs Klassen.
Mit zunehmender Punktezahl steigt der
Plakatwert (PW) und damit der Preis einer Plakatfläche.

Für Stellen, die gut sichtbar sind, eine lange Betrachtungszeit haben (z. B. weil sie sich am Ende einer langen Geraden im Stadtgebiet befinden, oder an einer Ampelkreuzung - wer schaut schon während der Rotphase nur auf die Ampel), von vielen Verkehrsteilnehmern passiert werden, .... gibt es viele Bewertungspunkte.

Nach folgenden Kriterien wird bewertet:
• Frequenz per Tafel (Fußgänger, Auto, öffentlicher Nahverkehr)
• Geschwindigkeit des Betrachters
• Stellung der Tafel (Fläche) zum Betrachter
• Entfernung zum Verkehrsstrom
• Standortgröße

Klassifizierung nach dem Plakatwert:
  >3.200 Punkte  Standard (>2.900 in K, T, V, S)
  >5.500 Punkte  Select
>10.000 Punkte  Top
>15.000 Punkte  Star
>20.000 Punkte  Star Plus
>30.000 Punkte 
Superstar

Von den gesamt rund 60.000 Plakatstellen in Österreich (davon EPAMEDIA ~31.000, GEWISTA ~19.000) erfüllen ca. 1.270 die Voraussetzungen für eine Einstufung in die Kategorie SUPERSTAR, rund 5.700 sind in STAR PLUS gereiht. 07/2009

GEWISTA  www.gewista.at und EPAMEDIA  www.epamedia.at sind die dominierenden Anbieter in Österreich. Aktuelle Preise  -  auch für andere Formate  -  finden Sie auf den Firmen-Websites.
 
  GEWISTA EPAMEDIA
Plakatformate 8 Bogen 16 Bog. 24 Bog. 48 Bog. 8 Bogen 16 Bog. 24 Bog. 48 Bog.
 Standard 20,80 15,2 22,3 44,6 35,-* 40,- 60,- 209,-
 Select   34,5 50,7 101,4 60,- 90,- 325,-
 Top   76,1 112,6 225,2 104,- 156,- 564,-
 Star   119,7 172,5 345,- 156,- 235,- 840,-
 Star Plus   162,4 239,5 479,- 209,- 314,- 1.130,-
 Superstar   271,- 395,8 791,6 314,- 471,- 1.680,-


Preise pro Stück nach Bogengröße für 14 Tage in Euro (+ 20 % USt + 5 % Werbeabgabe)  *8 Bogen-Preis für alle Kategorien
Preisliste 2009 auf den Websites der Unternehmen (Irrtum vorbehalten), dort finden Sie auch die Preise für alle zusätzlichen Kosten
Dauerwerbung - Preise pro Monat
 

Eine österreichweite Kampagne mit knapp 2.000 Plakaten über alle Kategorien kostet netto ~ 310.000,- €.  Preise 2010

Die GEWISTA-EPAMEDIA-Tochter R&C GmbH hat ihre PWÖ (Plakatwertung Österreich) durch eine aussagekräftigere Methode ersetzt. Es liefert für jeden einzelnen Out-of-Home-Werbeträger in Österreich die Netto-Kontakte. Das geschieht in einem dreistufigen Verfahren:

  1. 1,1 Mio. Straßensegmente werden zu einer "Frequenzlandschaft" zusammengefasst. Für jedes Segment wird der motorisierte Individualverkehr, die öffentlichen Verkehrsmittel und die Fußgängerströme erfasst. Die so ermittelten Bruttofrequenzen werden mit Hilfe der
  2. Mobilitätsstudie in Nettowerte umgerechnet. Dafür werden 1.700 Personen mittels GPS-Peilungen über das Gesamtjahr verteilt getrackt.
    Weitere 3.300 Personen werden online über die zurückgelegten Wege des Vortages befragt. Ebenfalls ermittelt werden spezielle Points of Interest (Shopping Centers, Bahnhöfe, Geschäftsstraßen, ...)
  3. Für alle Außenwerbeträger (Plakate, Rolling Boards, City Lights, Megaboards, ... weiters Werbeträger in Bahnhöfen und Shopping Centers, ...) werden geografischer Standort,  Größe, Winkel und Abstand zur Straße, Dauer der Betrachtung, Angaben über Umfeld, Ausleuchtung, Geschwindigkeit der Passage, ... erfasst.

Frequenzlandschaft, Mobilitätsstudie und Verortung liefern ein Reichweiten-Modell, dessen Datensätze 2011 im Outdoor-Server beliebig kombiniert abgefragt werden können.

 

WIEN - Kreuzung Johnstrasse / Oeverseestrasse  Bild: NETSCHOOL      WIEN - Possingergasse. Bild: NETSCHOOL      WIEN - Kinderspitalgasse, Baustelle: St. Anna Kinderspital. Bild: NETSCHOOL
Ampelgeregelte Kreuzungen sorgen für Wartezeiten. 30 bis 90 Sekunden. Gelegenheit zum Lesen von Plakaten, Rolling Boards oder Poster Lights.  Bild 1  
In Fahrtrichtung angebrachte Plakatflächen sind kürzer und nur am Rand im Blickfeld. Bild 2
Frontal zur Fahrtrichtung stehende Plakate, auf stark frequentierten Straßen im innerstädtischen Bereich, bieten besonders hohe Kontaktchancen.  Bild 3

 

VERDECKTE + VERSTECKTE PLAKATE

 
Verkehrsschilder, Müllcontainer, geparkte Autos, Baustellen, ... vor den Plakatflächen reduzieren die Werbewirkung und werten die Plakatstelle ab.
VERSTECKT unten rechts: Wien 10. Triester Straße 58, ein vom Fließverkehr schlecht einsichtiges Grundstück, aber dennoch mit vielen Werbeflächen. Im August 2010 waren hier gleich drei Flächen (2 x 16 Bogen, 1 x 24 Bogen) mit dem Teaser der NÖ-Landesregierung beklebt.

Wien 16., Paletzgasse - August 2006    WIEN- Heigerleinstrasse 
Bilder  NETSCHOOL

 

LEBENDE PLAKATE

Im Rahmen einer sehr großzügig dimensionierten Kampagne (Spots im Hörfunk und im Fernsehen, 1.000 Plakate, 300 Rolling Boards, kolportierter Werbewert 1 Mio. €; angeblich stellte die GEWISTA die Werbeflächen kostenlos bereit) rief  der WWF zum Schutz der March-Thaya-Auen auf.
An zwei Plakatstellen in Wien (Votivkirche, Franz-Josefs-Kai) ließ der WWF "lebende" Plakate basteln.
Es war ein Gag, den kaum jemand sehen konnte. Die Plakatstelle neben dem Seitenschiff der Votivkirche liegt für Fußgänger etwas abgelegen, am F-J-Kai fahren die PKW sehr zügig vorüber.
Die "lebenden" Plakate waren mit Moos (sah aus wie Flechten) beklebt. Der Effekt wirkte nur aus der Nähe.

Bild 1: Normales, "totes?" Plakat / Bild 2: "Lebendes" Plakat / Bild 3: Ausschnitt "Lebendes" P. / Bild 4:  Ausschnitt "Lebendes" P.

        
Bilder  NETSCHOOL

 

 

REGIONALE PLAKATUNTERNEHMEN
 

Medium-Plakate, Eisenstadt, Bahnübergang Ruster-Straße, Dezember 2006
Bild  NETSCHOOL

MEDIUM, der Anbieter aus Oberpullendorf verfügt über Plakatstellen im gesamten Burgenland und den angrenzenden Gebieten der Steiermark. Das Unternehmen nimmt seinen Kunden wirklich jede Arbeit ab. Seine Paketprei-se beinhalten die Gestaltung des Plakats, den 4c-Druck, die Beklebung, die Instandhaltung und die Miete der Fläche. Ein Preisbeispiel (zum Preis kommen noch Werbeabgabe + USt.) affichiert MEDIUM gleich als Eigenwerbung - Bild links.
 
Auch die "Großen" berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse der regionalen "Kleinen". EPAMEDIA bietet den KMUs ein kostengünstiges Full-Service-Angebot: www.epamedia.at/sujetgestaltung

 

"WILDE" PLAKATUNTERNEHMEN
 

Zwei "wilde" Kleber schuftet in der Mariahilfer Straße an einem kühlen Dezembertag. Bild: NETSCHOOL

 Argumente für "Wilde Plakatierungen"; aufgenommen in 1040 Wien, Weyringergasse; Bild: netschool Lichtmasten, Schaufenster leer stehender Geschäfte, Telefonzellen, Trafokästen, ... lauter Flächen, die nicht mit Plakaten beklebt werden dürfen. Das lässt die hurtigen Klebeteams der "wilden" Plakatunternehmen unbeeindruckt. Bild ganz links
Da sie keine Kosten für eigenen Plakatflächen (Miete, Errichtung) zu tragen haben, können sie mit absoluten Kampfpreise antreten. Die Tätigkeit verstößt gegen § 48 des Mediengesetzes: (Höchststrafe f. illegales Plakatieren € 2.180,--)
Zum Anschlagen, Aushängen und Auflegen eines Druckwerkes  an einem öffentlichen Ort bedarf es keiner behördlichen Bewilligung. Doch kann die Bezirksverwaltungsbehörde (Bundespolizeibehörde) zur Aufrechterhaltung der
öffentlichen Ordnung durch Verordnung anordnen, dass der Anschlag nur an bestimmten Plätzen erfolgen darf.
Unter den Begriff des Anschlagens fällt auch das Ankleben (Affichieren) von Plakaten u. ä. Die Bewilligung des Eigentümers des Objekts, auf dem angeschlagen, ausgehängt oder aufgelegt werden soll, wird durch § 48 nicht überflüssig.
Bilder  NETSCHOOL

Auf einem - natürlich ebenfalls - "wilden" Plakat argumentiert Peter Fuchs, Betreiber von Peter Fuchs direct-marketing  die Vorteile seines "wilden" Angebots:
WILDPLAKATIERUNG IST AUTONOM!   WILDPLAKATIERUNG IST KOSTENGÜNSTIG!   WILDPLAKATIERUNG SPRICHT JUNGE, URBANE ZIELGRUPPEN UNMITTELBAR AN!   WILDPLAKATIERUNG IST ULTIMATIV NAH AM KUNDEN!   WILDPLAKATIERUNG FÖRDERT DEN FREIEN WETTBEWERB!     www.plakatierung.net

 

Gewista - Kulturplakate auf Halbschalen, Bild: NETSCHOOL GEWISTA - Kulturplakat, Hinweis auf Fremdplakatierungsverbot, Bild: NETSCHOOL

In Wien bieten seit 2008 GEWISTA und ein Großteil "ehemaliger" Wildplakatierer über eine gemeinsame Gesellschaft auf 5.250 Strommasten (von 90.000!) Werbeflächen an. Es dürfen ausschließlich kulturelle Aktivitäten beworben werden. Eine Fläche kostet für eine Woche 2,95 Euro, Mindestbuchung 200 Flächen. Bilder links: NETSCHOOL

Mit einer - natürlich "wilden" - Plakataktion protestierte Herr Fuchs gegen den AUSVERKAUF DES ÖFFENTLICHEN RAUMES AN DIE GEWISTA.

 

ÖSTERREICHISCHER PLAKATPREIS
 

Jährlich verleiht die GEWISTA den Großen Österreichischen Plakatpreis.
Siegerplakat 2009 - und mit Platin ausgezeichnet - war das Rolling Board von BIPA
:  „Deine Augen leuchten richtig, bist Du verliebt?“ - Agentur Jung von Matt/Donau
1.890 Rolling Board-, City Light- und Plakat-Sujets standen zur Wahl.    
Bild  WEBSCHOOL

 

IMPACTISSIMO
 

EPAMEDIA vergibt seit 1995 jährlich den Impactissimo für die besten Kampagnen im Public Space Advertising.
2009 wurden bereits zum 14. Mal die effizientesten Plakate Österreichs prämiert, in der Kategorie „City Light“ wurde die Auszeichnung zum zehnten Mal verliehen.
Seit 2008 ist auch die Kategorie DIGITAL SIGNAGE in die Preisverleihung einbezogen.
Bestes Plakat 2009:
"Golden Dry" Schlumberger, Agentur:Leo Burnett     Bild  EPAMEDIA

 

PRAXISTIPPS

 
PAPIER:

Plakatpapier muss spezielle Eigenschaften haben: Mindestgrammatur zwischen 110 und 115 g, große Opazität (Undurchsichtigkeit), hohe Nassfestigkeit, geringer Dehnungskoeffizient. Der Druck muss auf der rauen Seite statt finden.

 

BUCHUNG:

Vier Monate vor Anschlagbeginn

 

KLEBESKIZZEN:

Sie sind eine notwendige Information an die Plakatierer. Damit wird vermieden, dass Plakatteile falsch zusammen gefügt werden.
 
ÜBERLIEFERUNG:

Das Plakat ist ein Medium der Außenwelt und damit zerstörungsanfällig. Daher soll man mindestens 15 Prozent mehr Plakate liefern, als Flächen gebucht wurden.
 
FORMATE:

 

KLEBEBESTÄTIGUNG
 

Der Auftraggeber einer Plakatkampagne erhält von der Plakatfirma eine Liste aller Plakatstellen, an denen seine Plakate angebracht wurden. Sie enthält folgende Angaben:
  • Laufzeit (Zeitspanne der "Veröffentlichung")
  • Postleitzahl, Straße, Hausnummer bzw. Gebäude
  • Plakatformat an der genannten Stelle siehe Formate oben
  • Kategorie
  • Anzahl pro Klebestelle (bei größeren Plakatstellen kann ein Motiv auch mehrmals geklebt sein)

Ohne den Mann an der Plakatwand, den "Plakatierer", hitzeerprobt und frostgestählt, wären alle Vorarbeiten  vergeblich. Mit Erfahrung und Können klebt er gegen Windböen und Regenschauer an. Auch gegen Eis und Schnee, bei Temperaturen unter minus 10 Grad ist aber Schluss. Dann hilft auch eine Erhöhung der Salzbeimischung zum wasserlöslichen Kleber nicht mehr. Es kann sogar schon bei 0 Grad die Klebeflüssigkeit anfrieren, wenn starker Wind auf der Plakatwand weit tiefere Temperaturen erzeugt.

 

3D-PLAKATE

Das Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik hat in Zusammenarbeit mit der Uni Kiel und der Firma RealEyes (www.lenscape.eu) eine Technik für großformatige, dreidimensionale Plakate entwickelt. Das Funktionsprinzip ist ähnlich dem der Postkarten mit Tiefenwirkung, die bei Kippbewegungen räumliche Strukturen bzw. Bewegung vortäuschen. Statt der dort verwendeten "Rillentechnik" wird bei den Plakaten ein aus 250.000 Einzellinsen mit einem Durchmesser von nur 2 mm

zusammengesetzten Linsenarray eingesetzt.
Die Linsenfolie wird auf Fotopapier geklebt und danach das Bild aufgebracht. Dzt. mögliches Format: 24 Bogen

Eine spezielle Software modifiziert die digitalen Bilddaten so, dass die Linsen das entstehende Bild nicht verzerren. Auf Basis des dreidimensionalen Modells des Gesamtmotivs berechnet das Programm für jede der 250 000 Einzellinsen ein Abbild des kompletten Motivs. So gibt später jede Linse eine Perspektive des Gesamtmotivs wieder, die gegenüber ihrem Nachbarn geringfügig verschoben ist. Das Display liefert für insgesamt 30 000 unterschiedliche Betrachtungswinkel jeweils eine eigenständige Ansicht der Szene – daher sieht der Betrachter ein Bild, das sich kontinuierlich mit dem Blickwinkel ändert. Insgesamt wird in einem Quadratmeter Display eine Datenmenge belichtet, die mehr als einem abendfüllenden Spielfilm entspricht.
Bild: Fraunhofer

 

Außenwerbung-Anbieter: www.stroeer.de  www.contrast-ms.de  www.wall.de  www.plakatunion.de  www.gewista.at  www.epamedia.at   

 

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