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PLAKATE

PLAKATWAND - Altes runter ....    PLAKATWAND - .... neues rauf
Bilder
NETSCHOOL

171 Millionen Euro war der Gesamtwert der PLAKATWERBUNG im Jahr 2007. Gegenüber 2006 eine Zunahme um 0,3 %.   Quelle: Focus Media Research
Die Gesamtfläche der knapp 72.400 Plakatstellen in Österreich misst fast 900.000 Quadratmeter. Die meisten Plakatstellen gibt es mit 22.500 in Wien.
Für AUSSENWERBUNG wurden 2007 in der Schweiz: 430 Mio. Euro Quelle:
Stiftung Werbestatistik Schweiz   ausgegeben.  
In Deutschland entfielen 2007 auf die PLAKATWERBUNG 820  Millionen Euro Quelle: ZAW

In den USA flossen 2006 163 Mrd. $ in die Werbung (Plakatanteil 3 % = 4 Mrd. €), die Japaner halten mehr von der Außenwerbung (12 % bzw. 3,3 Mrd. € vom 34 Mrd. $ großen Gesamtkuchen) Kurs:1 € =1,2 $ / Berechnungsbasis: ZAW-Länderstatistik

 

Täglich spazieren oder fahren wir an ein paar hundert Plakaten vorbei. Und alle wollen auf sich aufmerksam machen. Manchmal gelingt das einem. Bestenfalls zwei. Man hat sich das Motiv, das Bild gemerkt. Aber wie sieht es mit dem Inhalt, der Werbebotschaft aus?

Plakat - August 06 Werbung von den und KAROSSEURE in eigener Sache Heidi Klum präsentiert Schuhmodelle von STIEFELKÖNIG
Plakatbilder: NETSCHOOL

Manchmal springt uns von links ein Hintern ins Gesicht. Die grapschenden Hände sind Botschaft genug. Der Text - Lassen Sie nicht jeden an Ihre Karosserie - erspart dem Betrachter Interpretationszweifel. Alles zusammen besitzt hohes Aufregungspotential. Verspricht Arbeit für den Werberat und würde auch bestens in das Kapitel WERBEN MIT SEX passen. Worum geht´s eigentlich?  Bild links oben

Busen von vorne. Worum es geht? Das zu erraten ist die Aufgabe des Betrachters. Schließlich handelt es sich um einen TEASER. Der nach dem Verbleib eines Körberls forscht. Nicht der Körbchen. Das Bild bleibt haften, das Interesse an der Antwort war gering. Zwei Wochen später enttarnten sich die burgenländischen Bäcker als Auftraggeber. Bild oben Mitte

STIEFELKÖNIG. Die Dame mit dem hochalpinen Vornamen zeigt Bein. Das Bild ist ein Motiv einer ganzen Plakatserie. Aufmerksamkeit garantiert. Die Schuhe haben Mühe, auch ein wenig davon zu bekommen. Der Slogan soll dabei helfen: Schuh, schön wie du. Bild rechts oben

Unter dem Slogan: Das Schönste, was Dir passieren kann.  wirft der Sektproduzent HOCHRIEGL immer wieder mal Brüste ins Werbegefecht: BILDER 1+2 NETSCHOOL
MOTOROLA griff ebenfalls zu gegürteten Brüsten und warb damit für sein Mobiltelefon MOTO SLVR auf einem City-Light-Plakat.
BILD 3 NETSCHOOL


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CITY LIGHT. Bild: NETSCHOOL
BILD 3

Lesen Sie mehr zum Thema: WERBEN MIT SEX

 

Auch auf den Standort kommt es an. Ein gutes Plakat affichiert auf einer Plakatwand, die zur Hälfte von Altpapiercontainern verdeckt ist oder die sich in einer Sackgasse an einer Hauswand in fünf Meter Höhe befindet, wird nicht sehr zur Geltung kommen. Bis zum Jahr 2000 war das den Anbietern von Plakatflächen völlig gleichgültig. Jede Fläche, egal ob an einer frequentierten Straße oder in einem modrigen Durchgang gelegen, kostete den selben Preis.

Seit 2000 ist das nicht mehr so. In einer bundesweiten Untersuchung wurden alle Plakatstellen erhoben, bewertet und die schlechtesten (immerhin 13 % bzw. 12.000!) ausgeschieden. Je nach Einstufung reiht die PWÖ (Plakatwertung Österreich) jede Plakatfläche in eine von sechs Klassen.
Mit zunehmender Punktezahl steigt der
Plakatwert (PW) und damit der Preis einer Plakatfläche.

Für Stellen, die gut sichtbar sind, eine lange Betrachtungszeit haben (z. B. weil sie sich am Ende einer langen Geraden im Stadtgebiet befinden, oder an einer Ampelkreuzung - wer schaut schon während der Rotphase nur auf die Ampel), von vielen Verkehrsteilnehmern passiert werden, .... gibt es viele Bewertungspunkte.

Nach folgenden Kriterien wird bewertet:
• Frequenz per Tafel (Fußgänger, Auto, öffentlicher Nahverkehr)
• Geschwindigkeit des Betrachters
• Stellung der Tafel (Fläche) zum Betrachter
• Entfernung zum Verkehrsstrom
• Standortgröße

Klassifizierung nach dem Plakatwert:
  >3.200 Punkte  Standard (>2.900 in K, T, V, S)
  >5.500 Punkte  Select
>10.000 Punkte  Top
>15.000 Punkte  Star
>20.000 Punkte  Star Plus
>30.000 Punkte 
Superstar

Von den gesamt etwas mehr als 70.000 Plakatstellen in Österreich erfüllen ca. 1.200 die Voraussetzungen für eine Einstufung in die Kategorie SUPERSTAR, rund 5.500 sind in STAR PLUS gereiht.

GEWISTA  www.gewista.at und EPAMEDIA  www.epamedia.at sind die dominierenden Anbieter in Österreich. Aktuelle Preise  -  auch für andere Formate  -  finden Sie auf den Firmen-Websites.
 
  GEWISTA EPAMEDIA
Plakatformate 8 Bogen 16 Bog. 24 Bog. 48 Bog. 8 Bogen 16 Bog. 24 Bog. 48 Bog.
 Standard 20,- 14,50 21,50 43,- 33,-* 38,- 57,- 200,-
 Select   33,- 48,50 97,- 58,- 87,- 311,-
 Top   73,- 108,- 216,- 100,- 150,- 541,-
 Star   114,50 165,50 331,- 150,- 225,- 805,-
 Star Plus   155,50 229,50 459,- 200,- 300,- 1.081,-
 Superstar   258,50 379,- 758,- 300,- 450,- 1.607,-


Preise pro Stück nach Bogengröße für 14 Tage in Euro (+ 20 % USt + 5 % Werbeabgabe)  *8 Bogen-Preis für alle Kategorien
Preisliste 2008 auf den Websites der Unternehmen (Irrtum vorbehalten), dort finden Sie auch die Preise für alle zusätzlichen Kosten
Dauerwerbung - Preise pro Monat
 

Eine österreichweite Kampagne mit knapp 2.000 Plakaten über alle Kategorien kostet netto ~ 290.000,- €.  Preise 2008

 

WIEN - Kreuzung Johnstrasse / Oeverseestrasse  Bild: NETSCHOOL      WIEN - Possingergasse. Bild: NETSCHOOL      WIEN - Kinderspitalgasse, Baustelle: St. Anna Kinderspital. Bild: NETSCHOOL
Ampelgeregelte Kreuzungen sorgen für Wartezeiten. 30 bis 90 Sekunden. Gelegenheit zum Lesen von Plakaten, Rolling Boards oder Poster Lights.  Bild 1  
In Fahrtrichtung angebrachte Plakatflächen sind kürzer und nur am Rand im Blickfeld. Bild 2
Frontal zur Fahrtrichtung stehende Plakate, auf stark frequentierten Straßen im innerstädtischen Bereich, bieten besonders hohe Kontaktchancen.  Bild 3

 

VERDECKTE PLAKATE

 
Verkehrsschilder, Müllcontainer, geparkte Autos, Baustellen, ... vor den Plakatflächen reduzieren die Werbewirkung und werten die Plakatstelle ab.

   Wien 16., Paletzgasse - August 2006    WIEN- Heigerleinstrasse
Bilder  NETSCHOOL

 

REGIONALE PLAKATUNTERNEHMEN
 

Medium-Plakate, Eisenstadt, Bahnübergang Ruster-Straße, Dezember 2006
Bild  NETSCHOOL

MEDIUM, der Anbieter aus Oberpullendorf verfügt über Plakatstellen im gesamten Burgenland und den angrenzenden Gebieten der Steiermark. Das Unternehmen nimmt seinen Kunden wirklich jede Arbeit ab. Seine Paketprei-se beinhalten die Gestaltung des Plakats, den 4c-Druck, die Beklebung, die Instandhaltung und die Miete der Fläche. Ein Preisbeispiel (zum Preis kommen noch Werbeabgabe + USt.) affichiert MEDIUM gleich als Eigenwerbung - Bild links.
 

 

"WILDE" PLAKATUNTERNEHMEN
 

Zwei "wilde" Kleber schuftet in der Mariahilfer Straße an einem kühlen Dezembertag. Bild: NETSCHOOL

 Argumente für "Wilde Plakatierungen"; aufgenommen in 1040 Wien, Weyringergasse; Bild: netschool Lichtmasten, Schaufenster leer stehender Geschäfte, Telefonzellen, Trafokästen, ... lauter Flächen, die nicht mit Plakaten beklebt werden dürfen. Das lässt die hurtigen Klebeteams der "wilden" Plakatunternehmen unbeeindruckt. Bild ganz links
Da sie keine Kosten für eigenen Plakatflächen (Miete, Errichtung) zu tragen haben, können sie mit absoluten Kampfpreise antreten. Die Tätigkeit verstößt gegen § 48 des Mediengesetzes: (Höchststrafe f. illegales Plakatieren € 2.180,--)
Zum Anschlagen, Aushängen und Auflegen eines Druckwerkes  an einem öffentlichen Ort bedarf es keiner behördlichen Bewilligung. Doch kann die Bezirksverwaltungsbehörde (Bundespolizeibehörde) zur Aufrechterhaltung der
öffentlichen Ordnung durch Verordnung anordnen, dass der Anschlag nur an bestimmten Plätzen erfolgen darf.
Unter den Begriff des Anschlagens fällt auch das Ankleben (Affichieren) von Plakaten u. ä. Die Bewilligung des Eigentümers des Objekts, auf dem angeschlagen, ausgehängt oder aufgelegt werden soll, wird durch § 48 nicht überflüssig.
Bilder  NETSCHOOL

Auf einem - natürlich ebenfalls - "wilden" Plakat argumentiert Peter Fuchs, Betreiber von Peter Fuchs direct-marketing  die Vorteile seines "wilden" Angebots:
WILDPLAKATIERUNG IST AUTONOM!   WILDPLAKATIERUNG IST KOSTENGÜNSTIG!   WILDPLAKATIERUNG SPRICHT JUNGE, URBANE ZIELGRUPPEN UNMITTELBAR AN!   WILDPLAKATIERUNG IST ULTIMATIV NAH AM KUNDEN!   WILDPLAKATIERUNG FÖRDERT DEN FREIEN WETTBEWERB!     www.plakatierung.net

 

Gewista - Kulturplakate auf Halbschalen, Bild: NETSCHOOL GEWISTA - Kulturplakat, Hinweis auf Fremdplakatierungsverbot, Bild: NETSCHOOL

In Wien bieten seit 2008 GEWISTA und ein Großteil "ehemaliger" Wildplakatierer über eine gemeinsame Gesellschaft auf 5.250 Strommasten (von 90.000!) Werbeflächen an. Es dürfen ausschließlich kulturelle Aktivitäten beworben werden. Eine Fläche kostet für eine Woche 2,95 Euro, Mindestbuchung 200 Flächen. Bilder links: NETSCHOOL

Mit einer - natürlich "wilden" - Plakataktion protestierte Herr Fuchs gegen den AUSVERKAUF DES ÖFFENTLICHEN RAUMES AN DIE GEWISTA.

 

ÖSTERREICHISCHER PLAKATPREIS
 

KRONE-Kampagne: Teaser-Lösung, geklebt September 2006. Plakatfoto NETSCHOOL Jährlich verleiht die GEWISTA den Großen Österreichischen Plakatpreis.
Siegerplakat 2006 - und mit Platin ausgezeichnet - war der Teaser der Kronen-Zeitungs-Kampagne "Glauben Sie es erst, wenn es in der Krone steht"   
Bild  NETSCHOOL

 

PRAXISTIPPS

 
PAPIER:

Plakatpapier muss spezielle Eigenschaften haben: Mindestgrammatur zwischen 110 und 115 g, große Opazität (Undurchsichtigkeit), hohe Nassfestigkeit, geringer Dehnungskoeffizient. Der Druck muss auf der rauen Seite statt finden.

 

BUCHUNG:

Vier Monate vor Anschlagbeginn

 

KLEBESKIZZEN:

Sie sind eine notwendige Information an die Plakatierer. Damit wird vermieden, dass Plakatteile falsch zusammen gefügt werden.
 
ÜBERLIEFERUNG:

Das Plakat ist ein Medium der Außenwelt und damit zerstörungsanfällig. Daher soll man mindestens 15 Prozent mehr Plakate liefern, als Flächen gebucht wurden.
 
FORMATE:

 

KLEBEBESTÄTIGUNG
 

Der Auftraggeber einer Plakatkampagne erhält von der Plakatfirma eine Liste aller Plakatstellen, an denen seine Plakate angebracht wurden. Sie enthält folgende Angaben:
  • Laufzeit (Zeitspanne der "Veröffentlichung")
  • Postleitzahl, Straße, Hausnummer bzw. Gebäude
  • Plakatformat an der genannten Stelle siehe Formate oben
  • Kategorie
  • Anzahl pro Klebestelle (bei größeren Plakatstellen kann ein Motiv auch mehrmals geklebt sein)

Ohne den Mann an der Plakatwand, den "Plakatierer", hitzeerprobt und frostgestählt, wären alle Vorarbeiten  vergeblich. Mit Erfahrung und Können klebt er gegen Windböen und Regenschauer an. Auch gegen Eis und Schnee, bei Temperaturen unter minus 10 Grad ist aber Schluss. Dann hilft auch eine Erhöhung der Salzbeimischung zum wasserlöslichen Kleber nicht mehr. Es kann sogar schon bei 0 Grad die Klebeflüssigkeit anfrieren, wenn starker Wind auf der Plakatwand weit tiefere Temperaturen erzeugt.

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