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KUPON- (BONUS-) KATALOGE

Couponing (Kuponkataloge) zählt neben Online Marketing (e-Mail), Mobile Marketing (SMS, MMS), adressierten Directmails, Kundenbindungsprogrammen (Kundenkarten, Kundenklubs),  klassischer Werbung mit Direct Response, Telemarketing und unadressierter Werbung (Postwurf, Prospekte) zu den Instrumenten des Direkt Marketing.  Ein Drittel der Werbegelder werden in die Direktwerbung investiert. Sowohl "klassische" Werbung als auch  Direct Marketing setzen pro Jahr jeweils ca. 2,2 Milliarden Euro um.
Alle paar Monate flattert uns ein kleines Heftchen mit Gutscheinen, Anforderungsberechtigungen für Gratiskataloge, Aktionsangeboten, ... ins Haus.
Absender sind entweder Unternehmen, die sich auf diese Art der Werbung spezialisiert haben oder Einkaufszentren, Großhändler und regionale Kooperationen von Kaufleuten.

Wer einen Gutschein einlösen will, muss dazu meist ein Geschäft aufsuchen und dort einen Wareneinkauf über einen bestimmten Betrag tätigen.
Es gibt aber auch Gutscheine für Kostproben, Dienstleistungen (Gastronomie, Beherbergung, Probetraining, Kosmetikanwendung,...), Sparguthaben, ... .

Gutscheine sind ein gutes Instrument zur Erweiterung kundenbezogener Daten. Auf der Rückseite des Gutscheins müssen die Kunden Angaben zur Person eintragen:

Die Gutschein-Heftchen werden durch die Post, Redmail oder von einem Werbemittelverteiler zugestellt. Bei den spezialisierten Anbietern ergibt sich durch eine hohe Auflage (bis 3,2 Millionen Exemplare österreichweit; in Deutschland bis 24 Millionen - jeweils pro Auslieferung) und eine große Akzeptanz seitens der Konsumenten für die Inserenten ein sehr günstiger Kontaktpreis (unter 1 Cent pro Kontakt).
Sie werden für den Direktverkauf, zur Neukunden- und Interessentengewinnung und für Promotionsaktivitäten eingesetzt.

Interessenten können ihre Schaltungen individuell nach Regionen, Ballungsgebieten und Auflagen buchen. Die Kuponwerber bringen in Österreich 2 bzw. 3 Auflagen pro Jahr in Umlauf (in Deutschland 5 Auflagen/Jahr). Auslieferungstermine sind bei Anbietern mit zwei Auflagen Dezember/Jänner und August; bei jenen mit drei Auflagen werden die Ausgaben im Dezember/Jänner, im Juni und im August/September verschickt.

 

     

 

GUTSCHEIN

 
   

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Wer seinen Gutschein-Bon in der bundesweiten Auflage (3.200.000 Stück) schaltet, bezahlt dafür zwischen 34.900 (multibus) und 36.500 Euro (infobon) zuzügliche USt. und 5 % Werbeabgabe. Soll der Gutschein nur in einem Drittel der Auflage präsent sein, kostet das 14.900,- (multibus) bzw. bei infobon zwischen 15.500,- (beidseitiger Druck) und 8.300,- (einseitig bedruckt, daher KEINE Responsemöglichkeit).

Gibt es ein Gewinnspiel sind als Gegenleistung für die Teilnahme bei MultiBus und Willi´s Infobon ein paar persönliche Daten anzugeben. Adressenhandel

Die Forderungen des
Telekommunikationsgesetzes (§ 101 "Anrufe und das Senden von Fernkopien zu Werbezwecken) sollen mit der Einverständniserklärung (siehe Kleingedrucktes) erfüllt werden. Über die 20 Cent Mehrporto kann man sich auch Gedanken machen.

Willi´s Infobon www.infobon.info (Auflage 3.200.000 Stück, 19 Gutscheine, davon 5 für Kataloganforderungen, Sep. 10) und  Multibus www.multibus.at (mit dem KUPONKATALOG; die 3 Mio. Exemplare der 76. Ausgabe - Sep. 10 - umfasste 24 Blatt mit 25 Gutscheinen, davon 6 Anforderungen für kostenlose Kataloge) sind im deutschsprachigen Raum die größten Anbieter für diese Art des Direktmarketings.

Das Shopping Center Nord (SCN) in Wien lässt im April und Oktober jeweils 180.000 Gutscheinhefte im Einzugsgebiet seiner Kunden (17. bis 22. Bezirk und angrenzende Gebiete in Niederösterreich) verteilen. Die Hefte enthalten eine Auflistung der eingemieteten Shops und knapp 30 Gutscheine. Gestaltung und Produktion besorgt das Marketing des SCN.

 

Beachtliche 500.000 Gutscheinhefte ließ das Marketing des Einkauf-Centers im Milleniums Tower von der Firma  DISTLER an die Haushalte verteilen. In der Auflage "Herbst 06" wurden 142 Gutscheine (Beispiel TurboSchuh, ganz oben) - und damit mehr als doppelt so viele wie in Auflage zwei (Dezember 02, 66 Stück) - in ein Heft gepackt. Das Einzugsgebiet deckt sich großteils mit dem der SCN.

 

Oben abgebildetes Gutscheinheft enthielt 44 Bonusscheine (Auflage 30.000 Stück; Zusteller redmail). Bis 2006 mit auf Senioren bezogenen Angeboten bestückt, kam es im Herbst 2007 erstmals ohne alterspezifische Ausrichtung zur Verteilung.
Die Aktion war eine von vielen Marketingmaßnahmen, die der für dieses Gebiet verantwortliche Einkaufsstraßen-Manager organisiert und durchgeführt hat.
Finanziert werden die Marketingaktivitäten der "Wiener Einkaufsstraßen" aus den Beiträgen des jeweiligen Einkaufsstraßenvereins (dzt. gibt es 100 Vereine), Zuschüssen der Wirtschaftskammer Wien und dem Wiener Wirtschaftsförderungsfond.

 

Unter dem Motto "Abfallvermeidung" stand ein Gutscheinkatalog, den die Gemeinde Wien (Magistratsabteilung 48) mit einer Auflage von 800.000 Stück (gedruckt auf ökologischem Papier) allen Wiener Haushalten zustellen ließ. Enthalten waren Tipps und Gutscheine mit Ermäßigungen für "verpackungslose Geschenke" wie Theater-Abos, sportliche Aktivitäten, Autovermietung, ...  siehe Beispiel unten

 

2,5 Millionen Exemplare ihres Gutscheinkatalogs verschickten die IKEA-Einrichtungshäuser an Haushalte im gesamten Bundesgebiet. Datumsabhängig konnten 25 Angebote aus dem Warensortiment bzw. den Restaurants zu Sonderpreisen gekauft bzw. verspeist werden.

 

Österreichweit versorgte die Fast-Food-Kette McDonalds die Haushalte mit niedlichen Bonusheftchen (Format: 105 x 75 Millimeter). Neben 13 Gutscheinen enthielt das Heft auch den nützlichen Hinweis, dass unter www.mcdonalds.at weitere Gutscheine per Download erhältlich sind.

Wer nicht warten möchte, bis ihm die Gutscheine ins Haus flattern, kann sich seit bei www.bonuscards.at auf die Suche begeben.

Handels- und Dienstleistungsunternehmen präsentieren auf dieser Seite ihre Sonderangebote, Interessenten drucken den Gutschein für das Angebot ihrer Wahl aus und spazieren damit ins Geschäftslokal. Die Online- Rabattpirsch ist nach Regionen, Stichworten oder Kategorien möglich.
Die Gutscheine tragen das Logo von BonusCards, eine Identifikationsnummer, die Waren- bzw. Leistungsbe- zeichnung und eine Gültigkeitsfrist.

Für die Präsenz auf der Plattform verrechnet
BonusCards entweder einen Pauschalbetrag oder die Anbieter bezahlen nach der Klickrate bzw. Anzahl der Gutscheinausdrucke.
Der Dealhamster stellt alle Gutscheine und Ermäßigungen die aktuell verfügbar sind auf seine Plattform. Inklusive eventuell notwendiger Codes (bei Onlinekäufen erforderlich). www.dealhamster.com
Unternehmen dürfen für einen bestimmten Zeitraum nach vorangegangener Registrierung ihre Gutscheine einstellen.
Wer sich auf der Website von GROUPON registriert, erhält täglich per Mail EIN Angebot, welches 24 Stunden aufrecht bleibt, aber erst in Kraft tritt, wenn eine bestimmte Anzahl von Käufern erreicht ist.
Interessenten geben ihre E-Mail-Adresse ein und wählen über eine Drop-Down-Liste die gewünschte Stadt aus. www.groupon.at
DailyDeal, stellt täglich ein Rabatt-Angebot für pro österreichischer Stadt (Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Wien, Dornbirn, Villach, Salzburg, Linz, Osttirol) online. Kommt der Deal zustande, wird mittels
Kreditkarte online bezahlt, im Gegenzug kommt der Gutschein per E-Mail. www.dailydeal.at

Das Couponing funktioniert auch via Mobiltelefon. Dafür muss sich der Handybesitzer online beim Kuponanbieter registrieren und seine Interessen angeben. Danach erhält er elektronische Gutscheine auf sein Handy.
Im Geschäft bzw. einer Filiale des Gutscheinausstellers hält er das Handy-Display mit dem Kupon vor ein Lesegerät und löst den Gutschein damit ein.
Als Gegenleistung gibt es für den Anbieter viele Kundendaten: Name, Telefonnummer, Einlöseort und -Zeit, Handymarke, Warenart und -Menge.

VOOCH verspricht: "Beim Einkaufen, in Restaurants, Bars, Clubs, Museen, Kunst und Kultur eine Menge Geld zu sparen." Sobald man sich registriert hat, installiert man auf seinem Handy die VOOCH-Applikation oder öffnet auf dem Handy die Website von VOOCH. www.vooch.at
Den gewünschten Gutschein auf das Mobiltelefon laden - Gutschein auf dem Display darstellen - im Geschäft die Gutscheinabbildung beim Bezahlen vorzeigen.

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