POLITIK WELTHANDELSPARTNER WICHTIGSTE HANDELSPARTNER: ÖSTERREICHS DEUTSCHLANDS SCHWEIZ
INTERESSENGRUPPEN IM WELTHANDEL EU DRITTE WELT ROHSTOFFMÄRKTE GEWERKSCHAFTEN BALTIC DRY INDEX
| Ihr seht nicht wohl, Signor Antonio; / Ihr macht Euch mit der Welt zu viel zu schaffen: / Der kommt darum, der mühsam sie erkauft. |
WELTHANDEL |
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"Der Kaufmann von Venedig" SHAKESPEARE |

MÄRKTE
Bilder: NETSCHOOL
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GATT |
| Im Rahmen der UNO sollten nach dem Zweiten Weltkrieg für eine
multinationale Wirtschaftszusammenarbeit drei Organe geschaffen werden: der
Internationale Währungsfonds (IMF), die Weltbank und die International
Handelsorganisation (ITO). Letztere konnte nicht verwirklicht werden, weil der
US-Kongress seine Zustimmung verweigerte. Als Ersatzlösung entstand ein
Vertragswerk, das GATT. Beide sind wir am selben Tag geboren, im Unterschied zu mir hat das GATT (Allgemeine Zoll- und Handelsabkom-men) sein Leben am 31. Dezember 1994 beendet. Glück gehabt. Für einen Vertrag, der über ein Provisorium nie hinaus kam, eine beachtliche Geltungsdauer. Von anfangs 23 wuchs die Zahl der Vertragspartner auf 95. 90 % des Welthandels wurden nach GATT-Regeln abgewickelt. Die GATT-Nachfolgerin WTO brachte es bis 2005 auf 148 Unterzeichnerstaaten. |
| 30. 10. 1947
|
23 Staaten - Australien, Belgien, Brasilien, Burma, Canada, Ceylon, Chile, China, Cuba, Tschechoslowakei, Frankreich, Indien, Libanon, Luxemburg, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Pakistan, Südrhodesien, Syrien, Südafrika, United Kingdom, USA - unterzeichnen in Genf das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen GATT und beenden erfolgreich eine erste Verhandlungsrunde, die 45.000 Zolltarifbestimmungen erfasst. | |
| 01. 01. 1984 | GATT tritt auf provisorischer Basis in Kraft | |
| 1949 | Zweite Verhandlungsrunde beschließt 5.000 Zolltarifbestimmungen. | |
| 1950 | Dritte Verhandlungsrunde beschließt 8.700 Zolltarifbestimmungen. | |
| 1955 | Vierte Verhandlungsrunde beschließt Zolltarifbestimmungen betreffend ein Handelsvolumen von 2,5 Milliarden US$. | |
| 1960-1962 | Fünfte Verhandlungsrunde beschließt 4.400 Zolltarifbestimmungen über ein Handelsvolumen von 5 Milliarden US$. | |
| 1964-1967 | Sechste Verhandlungsrunde mit einem Abbau der Zolltarife um 50 %, Zolltarifvereinbarungen über ein Handelsvolumen von 40 Milliarden US$. Das GATT wird um ein Kapitel erweitert (Kapitel IV: Handel + Entwicklung) | |
| 1973-1979 | Siebente Verhandlungsrunde beschließt einen durchschnittlichen Zolltarifabbau auf die Industrieprodukte der neun wichtigsten Industrieländer von 7 % auf 4,7 %. | |
| 1986-1993 | Achte Verhandlungsrunde beschließt Regelungen zu den Gebieten Agrar, Textil, Dienstleistungen und des Urheberrechts. Ein weiterer Zollabbau um durchschnittlich 38 % wird vereinbart. | |
| 30. 10. 1987 | 95 Staaten unterschreiben die GATT-Regeln. |
| Viele Regierungen, auch von
Unterzeichnerstaaten, haben die
GATT-Vereinbarungen ignoriert oder umgangen um
ihre nationalen Unternehmen zu schützen und zu bevorzugen. Mit
diskriminierenden Handelsbeschränkungen und unangemessenen Subventionen
"entschärften" manche Staaten das
GATT. Hauptsächlich betroffen
davon die Sektoren Landwirtschaft und Textilien. Bereits im Gründungsvertrag
hatten sich die USA ein Sonderstellung auf dem Landwirtschaftssektor
ausbedungen. Im Laufe der Jahre gelang es weiteren Staaten speziell auf ihre
Wünsche abgestimmte Regelungen zu erreichen. Sie setzten mengenmäßige
Importbeschränkungen, gesundheitsrechtliche Bestimmungen, sicherheitspolitische
oder umweltpolitische Vorgaben, ... durch. Das gelang deshalb so gut, weil der
Text des GATT so allgemein gehalten war, dass er vielfältige Interpretationen
zuließ. Beispielsweise enthielt er keine Definition für den Begriff "Entwicklungsland". Der Staat, der behauptete eines zu sein, war eines. Für Entwicklungsländer galten Sonderregelungen, die ihnen höhere Zolltarife erlaubten. Wichtigste Bestimmungen des GATT waren die
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| Butter
oder Kanonen? - das ist nicht die Frage. Wer genug Kanonen hat, wird auch genug Butter haben. |
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ZARKO PETAN |

HAMBURGER HAFEN
Bild NETSCHOOL
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Ist die Nachfolgeorganisation des
GATT.
Die Gründungsverträge wurden im April 1994 unterzeichneten und
traten am 1. Jänner 1995 in Kraft. Gründungsmitglieder: 81;
Mitgliederstand nach dem Beitritt der Kapverden im Juli 2008: 153, darunter 33 der ärmsten
Entwicklungsländer. Unter den noch etwa 30 Beitrittsbewerbern ist
Russland der wirtschaftlich bedeutendste. Oberstes Organ ist die Ministerkonferenz, in der die Handels- bzw. Wirtschaftsminister jedes Mitglieds eine Stimme haben. Seit 2001 verhandeln die WTO-Mitglieder über
Subventionsabbau in der Landwirtschaft (das verlangen die Agrarstaaten von
den USA und der EU), Senkung von Zollsätzen und Erleichterungen beim Zugang
zu Dienstleistungsmärkten (Forderung der Industriestaaten und Indiens an die
ärmeren Länder). Unabhängig davon schließen die WTO-Staaten weiterhin untereinander eigene Verträge ab. Mehr als 200 bilaterale und regionale Handelsabkommen gibt es schon. Besonders die USA vereinbaren immer neue Freihandelsverträge mit Einzelstaaten aus. Mit der selben Taktik versuchen sie auch den Internationalen Strafgerichtshof auszuhebeln. Als reif, abgeklärt und der Idee verpflichtet erweisen sich die Mitglieder bei der Wahl des WTO-Generaldirektors. Auch sie unterliegt der Konsenspflicht. Da kann es schon mal ein bisschen dauern. 1999 kam es erst nach monatelangem Streiten, Feilschen, Schmollen und Blockieren zu einem Kompromiss zwischen den Industriestaaten und den Entwicklungsländern: für die erste Hälfte der sechsjährigen Amtszeit übernahm der Neuseeländer Mike Moore die Funktion, dann folgte ihm der Thailänder Supachai Panitchpakdi. Für die Wahl des Nachfolgers (31. Mai 2005) gab es Kandidatenvorschläge von Brasilien (den eigenen Botschafter), Uruguay (den eigenen Botschafter), den 79 Staaten der Afrika-Karibik-Pazifik-Zone (den ehem. Außenminister von Mauritius) und den Industriestaaten (ehem. EU-Handelskommissar).Die bisherigen
GATT-
bzw. WTO-Generaldirektoren: Transferieren wir die riesigen Zahlen in Privathaushaltsdimensionen, indem wir 499.000.000 € durch 1.270.000.000 Kilogramm dividieren. Als Ergebnis erhalten wir 39 Euro-Cent / kg Zucker Subvention! Das sind umgerechnet 52 Dollar-Cent. Auf dem Rohwarenmarkt notierte Zucker in den Jahren 2002 bis 2004 zwischen 12 und 18 Dollar-Cent pro Kilogramm. Jedes Kilo EU-Zucker kostete die EU-Steuerzahler das Drei- bis Vierfache des erzielten Verkaufspreises. Kritiker sind der Ansicht, dass die Arbeit der WTO keineswegs dem Wohle aller Menschen dient. Als erbittertster WTO-Gegner hat sich die 1998 in Frankreich gegründete Vereinigung ATTAC (Association pour la taxation des transactions financieres pour l'aide au citoyen / Verband für die Besteuerung von Finanztransaktionen zur Unterstützung des Bürgers) erwiesen. Sie organisiert an den Orten der WTO-Konferenzen Proteste und Demonstration. 2009 wurde Lamy für weitere 4 Jahre gewählt. Es gab keinen Gegenkandidaten. Vielleicht ein Grund für den erfolglosen Franzosen, die Erhöhung seines Gehalts (315.000 € / Jahr) um 30 % zu fordern. Gelang ihm auch nicht. 2011 wurde Russland 154. Mitglied der
WTO (am
16. Dez.) |
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| AFTA (ASEAN
Free Trade Association)
www.aseansec.org
-
Freihandelszone
gegründet 2002, von 6
Mitgliedstaaten des Verbands Südostasiatischer Staaten (ASEAN) ASEAN (Association Südostasiatischer Staaten) - gegründet August 1967 (Bangkok-Deklaration) von Thailand, Malaysia, Philippinen, Indonesien, Singapur. Dazu kamen später Brunei, Vietnam, Kambodscha, Laos und Myanmar. Vom gesamten Außenhandel (2006: 1.443 Mio. $) entfällt nur ein knappes Viertel auf den Handel zwischen den Mitgliedsstaaten. APEC (Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit) gegründet 1989 www.apec.org - 21 Mitglieder: Australien, Brunei, Kanada, Chile, Hongkong, VR China, Indonesien, Japan Süd-Korea Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Papua-Neugiunea, Peru, Philippinen, Russland, Singapur, Taiwan, Thailand, USA, VietnamAuf die APEC-Staaten entfallen 41% der Weltbevölkerung und die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung. CAFTA (Central American Free Trade Agreement - Zentralamerikanischer Freihandelsvertrag) gegründet 2005 - auf die Domain darf man gespannt sein, ist doch die naheliegende Adresse www.cafta.org von der Canadian Agri-Food Trade Alliance besetzt. Mitglieder der mit dem Vertrag begründeten Freihandelszone sind die USA, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Dominikanische Republik. CARICOM (Caribbean Community and Common Market) gegründet 1973 www.caricom.org - kommt seinen gesetzten Freihandelszielen nicht näher.CEFTA (Central European Free Trade Agreement - Mitteleuropäisches Freihandelsabkommen) gegründet 1992 von Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Die Gründungsstaaten und die später beigetretenen Staaten Slowenien, Rumänien und Bulgarien sind anlässlich ihres EU-Beitritts ausgeschieden. Es verblieben acht Vertragspartner: Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Serbien, Montenegro, Albanien, Kosovo. Ziel: Zollabbau, Beseitigung von Handelsbarrieren. EFTA (Europäische Freihandelsassoziation) gegründet 1960 www.efta.int - eine Organisation, der im Laufe der Jahre die meisten Staaten in Richtung EU abhanden kamen. Den Anfang machten GB und Dänemark (1972), im letzten Fluchtpaket befand sich auch Österreich (1995). Verbliebene Mitglieder: Island, Liechtenstein, Norwegen, SchweizEWR (Europäischer Wirtschaftsraum) Gründung: 1. 1. 1994 - Alle EU-Staaten und drei EFTA-Staaten (außer CH) gehören ihm an. Ziel war die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen unter den Teilnehmerstaaten (freier Kapital-, Personen-, Güter- und Dienstleistungsverkehr). Als "Eintrittsgeld" (Kohäsionsbeitrag) sollten den EFTA-Staaten 500 Millionen ECU abgeknöpft werden. Zusätzlich hätten sie noch den "armen" EU-Staaten mit 3 % verzinste Kredite über weitere 1,5 Milliarden ECU zur Verfügung stellen sollen. Die Beträge verringerten sich schlussendlich um 25 Prozent, weil die Schweizer Bürger sich in einer Volksabstimmung gegen den Beitritt entschieden. 25 % wäre der Anteil der Schweiz gewesen. MERCOSUR (Mercado Comun del Cono Sur) gegründet 1991, in Kraft getreten 1995 www.mercosur.org.uy - Mitglieder: Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela (Aufnahmebeschluss: Juli 2006. Ratifizierung durch brasilianisches Parlament am 15. 12. 09. Ratifizierung durch das Parlament von Paraguay vielleicht 2010); Zollunion. Die gegenseitigen Verpflichtungen der Mitglieder werden nur eingehalten, solange sie nicht nationalen Interessen im Wege stehen. "Verpflichtungen im Rahmen des MERCOSUR sind einen Dreck wert" José Mujica, uruguayanischer Landwirtschaftsminister. Bolivien, Chile, Peru sind assoziiert.NAFTA
(Nordamerikanische
Freihandelsassoziation) www.nafta-sec-alena.org
- zu ihr gehören Kanada, Mexiko und
die USA.
Das Handelsvolumen zwischen den drei Partner
betrug 2006 845,5 Mrd. US$. Davon entfielen 59 % auf den Handel zwischen
USA + Kanada, 38,5 % auf den Handel zwischen USA + Mexiko, der Rest
betraf Kanada + Mexiko. Quelle NAFTA Die OECD analysiert jährlich die Wirtschafts- und Sozialpolitik der 31 (seit Mai 2010 34) Mitgliedstaaten und berät sie auch auf diesen Gebieten. Mitglieder: Australien, B, Chile, DK, D, FIN, F, GR, GB, IRL, Island, I, Japan, Kanada, LUX, Mexiko, Neuseeland, NL, Norwegen, Ö, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südkorea, Tschechien, Türkei, Ungarn, USA. / Neu: Slowenien, Estland, Israel |

Tankzug mit Ölprodukten
Bild: NETSCHOOL
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Weitere
INTERESSENGRUPPEN IM WELTHANDEL |
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| G-4
G-5 G-6 G-7 G-8 G-10 |
Brasilien, EU, Indien, USA Gruppe der 5 wichtigsten Schwellenländer (China, Indien, Südafrika, Mexiko, Brasilien) Australien, Brasilien, EU, Indien, Japan, USA Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA G-7 + Russland China, (Taiwan), Island, Israel, Japan, Liechtenstein, Mauritius, Norwegen, Südkorea, Schweiz |
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G-20
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1999 beschlossen die G-7 Probleme periodisch
in einem erweiterten Kreis zu besprechen. Die EU als Vertreter von
"Rest-Europa" und 12 weitere "systemrelevante" Staaten wurden eingeladen: G-8, G-5, Argentinien, Australien, Indonesien, Saudi-Arabien, Südkorea, Türkei, EU. Die Zusammensetzung der G-20 ist durchaus willkürlich. Der Organisator des Treffens lädt nach seinem Gutdünken ein. 2009 trafen einander in London: G-8, China, Indien, Brasilien, Argentinien, Südafrika, Saudi-Arabien, Indonesien, Mexiko, Australien, Südkorea, Spanien, Niederlande, Tschechien (als EU-Vorsitzender). Wie immer mit dabei: IWF + Weltbank |
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G-21
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Die Agrarstaaten vertreten 70 % aller Bauern der Welt und 65 % der Weltbevölkerung: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, China, Ägypten, Guatemala, Indien, Indonesien, Kuba, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Paraguay, Philippinen, Südafrika, Tansania, Thailand, Uruguay, Venezuela, Simbabwe |
| G-33
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Antigua + Barbuda, Barbados, Belize, Benin, Bolivien, Botswana, China, Elfenbeinküste, Dominica, Dominikanische Republik, El Salvador, Grenada, Guatemala, Guayana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Jamaica, Kenia, Kongo-Brazzaville, Kuba, Madagaskar, Mauritius, Mongolei, Mosambique, Nicaragua, Nigeria, Pakistan, Panama, Peru, Philippinen, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und Grenadines, Senegal, Sri Lanka, Südkorea, Surinam, Tansania, Trinidad und Tobago, Türkei, Uganda, Venezuela, Sambia, Simbabwe. Entwicklungsstaaten, welche ihre Importe möglichst erschweren möchten. |
| G-90 | 90 Entwicklungsländer, darunter 56 aus dem afrikanischen, pazifischen und karibischen Raum. |
| C-4 | Cotton Four (Baumwoll-4); Benin, Burkina Faso, Mali, Tschad. Die vier afrikanischen Staaten fordern die |
| Abschaffung der Subventionen, mit denen besonders die USA ( unterstützt seine Baumwollfarmer jährlich mit vier Mrd. Dollar) aber auch die EU und China den eigenen Baumwollanbau fördern. | |
| GCC |
Wirtschaftsgemeinschaft der sechs Golfstaaten - Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudiarabien, VAE - , die für 20 % der Welterdölproduktion sorgen. Trat am 1. Jänner 2008 in Kraft. Freier Kapital- und Personenverkehr, freie Niederlassung und Berufsausübung. Bis 2010 Einführung einer Währungsunion. |
| weiters gibt es noch Nama-11 (Argentinien, Brasilien, Ägypten, Indien, Indonesien, Namibia, Philippinen, Südafrika, Tunesien, Venezuela), Cairns-Gruppe (1986 in Cairns, Australien, gegründet: Argentinien, Australien, Bolivien, Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Indonesien, Malaysia, Neuseeland, Pakistan, Paraguay, Peru, Philippinen, Südafrika, Thailand, Uruguay), Agrarexportstaaten, verlangt den Abbau der Zollschranken für ihre Produkte, Gruppe für Tropenprodukte (Bolivien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Honduras, Guatemala, Nicaragua, Panama, Peru, Venezuela), ... BRIC - seit 2001 Sammelbegriff für der vier größten Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China. 2011 um Südafrika erweitert → BRICS Pazifik-Allianz (Alianza del Pacífico), Mai 2011, Freihandelsabkommen; Partner: Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru. Shanghai-Organisation für Zusammenarbeit (SCO), Juni 2001, Militär- + Wirtschaftsbündnis (Kooperationsprojekte in Wirtschafts- und Finanzpolitik, Bekämpfung des Drogenhandels). Mitglieder: Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan, China. Beobachterstatus haben Mongolei, Iran, Pakistan, Indien. |
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| Das Abendland ist jener Teil der Welt, der westlich (bzw. östlich) des Morgenlandes liegt. Es wird größtenteils von Christen bewohnt, einem mächtigen Unterstamm der Hypokriten, dessen Hauptbeschäftigung Mord und Betrug sind, von ihnen vorzugsweise als KRIEG und HANDEL bezeichnet. Dies sind auch die Hauptbeschäftigungen des Morgenlandes. |
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Ambrose Bierce |
| 2010 wurden
weltweit Güter im Wert von
15.200 Mrd. $ gehandelt (2009: 12.500 Mrd. $). Die Zunahme von 22 %
gegenüber dem Vorjahr ist auf den Anstieg der Rohstoffpreise und die
Abwertung des Dollars (gegenüber den wichtigsten Währungen) um 3,5 %
zurückzuführen. Führende Exportnation war China (1.580 Mrd. $), dahinter USA (1.280 Mrd. $), Deutschland (1.271 Mrd. $), Japan (770 Mrd. $). Bei den Importen lagen die USA (1.970 Mrd. $) voran, Chinas Importe beliefen sich auf 1.400 Mrd. $, Deutschland führte Waren um 1.068 Mrd. $ ein. Siehe Tabelle unten |
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Quelle: WTO www.wto.org |
Die größten Welthandelspartner Mrd $
| Exporte | Importe | |||||||||||||
| 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | |
| Warenhandel | ||||||||||||||
| EU - 25 (ab 2007 27) | 3742 | 4042 | 4527 | 5314 | 5913 | 3817 | 4160 | 4743 | 5569 | 6268 | ||||
| Deutschland | 909 | 977 | 1122 | 1323 | 1450 | 1.124 | 1.271 | 715 | 780 | 922 | 1055 | 1185 | 926 | 1068 |
| USA | 819 | 904 | 1037 | 1163 | 1301 | 1.056 | 1.280 | 1526 | 1733 | 1920 | 2017 | 2166 | 1603 | 1.970 |
| China | 593 | 762 | 969 | 1218 | 1430 | 1.580 | 561 | 660 | 792 | 956 | 1133 | 1.400 | ||
| Japan | 566 | 596 | 647 | 713 | 782 | 580 | 770 | 455 | 516 | 577 | 621 | 762 | 550 | 693 |
| Kanada | 322 | 360 | 388 | 418 | 456 | 452 | 276 | 320 | 357 | 390 | 418 | 330 | ||
| Mexiko | 189 | 214 | 250 | 272 | 292 | 230 | 206 | 232 | 268 | 297 | 323 | 325 | ||
| Schweiz | 200 | 180 | 193 | 183 | 160 | 174 | ||||||||
| Österreich | 173 | 177 | 171 | 180 | 158 | |||||||||
| Österreich in Euro | 118 | 94 | 109* | 120 | 98 | 113 | ||||||||
| Dienstleistungshandel | ||||||||||||||
| USA | 319 | 353 | 387 | 454 | 522 | 259 | 289 | 307 | 336 | 364 | ||||
| Großbritannien | 169 | 183 | 223 | 263 | 283 | 135 | 150 | 169 | 193 | 199 | ||||
| Deutschland | 126 | 143 | 164 | 197 | 235 | 191 | 199 | 215 | 245 | 285 | ||||
| Frankreich | 108 | 114 | 112 | 130 | 153 | 95 | 103 | 108 | 120 | 137 | ||||
| Japan | 94 | 107 | 121 | 136 | 144 | 134 | 136 | 143 | 157 | 166 | ||||
| Italien | 85 | 93 | 101 | 109 | 123 | 80 | 92 | 101 | 117 | 132 | ||||
| Spanien | 84 | 91 | 100 | 127 | 143 | 53 | 65 | 77 | 97 | 108 | ||||
| China | 59 | 81 | 87 | 127 | 137 | 70 | 85 | 100 | 129 | 152 | ||||
| Niederlande | 72 | 75 | 82 | 91 | 102 | 72 | 69 | 78 | 89 | 92 | ||||
| Schweiz | 74 | 37 | ||||||||||||
| Österreich | 62 | 42 | ||||||||||||
|
Quelle: STATISTIK AUSTRIA, WTO www.wto.org |
||||||||||||||
Österreichs
Handelspartner
%-Anteil
Quelle: statistik.at, bmwfj
| Exporte | Importe | ||||||||||
| 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | ||
| Deutschland | 31,8 | 30,0 | 29,7 | 31,0 | 31,6 |
Deutschland |
42,5 | 41,6 | 40,5 | 40,1 | 39,5 |
| Italien | 8,7 | 8,9 | 8,6 | 8,1 | 7,8 | Italien | 6,7 | 6,9 | 6,9 | 6,7 | 6,7 |
| USA | 5,8 | 5,0 | 4,4 | 4,2 | 4,5 | Frankreich | 3,7 | 3,2 | 3,1 | 3,1 | 2,9 |
| CH | 4,1 | 3,9 | 3,8 | 4,5 | 4,8 | China | 3,5 | 4,0 | 4,2 | 4,6 | 4,8 |
| Frankreich | 4,0 | 3,6 | 3,8 | 3,9 | 4,2 | USA | 3,3 | 3,3 | 2,9 | 2,7 | 2,9 |
| GB | 3,6 | 3,5 | 3,2 | 3,0 | 3,1 | CH | 3,3 | 3,7 | 4,2 | 5,7 | 5,2 |
| Ungarn | 3,3 | 3,5 | 3,6 | 3,1 | 3,1 | Tschechien | 3,1 | 3,2 | 3,6 | 3,5 | 3,6 |
| Tschechien | 3,1 | 3,6 | 3,7 | 3,6 | 3,8 | NL | 2,9 | 3,0 | 2,8 | 2,8 | 2,8 |
| Spanien | 2,7 | 2,9 | 2,4 | 2,2 | 1,8 | Ungarn | 2,4 | 2,5 | 2,7 | 2,3 | 2,8 |
| Polen | 2,2 | 2,6 | 2,8 | 2,5 | 2,5 | Russland GB | 2,2 | 2,0 | 2,1 | 1,7 | 2,0 |
Schweizer Handelspartner
%-Anteil
Quelle:
snb.ch
| Exporte | Importe | ||||||
| 2009 | 2010 | 2011 | 2009 | 2010 | 2011 | ||
| Deutschland | 19,5 | 19,4 |
Deutschland |
33,6 | 32,9 | ||
| Italien | 8,6 | 8,0 | Italien | 11,1 | 10,6 | ||
| Frankreich | 8,4 | 7,8 | Frankreich | 9,6 | 8,8 | ||
| Niederlande | 3,0 | 3,0 | Niederlande | 4,8 | 4,8 | ||
| USA | 9,8 | 10,1 | USA | 5,1 | 4,7 | ||
| Österreich | 3,0 | 3,2 | Österreich | 4,5 | 4,5 | ||
| GB | 4,7 | 4,7 | GB | 3,5 | 3,6 | ||
| China | 3,0 | 3,7 | China | 3,2 | 3,5 | ||
| Spanien | 3,6 | 3,3 | Irland | 2,7 | 3,4 | ||
| Japan | 3,8 | 3,3 | Belgien | 2,8 | 2,7 | ||
| 2010 entfielen 28 %
der Schweizer Exporte auf
pharmazeutische Produkte. Mit 12 % folgte der Maschinenbau auf Platz 2, der Chemiesektor kam mit 10 % auf Platz 3. Die Uhrenbranche trug 9 % bei, die Elektroindustrie 7 %, Medizinaltechnik 6,5 %, Nahrungsmittel 5 %, Fahrzeugbau 2,5 %, Textil + Bekleidung 2 %. |
Deutschlands Handelspartner
%-Anteil
Quelle: DESTATIS
| Exporte | Importe | ||||||
| 2009 | 2010 | 2011 | 2009 | 2010 | 2011 | ||
| Frankreich | 10,1 | 9,5 | China | 8,2 | 9,5 | ||
| USA | 6,7 | 6,8 | Niederlande | 8,6 | 8,5 | ||
| Niederlande | 6,7 | 6,6 | Frankreich | 8,1 | 7,7 | ||
| GB | 6,6 | 6,2 | USA | 5,9 | 5,6 | ||
| Italien | 6,3 | 6,1 | Italien | 5,9 | 5,4 | ||
| Österreich | 6,0 | 5,6 | GB | 4,9 | 4,8 | ||
| China | 4,5 | 5,6 | Österreich | 4,3 | 4,2 | ||
| Belgien | 5,2 | 4,8 | Belgien | 4,3 | 4,2 | ||
| Schweiz | 4,4 | 4,3 | Schweiz | 4,2 | 4,0 | ||
| Polen | 3,9 | 4,0 | Russland | 3,7 | 3,9 | ||
| Die Kapazität der weltweit verfügbaren Frachter und
Tanker überstieg 2007 erstmals die Milliarden-Tonnen-Grenze. Die Hälfte
davon wird von den führenden Seefahrt-Nationen Griechenland, Japan,
Deutschland, China kontrolliert. Nicht immer unter deren Nationalflagge,
denn aus Kostengründen sind viele Schiffe in Panama, Liberia und Bahama
registriert. 1/3 des Seehandels entfällt auf Rohöl und Erdölderivate. 95 Prozent des weltweiten Warenverkehrs (knapp 8 Mrd. Tonnen pro Jahr) werden auf dem Seeweg abgewickelt. Die Welthandelsflotte bestand am 1. 1. 2010 aus 46.948 Schiffen. 2010 waren das 8,4 Mrd. Tonnen; davon 3.3 Mrd. t Massengüter Quelle: Review of Maritime Transport 2011; Unctad Zwei Kategorien von Frachtschiffen transportieren diese Gütermenge:
Sie sind begehrte Beuteobjekte von
Piraten,
die in den letzten Jahren zunehmend die Seewege entlang der Küsten von
Ländern mit geringer staatlicher Autorität bedrohen. Das
International Maritime Bureau (IMB) zählte 2003
weltweit 445 "erfolgreiche" oder abgewehrte Angriffe auf Schiffe. 2006
waren es nur noch 239, 2007 stieg die Zahl auf
264, 2008 weiter auf 293
(vor den Küsten ihrer Länder sorgten somalische und nigerianische Piraten
für
49 Kaperungen und zusätzlich Überfälle auf
weitere 46 Schiffe), 2009 406 (davon
217 durch somalische Piraten).
2010 kam es zu 445 Piratenangriffen,
53 Schiffe wurden
gekapert (davon 49 vor der somalischen Küste).
Ein Fahrt durch den Suez-Kanal kostete im Jänner 2009
für ein Frachtschiff 600.000 $. Die Gebühren für die Durchquerung des Panamakanals richten sich nach der Tonnage des Schiffes. Maximal sind 450.000 $ zu bezahlen. Kreuzfahrtschiffe liegen mit 250.000 $ etwas günstiger. "Panama-Schiffe" nennt man Schiffe, die gerade noch durch den Kanal - genauer: die Schleusen - passen. Sie sind max. 300 Meter lang und 33 Meter breit.
3.900 Containerschiffe kreuzten 2007 über die Meere.
Das waren um 12 % mehr als 2006.
Im März 09 waren 4.690 Containerschiffe mit 12,5 Mio.
TEU registriert. Davon blieben 1,5 Mio.
TEU ungenutzt.
Quelle: AXS-Alphaliner
Massengutfrachter traf es genauso. Das Chartern eine
Frachters der Capsize-Klasse (>100.000 dwt = deadweight
Tragfähigkeit) kostete im Juli 08 pro Tag 95.000,- $,
Ende November 08 5.000,- $
und im November 11 2.300,- $.
2011 fuhren 4.718 Containerschiffe auf den Weltmeeren.
Laut Branchendienst AXS-Alphaliner
(am 18. 10. 2011) wegen Überkapazitäten nicht Kosten
deckend. |